Altes Gymnasium Oldenburg

Erster Schülerflohmarkt am AGO

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Am Freitag, dem 12. Mai 2006, veranstaltete die Schülerfirma SHEVAGO des Wahlpflichtkurses Wirtschaft + Informatik des 7. Jahrgangs in Verbindung mit dem „Tag der offenen Tür“ einen Schülerflohmarkt in den Räumen der Schule. SHEVAGO steht für „Shop“ und „Event“ am AGO. Nach dem „Event“ des Schülerflohmarkts soll im Schuljahr 2006/07 ein kleiner Schülerladen folgen, der überwiegend aus dem zu erwirtschaftenden Eigenkapital finanziert werden wird.

Aus pädagogischer Sicht steht bei einem Schülerunternehmen nicht die Gewinnerzielung im Vordergrund, sondern die Förderung sozialer und wirtschaftlicher Kompetenzen (Teamarbeit, Übernahme von Verantwortung, bewusster Umgang mit knappen Ressourcen und ökonomischen Risiken, elementares Rechnungswesen etc.). Den Gedanken des kooperativen Handelns unterstreicht übrigens auch die Unternehmensform einer Genossenschaft, für die sich die Schüler nach ihrem Besuch bei der BÄKO Weser-Ems eG entschieden haben.

Zur Vorbereitung des Flohmarkts wurden verschiedene Abteilungen gebildet. Die Abteilung Flohmarktorganisation erstellte nach dem Vorbild großer Flohmärkte eine Marktordnung und eine Ablauforganisation, welche den Aufbau und Abbau der Stände, die Zuweisung der Standplätze sowie die laufende Marktkontrolle regelte. Die Abteilung Information und Werbung entwickelte ein Firmenlogo, das alle Plakate und Handzettel zierte, welche auf den Flohmarkt hinwiesen. Sehr umfangreich war die Abteilung Flohmarktgastronomie mit dem großen Getränke- und Kuchenstand im Foyer, dem Café „Floh“ im ersten Stock und der Waffelbäckerei. Außerdem entstand in Zusammenarbeit mit einer Kunst-Arbeitsgemeinschaft ein Tochunternehmen, welches eine florierende T-Shirt-Produktion begann, die auch noch nach dem Flohmarkt fortgesetzt wurde.

Die Resonanz auf den Flohmarkt und die anderen Veranstaltungen des „Tages der Offenen Tür“ war sehr erfreulich. Die Organisation erwies sich als tragfähig, die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SHEVAGO als zuverlässig und belastbar, auch noch nach 18.00 Uhr, als der Müll entsorgt und die Räume wieder in ihren Originalzustand versetzt werden mussten.. Gingen einmal einem Stand der Flohmarktgastronomie die Vorräte aus, half man sich gegenseitig aus; wahre Wunder vollbrachte die Waffelbäckerei, die innerhalb kürzester Zeit zusätzliche Rohmaterialien beschaffte und unter widrigen Bedingungen zu neuem Teig verarbeitete. Und die Marktmeister achteten peinlich genau darauf, dass keine Neuware verkauft wurde.

Auch die finanziellen Resultate können sich sehen lassen. Im Wirtschaftsunterricht wurden Grundzüge der doppelten Buchführung vermittelt und zu verschiedenen Zeitpunkten Bilanzen erstellt, welche die zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen erfassten. Den Schülerinnen und Schülern wurde – auch nach einigen unangenehmen Erfahrungen – sehr schnell klar, dass eine exakte Buchhaltung für den Unternehmenserfolg von größter Bedeutung ist. Auf der Basis der gemachten Erfahrung und des erwirtschafteten Eigenkapitals kann die SHEVAGO-Schülergenossenschaft mit Zuversicht in ihr zweites Geschäftsjahr eintreten.

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