
AGO-Tradition ist aber auch, dass Solisten nicht gekauft werden müssen. Es kann das Te Deum von Marc Antoine Charpentier aufgeführt werden, denn 11 herausragende Stimmen aus dem 131 Mitglieder fassenden Chor stehen für die Soli zur Verfügung. Und Bachtrompeten? – Am AGO kein Problem: Es gibt an dieser Schule nicht nur viele, sondern auch gute Bläser. Dank Herrn Engelhardts Wertschätzung für Präzision beeindruckt ein beachtenswertes Bläserorchester.

Eine schöne Tradition ist aber auch, dass sich Schüler der Abschlußklassen instrumentalsolistisch oder sogar mit einem ersten Versuch als Dirigent der Öffentlichkeit präsentieren dürfen. Herr Beiderwieden liefert pünktlich – auch das inzwischen Tradition – eine maßgeschneiderte Komposition für sein mit viel Engagement geleitetes Orchester für welches das Motto gilt: Jeder Instrumentalist darf mitspielen, keiner wird hier aussortiert.
Und so konnten sich die Zuhörer beim diesjährigen Adventskonzert wieder mit großem Beifall bedanken für ein rundum gelungenes, abwechslungsreiches, nie seichtes Konzertprogramm, realisiert von einer nahezu unüberschaubaren Menge (deutlich über 200 !!!) junger Sänger und Instrumentalisten (Frau Möhlmann bräuchte schon fast einen Rundumblick beim Supertutti „Tollite Hostias“), alle voller Freude, Begeisterung und Ernsthaftigkeit, hellwach trotz der zurückliegenden Zeit verschärften Arbeitseinsatzes dank Klassenarbeiten und Klausuren.

Der ebenso traditionell stattfindende Schülerapplausjubel für ihre Musiklehrer mag für diese sowohl Entschädigung sein für den gewaltigen Arbeitseinsatz als auch Bestätigung: Sie sind unüberseh- bzw. –hörbar auf dem richtigen Weg! Das ist Schulmusik! Danke.
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