Altes Gymnasium Oldenburg

Altes Gymnasium erhält Schulmusik-Preis “musik gewinnt”

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Himmelfahrt 2007 wird der Musik des Alten Gymnasiums Oldenburg lange in freudiger Erinnerung bleiben. Gut gelaunt kehrte eine Gesandtschaft zurück von der Preisverleihung beim Westdeutschen Rundfunk in Köln, ausgezeichnet mit einer Urkunde und einem Gutschein bei “musik gewinnt!”. Angereist waren einige Schülerinnen und Schüler, fast die ganze Fachlehrerschaft, Eltern, sogar Schulleiter Jürgen Herold. Für alle Preisträger gab es eine Führung durch die denkmalgeschützten Studios des WDR und eine Preisverleihung in der Kölner Philharmonie im Rahmen eines großen Jugendkonzerts.
Der Preis “musik gewinnt!” war ausgeschrieben worden vom Verband deutscher Schulmusiker (VdS), zusammen mit dem Deutschen Musikrat und dem WDR; zwei weitere Stiftungen waren beteiligt. Ziel war, Schulen zusammenbringen, an denen mit möglichst vielen Schülerinnen und Schülern möglichst vielfältig musiziert wird. “Nicht Einzelleistungen sollten prämiert werden”, erklärte Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Vorsitzender des VdS, in seiner Festansprache, “sondern außergewöhnliche Gesamtleistungen von Schule.”
“Wir machen Schulmusik”, erläutert Mechthild Möhlmann, Fachobfrau Musik am Alten Gymnasium. “Wir arbeiten fleißig, aber wir streben nicht nach CD-Reife oder Profi-Standard.” Ein Sommerhalbjahr wurden Proben und Aufführungen gefilmt: Chöre, Orchester, Big Band, eine eigene Oper, sieben Konzerte in einem einzigen Halbjahr; 360 Jugendliche waren beteiligt, fast die Hälfte der Schule. Daraus entstand im Herbst 2006 der 90-Minuten-Film “Spiel-Zeit. Ein Sommer voll Musik am Alten Gymnasium Oldenburg”, den die Schule zur Ausschreibung einreichte und im Januar in der Aula zeigte. Als eine von elf Schulen bundesweit wurde sie ausgewählt und prämiert, als eines von fünf Gymnasien in Deutschland, eine von zwei Schulen in Niedersachsen. Zu einem der begehrten drei ersten Preise hat es nicht ganz gereicht. “Macht aber nichts”, schmunzelt Musiklehrer Ralf Beiderwieden, der den Film “Spiel-Zeit” gedreht hat. “Diese Ehrung bedeutet für uns, dass wir im Kreis der blühendsten Schulmusiken in Deutschland mitspielen und mitsingen dürfen.”
Nach der Preisverleihung gab es einen prächtigen Empfang; die Preisträger gratulierten einander, sogar etliche der WDR-Sinfoniker feierten mit. Ein schöner Abend, fand auch Prof. Dr. Ortwin Nimczik: “Denn wo Musik gewinnt, da gewinnen wir alle.”

infos und bilder: www.musik-gewinnt.de

J u r y e n t s c h e i d u n g
Dass das Alte Gymnasium Oldenburg eine ganz normale Schule ohne die personellen und logistischen Vorteile von Musikzügen ist, muss erstaunen, wenn man die musikalischen Aktivitäten wahrnimmt. Alles beginnt an der Basis mit dem üblichen „Klassenmusizieren“ mit Bläserund Streicherklassen und den ersten Chorerfahrungen in der Unterstufe.

Dass mit zunehmendem Alter auch jede musikalische Erfahrung wächst, hört man in den Ensembles der Mittel- und Oberstufe, im „Kammerchor“, im sinfonischen Orchester sowie im Bläserorchester und der Big Band.
Nahezu die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler musizieren auf freiwilliger Basis mit. Und das kostet Zeit, wenn man weiß, dass allein im Sommerhalbjahr 2006 sieben große Konzerte und Aufführungen veranstaltet wurden. Dass sich darunter auch veritable Opern befinden, belegt die Existenz einer äußerst beliebten „Opernkompanie“.
Dieses musikalische Leben in einer Schule war der Jury einen Preis wert.
Die Mitglieder der Jury:
Dr. Peter Hanser-Strecker (Strecker-Stiftung)
Christian Höppner (Deutscher Musikrat)
Prof. Karl Karst (WDR 3 / Initiative Hören)
Prof. Dr. Ortwin Nimczik (VDS)
Prof. Dr. Dieter Zimmerschied (VDS)
www.musik-gewinnt.de

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