Altes Gymnasium Oldenburg

Vive la France!

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Frankreich-Austausch vom 11.05.07 bis zum 21.05.07


Am 11.05.07, so gegen 21 Uhr, hatten sich auch die letzten Schüler, zum Teil kurz zuvor noch beim Walk-n-Art-Konzert beteiligt, am Cäcilienplatz eingefunden und es konnte losgehen – der zweite Teil unseres Frankreich-Austausches.
Nach 10 Stunden Fahrt in einem viel zu warmen Bus, erreichten wir um 7 Uhr Paris. Der Eiffelturm stand auf dem Programm, doch zuvor wurden die Champs-Elysees abgefahren, der Arc de Triomphe passiert und die Pyramiden des Louvre besichtigt.
Für viele von uns 30 Austauschschülern war es der erste Paris-Besuch, und so erschien für manchen alles noch viel beeindruckender.
Nach einem kurzen Blick von der obersten Plattform des Wahrzeichens Paris’ bzw. Frankreichs auf die 10Mio-Einwohner-Metropole, ging es dann aber zügig weiter, sodass wir gegen 18 Uhr im 10km von Bordeaux entfernten Gradignan ankamen. Ziemlich erschöpft von der langen Fahrt, doch voller Vorfreude, wurden wir von unseren Gasteltern empfangen und trafen unsere französischen „corres“ wieder.
Eine Woche voller Erlebnisse sollte uns erwarten.
So lernten wir das französische Familienleben kennen, erkannten, dass das Klischee, Franzosen würden so viel Baguette und Käse essen, zu recht besteht und mussten feststellen, dass der weltberühmte Wein aus der Gegend um Bordeaux in Frankreich nicht anders schmeckt als zu Hause.
Am Montag machten wir dann Bekanntschaft mit dem Lycee des Graves, der Schule unserer französischen Freunde und besuchten am Vormittag eine école primaire (Grundschule).
Vor allem von den Unterrichtszeiten bis oft 18 Uhr und der Stundenlänge von 55 Minuten waren wir geschockt.
Der erste echte Tagesausflug ging aber am Dienstag an die Atlantikküste zur Dune du Pyla, der mit ca. 117 m Höhe, 500 m Breite und etwa 2,7 km Länge größten Düne Europas.
Für einige von uns war der Sprung auf den mit 40° Steigung markierten Ost-Hang der Höhepunkt des Tages. Ziemlich unkontrolliert ging es in allen möglichen Körperstellungen ca. 100 Höhenmeter abwärts, bis knapp an den Kiefernwald, der sich vom Fuß auf der Ostseite der Düne bis an den Horizont erstreckt.
An den folgenden Tagen lernten wir Bordeaux kennen, sowohl die historische Altstadt, als auch die Innenstadt mit der längsten Shopping-Meile Europas, die Rue Sainte-Catherine, und besuchten Saint-Émilion, eine im 8.Jahrhundert erbaute Stadt, gelegen in einer der bedeutendsten Weinregionen der Welt mit faszinierenden Gebäuden, wie der Église Monolithe (frz. église-Kirche; monolithe-in den Stein gehauen), eine unterirdische Kirche, die in Handarbeit in einen großen Felsen geschlagen wurde und deren Kirchturm das einzige ist, das man über der Erde sehen kann.
Neben dem Besuch einer Papierfabrik stand offiziell nichts mehr auf dem Programm, bis dann am Sonntag mit einer tränenreichen Verabschiedung der Frankreich-Austausch beendet war und eine 21Stunden dauernde Busfahrt begann.
Aber auch außerhalb des vorbereiteten Programms gab es viele Aktivitäten. So besuchten manche den Stadtpark Bordeaux’, das Schwimmbad, eine Shishabar in Bordeaux’ Innenstadt, eine Schlittschuhlaufbahn…
Getroffen hat man sich dann meist abends auf einer Party bei irgendeinem der Franzosen zu Hause.
Doch egal was los war, wir hatten immer was zu lachen.
Ob es Christophe war, der Gitarre spielte, die ca. 1000 Mitschüler unserer corres, die anscheinend noch nie zuvor einen „Iro“ (une crête) gesehen hatten, die deutsch-französischen Romanzen die entstanden, oder eben dies nicht taten und nur einseitig geschmachtet wurde, der Buffallo Grill und Sabinas Wecker um 4:30 Uhr, das Entfernen des Sandes der Dune du Pyla von allen möglichen Körperstellen, auch noch vier Duschen nach dem Ausflug, Lejli, die auch 1400km von zu Hause entfernt noch ob ihrer Größe gehänselt wurde oder einfach der Versuch, vergessene oder nie gelernte Vokabeln auf deutsch, doch mit französischem Akzent betont, auszusprechen und zu hoffen, dass der Gegenüber, kein Deutscher, es versteht.
Doch ebendiese Sprachbarrieren galt es zu überwinden und so haben doch die meisten, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise und auf unterschiedlichem Niveau, ihre Französisch-Kenntnisse verbessert, und das war ja schließlich auch ein Ziel, das wir durch den Austausch erreichen wollten.
Was bleiben, sind Erlebnisse, die wir so schnell nicht vergessen und Freundschaften die hoffentlich so bald nicht reißen werden.
So sind für den Sommer schon Fahrten nach Gradignan geplant und auch einige Franzosen wollen in den Ferien nach Deutschland zurückkehren.
Für viele von uns war der Austausch ein voller Erfolg und ein Ereignis, das wir jedem französisch-lernenden AGO-Schüler nur empfehlen können.
In diesem Sinne:

VIVE LA FRANCE!

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