
„Über den Wolken“, textete einst Reinhard Mey, „muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“; und wenn man den Bekanntheitsgrad dieser Zeilen bedenkt, kann er beim Dichten dieses Liedes kaum etwas falsch gemacht haben. Was er allerdings nicht bedachte: Die Freiheit kann auch ganz ohne Wolken grenzenlos sein. Genau diese Freiheit war uns nämlich an fünf der insgesamt sechs Skitage vergönnt, während höchstens der dritte Tag annähernd den Erzählungen Rosis und Burkards (Deckname unter 1000 m: „Herr Weinert“) das Wasser reichen konnte. Auch ernsthafte Verletzungen blieben zur allgemeinen Freude aus, was allerdings nicht heißt, dass es keine Stürze gegeben hätte. Besonders im Laufe der ersten Tage – sie bedeuteten für einen Großteil der Mitgereisten die ersten Meter auf Skiern – wurde die sich in weiten S-Kurven die Piste hinunterwindende Schlange von skurrilen Magenkrämpfen geplagt. Aber schon bald wagten sich auch die ersten Anfänger auf die roten Pisten, und gleich, ob man nun seine Skier fuhr oder umgekehrt; frei nach dem alten Skifahrermotto „Runter kommt man immer“ durfte jeder, als die über 20-köpfige Gruppe am Samstagmorgen die strapaziöse Busfahrt in die flache Heimat antrat, von sich behaupten, Ski fahren zu können.

„Runter kommt man immer“
Zur guten Stimmung trug sicher auch die großzügige Bewirtung durch das Personal des Hauses „Panorama“ und dessen urige Einrichtung bei. so gemütlich war es, am Abend, in der kleinen Gaststube eine heiße Suppe zu schlürfen, Rosis und Burkards Skifahrtgeschichten zu lauschen oder sich die auf Kamera festgehaltenen Peinlichkeiten und Absurditäten des verstrichenen Tages zu Gemüte zu führen, dass der Tag-Nacht-Rhythmus zuweilen arg zuungunsten der Nacht verrutschte und die Stimmung im morgendlichen Skibus doch eher gedämpft ausfiel. Jede Müdigkeit war aber schnell vergessen, wenn sich die Lunge mit frischer Bergluft füllte und die Füße in unnatürlicher Haltung auf den Brettern, die dort oben noch die Welt bedeuten, befestigt waren.

Gästehaus „Panorama“

Panorama
Und dann war da noch der Lois. Die graue Eminenz des Busverkehrs auf Straßen, vor denen schon so manchem norddeutschen PKW-Fahrer die Nerven versagt hätten. Steckte man mit einer größeren Gruppe irgendwo fest, so fand man bei „Lois Taxi“ stets eine helfende Hand. So kam es, dass, als ein Teil der Gruppe nicht mehr in den vorgefahrenen Kleinbus passte, der vom Tal auf den Berg hätte fahren sollen, der Busfahrer flugs beim Lois anrief, um mit dessen Genehmigung ins Tal zurückzukehren, um der ganzen Gruppe die Möglichkeit zu geben, in einen eigens herorganisierten größeren Bus umzusteigen. Leider war der zurückgebliebene Teil der Gruppe bereits im Aprés Ski versackt. Eine Skifahrt produziert viele „Gschichtli“, doch sie alle hier zu erzählen, wäre müßig, da sie den gegebenen Rahmen sprengen würden. Doch gerade sie sind es, die den einzigartigen Charakter der Skifahrt ausmachen.nd natürlich Rosi und Burkard, ohne deren großartiges Engagement und manchmal Geduld das alles nicht möglich gewesen wäre.
Der Skikurs 2007/08 bedankt sich!




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