Nanotechnologie am Alten Gymnasium
13. April 2008
Fördern und Fordern
Cathia Göbel; Fotos: Arne Lordt
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Am Freitag, den 11. April, konnte man auf dem Schulhof des Alten Gymnasiums im Nano-Truck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die erstaunliche Welt der Nanotechnologie bewundern, während zeitgleich im Foyer der
Schule die Teilnehmer des Seminarfaches Nanotechnologie die Ergebnisse ihrer Facharbeiten vorstellten.
Zu jeder vollen Schulstunde konnten die Schülerinnen und Schüler des AGO einem Vortrag im Nano-Truck lauschen, bei dem kurz und bündig die Eigenschaften und Anwendungen von Nanoteilchen mithilfe einer Lasershow und anhand des Beispieles Ferrofluid erläutert wurden. Ferrofluid ist eine Flüssigkeit, die etwa 10 Nanometer – ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter – große, eisenhaltige und somit magnetische Teilchen enthält. Dies ist etwas ganz besonderes, da Eisen bei Zimmertemperatur sonst nicht flüssig vorliegt, sondern erst bei 1535 °C seinen Schmelzpunkt erreicht hat. Dank der Nanotechnologie können sich heutzutage so z.B. Ärzte die magnetischen Eigenschaften von Eisen auch bei geringeren Temperaturen zu Nutze machen und damit erfolgreich Gehirntumore bekämpfen.
Die restliche Zeit bis zum Beginn der nächsten Führung konnten die Schülerinnen und Schüler dazu nutzen, sich selbstständig im Nano-Truck umzuschauen und die umfassende Ausstellung zu bewundern. Viele Exponate zum Anfassen und Selbsterleben bereiteten nicht nur naturwissenschaftlich interessierten Besuchern Spaß und anhand einer großen Anzahl gut verständlicher Schautafeln wurde so manchem bewusst, wie wichtig die Nanotechnologie für unseren Alltag und unsere Zukunft ist.
Wem das noch nicht genug war, der konnte sich danach im Foyer an den Facharbeiten des 13. Jahrgangs erfreuen, die unter anderem auch Ferrofluid behandelten. Dazu kamen das Beispiel einer mit speziellen Nanoteilchen beschichteten Glasscheibe, die sich bei Sonneneinstrahlung automatisch bläulich färbt und somit als Sonnenschutz dienen kann und ein selbstgebasteltes Modell eines Roboters, der in der Lage ist, nanogenau Abstände zu erkennen. Dazu dienten hier Tischtennisbälle, die Atome darstellten und deren Form und Abstände vom Roboter genau gescannt wurden.
Außerdem gab es eine große Schautafel über das Wäschewaschen mit Nanosilber, das jedoch aus Platzgründen nicht im Foyer vorgeführt werden konnte.

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