Kurzfilme über Vulkaneruptionen empfingen die Besucher bereits beim Betreten der Aula des Alten Gymnasiums, wo am 25. September Prof. Dr. Hans-Joachim Glücklich einen Vortrag über die 79 n. Chr. durch den Vesuvausbruch zerstörte Stadt Pompeji hielt. Es ging hauptsächlich um den Katastrophenüberlebenden Plinius d. Jüngeren sowie Pompeji im Mittelalter und in der Moderne.
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Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Dr. Hengelbrock ergriff der Honorarprofessor für Didaktik der Alten Sprachen an der Universität Heidelberg das Wort. Die durch viele Bilder, Fotos, und Wandmalereien geschmückte Präsentation erzählte in erster Linie von dem historisch wichtigen Plinius d. Jüngeren, der, im Gegensatz zu seinem Onkel, die Verwüstung Pompejis heil überstand und dem Geschichtsschreiber Cornelius Tacius zwei Briefe schrieb, denen wir auch den Ablauf des Geschehens entnehmen können. Später ging Prof. Dr. Glücklich auf die Auswirkungen des Schicksals der Stadt für die nachfolgende Zeit ein. Dabei spielen religiöse Erklärungen für den Ausbruch die wichtigere Rolle, die antiken Deutungen traten für beinahe 2000 Jahre in den Hintergrund. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein gewisser Abstand zu christlichen Erklärungen.
Der leicht verständliche, aber inhaltsreiche Vortrag wurde bereichert durch Ausschnitte aus bekannten Filmen über das Ereignis, größtenteils aus Filmwerken zum gleichnamigen, berühmt gewordenen Roman von Edward Bulwer-Lytton „The Last Days of Pompeji“, obwohl diese nicht viel mit dem Letzten zu tun haben.
Für weitere Informationen gibt es das von Hans-Joachim Glücklich herausgegebene Buch „Pompeji lebt – 2000 Jahre Texte, Bilder, Opern und Filme“. Letzter Satz der Präsentation des Professors: „Die Antike ist ein wichtiger Anreger für unsere Kreativität.“
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