Altes Gymnasium Oldenburg

„Ihr habt nicht gemerkt, dass ich ein Krieger bin!”

Ihr habt einen Fehler gemacht. Kommt heraus, ich will, dass ihr mich liebt!“ Dies sind die letzten schriftlich festgehaltenen Worte von Jan. Um ihn geht es im von Sign vorgestellten Klassenzimmerschauspiel des Lüneburger Schauspielkollektivs für den 7. Jahrgang unserer Schule. Das Stück, das aufgrund des Amoklaufs in Erfurt entstanden ist, handelt von Jan und seiner guten Freundin Nina, die nach seinem Tod der Klasse von seinem Leben berichtet. Mithilfe der Aufführung wurden die Schülerinnen und Schüler unterstützt, sich in die Situation eines Außenseiters hineinzuversetzen und zu überlegen, was kann ich aktiv unternehmen, um Mobbing an meiner Schule zu verhindern.

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Jan ist ein Junge, der weder von Schülern noch von Lehrern akzeptiert wird und in seiner Klasse stark zu leiden hat. Jeder Versuch, dazu zu gehören, scheitert und die Art, wie mit ihm umgegangen wird, verschlechtert sich von Tag zu Tag. Ihm werden seine persönlichen Sachen geklaut und beschädigt, er wird bespuckt und geschlagen. Niemand hilft ihm in seiner aussichtslosen Situation, die gesamte Schule scheint blind dafür. Jan flüchtet sich mit seinen wenigen Freunden in eine Traumwelt und beginnt, seine steigenden Aggressionen gegen seine ignorante Umwelt in Computerspielen zu verarbeiten. Dem Druck der Schule hält er kaum noch stand. Das Gefühl, von niemandem verstanden und so gesehen zu werden, wie er ist, steigt ins unermessliche. Jan legt sich Waffen zu und beginnt an seinem Computer einen Amoklauf zu planen. Am Tag, an dem seine engste Freundin nicht in der Schule ist, schreibt Jan seine letzten Gedanken nieder, nimmt sein Schwert und seine Pistole, versteckt sich im Gebäude und wartet auf die große Pause. Das Stück geht in dem Sinne glimpflich aus, dass Jan nicht wie erwartet, Amok läuft, sondern Suizid begeht.
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Die Schülerinnen und Schüler wurden nach dem Schauspiel angeregt, über Jans Empfindungen und Beweggründe für diese Tat nachzudenken und vor allem sein Umfeld zu analysieren. Warum war niemandem, weder Mitschülern noch Lehrern oder seinen Eltern aufgefallen, wie schlecht es dem Jungen ging? Es wurden eigene Erfahrung mit Mobbing und dem richtigen Umgang mit den Opfern gesammelt und festgehalten, dass es keinerlei Gründe gibt, sich gegenüber seinen Mitmenschen respektlos zu verhalten.
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Die Schülerinnen und Schüler waren positiv überrascht von der neuartigen Herangehensweise an das Thema und sehr interessiert daran, wie sie selbst einen guten Einfluss auf andere Menschen haben können. Die Idee von Sign wurde von allen begeistert aufgenommen und die Ergebnisse der Veranstaltung werden sicherlich das weitere Verhalten der Mädchen und Jungen untereinander verbessern.


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