Altes Gymnasium Oldenburg

Jana Wolgast: Ein Beispiel für Andere!

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In unserer neuen Reihe “Die stillen Stars” stellt unser Redakteur Ansgar Nehls heute Jana Wolgast (Jg. 12) vor.

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Sport! Freunde! Party! Musik! Dies sind wahrscheinlich die Aktivitäten, der die meisten Jugendlichen in ihrer Freizeit nachgehen. Auch Jana Wolgast macht Sport und trifft sich mit Freunden. Umso bemerkenswerter ist deshalb, dass sie noch Zeit findet sich wohltätig zu betätigen. „Ich kenne eigentlich Keinen in meinem Alter, der sich diesbezüglich engagiert.“, sagt sie selber und kann dabei schon auf fünf Jahre Erfahrung bei drei verschiedenen Organisationen zurückblicken.

Begonnen hat Jana bei Care, einer weltweiten Organisation zur globalen Armutsminderung. Sie wurde dazu maßgeblich von dem Familienurlaub in Marokko, Ägypten und Algerien inspiriert.Dort bekam sie extreme Armut zu Gesicht. Unter anderem musste sie mit ansehen, wie ein Friedhof als Massenwohnstätte genutzt werden musste.

Später wechselte die AGO-Schülerin der 12. Klasse zu Unicef, um als Jugendbotschafterin zu fungieren. Sie organisierte Aktionstage und Projekte, wie einen Malwettbewerb mit Kindern zum Thema Afrika. Doch auch Geld sammeln oder Informationen verteilen gehört zu den Aufgaben einer Jugendbotschafterin. Über ihre einzelnen Projekte und Themen, wie Aidswaisen in Afrika schrieb Jana Wolgast Arbeiten, die sie bei Unicef Wettbewerben einreichte. Dabei schaffte sie es auch einmal, unter die ersten zwanzig zu gelangen. Mit 18 Jahren kam dann der Wechsel hin zu Terre des Hommes, denn wer volljährig wird, muss sein Amt als Jugendbotschafter ablegen.

Doch Jana schlägt auch kritische Töne gegenüber Unicef an, die sie dazu bewegt haben, die Organisation erneut zu wechseln. „Bei Unicef bin ich damals ausgestiegen, da es mir vorkam, dass die Organisation zu groß wird und es Vorwürfe gegeben hat, dass Gelder veruntreut worden waren.“ Bei Terre des Hommes vermittelt Jana nun Patenschaften und plant auch eigene Projekte.

Dabei kommt es manchmal dazu, dass ihre Arbeit recht zeitintensiv ist und sie viel zu Hause arbeiten muss. „Doch dies passiert meist nur vor größeren Projekten wie dem Weltkindertag.“ Der Regelfall ist, dass sie ihre Gruppe zweimal im Monat trifft. Daher kann Jana nicht verstehen, warum sich so wenige Jugendliche mit diesem Thema beschäftigen. „Ich finde es schade, dass es wenige Leute in meinem Alter gibt, die sich engagieren. Meiner Meinung nach wird auch zu wenig Werbung gemacht.“

Auch später will Jana sich mit wohltätiger Arbeit beschäftigen. Doch soll es noch immer die indirekte Hilfe bleiben, die Hilfe zur Selbsthilfe. Denn: „Ich glaube nicht, dass ich es in Krisengebieten aushalten würde.“ Am liebsten will sie später beruflich Projekte organisieren. Hoffentlich schafft sie es dann auch, mehr Jugendliche für den Kampf gegen die globale Armut zu gewinnen.

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