Mesquer hieß das Ziel der Klassen 6b und 7c. Richtig gelesen, das Ziel dieser Klassenfahrt war der kleine französische Fischerort Mesquer im Südwesten der Bretagne. Mit vielen tollen Projekten und Ausflügen zu Städten in der Nähe von Mesquer wurde diese Klassenfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten. Unsere Redakteurin Isabelle Schneider führte nach ihrer Rückkehr ein Intervies mit Pauline, Marisabel, Rebecca, Samet, Ahmet und Erasmus (alles Schüler und Schülerinnen der Klasse 6 b).
Die Antworten wurden gebündelt.
Wie habt ihr euch auf diese Klassenfahrt vorbereitet?
Wir sind ja eine geteilte Klasse, d.h. dass die Hälfte Französisch als 2. Fremdsprache gewählt hat und die andere Hälfte Latein. In unserem Französischunterricht haben wir uns kleine Hefte gebastelt, in denen alle möglichen Vokabeln stehen – unsere kleine „Überlebenshilfe“ für Frankreich.
Ihr seid ja sicherlich viele Stunden Bus gefahren. Hat euch die Hinfahrt oder die Rückfahrt besser gefallen?
Uns hat die Hinfahrt sehr viel besser gefallen, denn wir haben einen Halt in Paris gemacht und konnten dort sogar auf den Eiffelturm. Das war ein richtig großes Highlight für uns und auf jeden Fall ein unvergesslicher Moment, aber wir waren dann auch froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Unsere Rückfahrt war sehr anstrengend, schließlich hatten wir fast 16 Stunden Fahrt. Außerdem waren wir alle richtig müde von dieser ereignisreichen Woche.
Habt ihr viel Französisch gesprochen?
Ja, auf jeden Fall. Wir konnten unsere Französischkenntnisse auf einem Markt nahe Mesquer unter Beweis stellen. Dort sollten wir verschiedenste Obstsorten für möglichst wenig Geld einkaufen, für einen Obstsalat, den wir dann später selber gemacht haben. Da die Lateiner kein Französisch konnten, haben wir uns in Gruppen aufgeteilt in denen jeweils die gleiche Anzahl von Lateinern und Franzosen vorhanden war. Auch für die Salzfelder haben wir kleine Vokabelzettel bekommen. Dort waren wir nämlich auch. Leider hat es
geregnet, deshalb konnten wir leider nicht auf die Felder gehen und zusehen, wie man Salz erntet.
Was waren denn eure schönsten Erlebnisse?
Am schönsten hat uns die gemeinsame Zeit am Strand gefallen. Wir durften leider nur bis zu dem Bauchnabel ins Wasser, da keine zwei Sportlehrer da waren, die uns beaufsichtigen konnten, aber das hat die Atmosphäre nicht weiter beeinträchtigt. Auch die Stadtrallye durch Guérande hat uns besonders gefallen, denn so konnten wir viele Sachen über diese Stadt lernen und dabei viel Spaß haben. Unsere Projekte haben auch sehr viel Spaß gemacht und unser Interesse geweckt.
Welche Projekte waren das denn?
Schüler und Schülerinnen: Da war einmal das Projekt Obstsalat, was wir ja schon erwähnt haben und dann hatten wir noch das Projekt Aquarium. Da haben wir zunächst Meerestiere gefangen, um sie dann in ein Aquarium zu setzen und sehen wie sie sich entwickeln. Das alles wurde von einer Meeresbiologin beaufsichtigt. An einem Tag hatten wir das Projekt Kunst: wir haben Leinwände bemalt und konnten diese dann mit Muscheln und anderen gefundenen Sachen schmücken. Einige unserer Bilder sind auch im Foyer zu bewundern.
Habt ihr denn auch typisches französisches Essen ausprobiert?
Ja, auch das haben wir gemacht. In der Jugendherberge gab es jeden morgen Baguette mit Butter und Müsli zum Frühstück. An einem Abend gab es Meerestiere zu essen, was den meisten jedoch nicht besonders geschmeckt hat. Wir konnten sogar an einem Tag bei einem Austernzüchter Austern „schlürfen“, doch auch das hat den
meisten nicht geschmeckt. Da ist uns die deutsche Küche schon lieber.
Wurde die Klassenfahrt denn auch nachbereitet?
Wir haben uns während der letzten beiden Tage mit einem “Journal de Bord“, einer Art Tagebuch, beschäftigt und haben uns überlegt, wie man unsere Erfahrungen und Erlebnisse am besten darstellen kann. Jetzt sind unsere Bücher fertig und jeder hat eine individuell gestaltete Erinnerung an unseren Aufenthalt in Frankreich.
Die nachfolgenden Fotos stammen von den Austauschschülern und unserem Fotografen Hauke-Christian Dittrich.





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