Ja, er ist es. Ja, Jannes Stubbemann (Klasse 10b) ist ein “stiller Star” des Alten Gymnasiums Oldenburg.
Nicht nur schulisch ist Jannes auf der Überholspur (Preisträger des Angelus-Sala-Preises im Fach Chemie), sondern auch sportlich läuft es für den 15-jährigen hervorragend. Er ist ein erfolgreicher Schwimmer des Wardenburger Schwimmclubs und nimmt an zahlreichen Wettbewerben teil.
Es war eine große Freude für mich, dieses interessante Interview mit Jannes führen zu dürfen.
“KONDITION Jannes Stubbemann legt beim 24-Stunden-Schwimmen 33 300 Meter im Wasser zurück” (NWZonline) oder “Jannes ist der erste Wardenburger Schwimmer seit fünf Jahren, der bei einer Deutschen Meisterschaft startet” (Sonntagszeitung Landkreis Oldenburg).
Was empfindest du wenn du diese Aussagen hörst?
Es freut mich natürlich, so etwas in der Zeitung zu lesen. Ich bin froh, dass ich einen relativ kleinen Schwimmverein wie den Wardenburger SC bei Deutschen Meisterschaften vertreten kann. Andererseits setzen einen solche Zeitungsartikel auch ein wenig unter Druck, da die Erwartungshaltung, gute Leistungen zu erbringen, durch solche Berichterstattungen steigt. Oft werde ich auch von Bekannten auf diese Artikel angesprochen, die im Landkreis Oldenburg wohnen, was mich immer sehr erfreut. Von Bäcker Bruno habe ich letztens sogar wegen eines Artikel einen Gutschein von über 30 Euro bekommen.
Seit wann übst du diesen Sport aus und wie oft tranierst du in der Woche?
Im Verein schwimme ich seit dem ich acht bin. Mit dem Schwimmen als Leistungssport habe ich dann mit zehn angefangen. Im Moment trainiere ich “nur” 5- 6 Mal in der Woche, weil ich mehr wegen der hohen Schulbelastung nicht schaffe. Früher habe ich bis zu acht mal in der Woche trainiert.
Was war dein bislang größter sportlicher Erfolg?
Ich würde sagen, dass war letztes Jahr der 11. Platz in meinem Jahrgang bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften über 200m Rücken. Diese Platzierung ist für mich mehr Wert als ein Landestitel.
Bist du nervös vor solchen Events?
Ja, auf jeden Fall! Es passiert auch öfter mal, dass ich vor kleineren Events ziemlich nervös bin. Aber unmittelbar vor einem Start bei den Deutschen Meisterschaften bin ich immer sehr nervös.
Du hast gerade die schulische Belastung angesprochen. Sowohl die Schule zu meistern (zu Zeiten des Turboabiturs), als auch Hochleistungssport zu praktizieren ist für viele eine schier unmögliche Kombination. Wie verbindest du diese beiden sehr anspruchsvollen und zeitaufwendigen Beschäftigungen?
Das ist wirklich nicht leicht. Donnerstags habe ich bis viertel nach fünf Schule, da ist Training unmöglich. Die Trainingseinheiten liegen immer ungefähr zwischen 17:00 und 20:00. An den anderen Tagen, an denen ich lange Unterricht habe, bin ich dann immer etwas über eine Stunde zuhause, bis ich zum Training muss. Hausaufgaben erledige ich dann nach dem Training und wenn Klausuren anstehen, schaffe ich es an dem Tag davor meistens nicht mehr zum Training.
Dein Zeitmanagement beweist, dass du auch in der Schule sehr erfolgreich bist. Am 4. Dezember hast du den Angelus-Sala-Preis für Chemie erhalten. Ist dir Schule wichtiger als das Schwimmen?
Ja, Schwimmen ist mir schon sehr wichtig. Aber Schule geht vor!
Jannes, eine letzte Frage, die ich dir gerne stellen würde: Viele Schüler und Schülerinnen beneiden dein Multitalent. Verrätst du ihnen dein Geheimnis, wie du das alles unter einen Hut bekommst?
Ich weiß nicht, ob es viele beneiden. Wie ich das unter einen Hut bekomme? Kann ich dir nicht sagen, ich habe kein Geheimnis. Ich denke, man braucht nur den Willen dazu und natürlich ein bisschen Ehrgeiz, das auch durchzuziehen.
Im Namen der AGO-Homepage-Redaktion bedanke ich mich bei dir für dieses aufschlussreiche Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg (sei es in der Schule oder im Schwimmbecken)!
(Dieses Interview führte unser Redakteur Mario Debiec am 17.12.2008)