Altes Gymnasium Oldenburg

Vorhang auf für Neele Müller

In unserer Reihe “Die stillen Stars” stellt unsere Redakteurin Cathia Göbel heute Neele Müller vor.
Wer wünscht sich nicht manchmal, reich und berühmt zu sein? Neele Müller aus dem 13. Jahrgang ist auf dem besten Weg dahin. Schon seit ihrer Kindheit ist sie begeistert von den musischen und künstlerischen Dingen, die ihr das Leben bietet und stürzte sich eifrig aufs Tanzen, Geige spielen und Schauspielern. Irgendwann galt es, sich zu entscheiden, und so fasste Neele den Entschluss, sich hauptsächlich dem Jugendclub des Oldenburgischen Staatstheaters zu widmen.
neele.jpgIhr Austauschjahr in Amerika festigte nochmal ihre Ansicht, dass das Schauspiel ihre größte Leidenschaft und ihr ausgeprägtestes Talent ist. Dort nahm sie an zahlreichen Speech-Drama-Wettbewerben teil, bei denen die jugendlichen Schauspieler vor einer Jury einen Monolog vortragen und bei guten Leistungen am nächstgrößeren Turnier teilnehmen dürfen. Neele schaffte es dabei, die State-Ebene zu erreichen und gehörte damit zu den Besten in gesamt Montana.
Nach diesem Erfolg war klar, so muss es auch in Deutschland weitergehen, und das tut es genauso viel versprechend. Mit dem Jugendclub arbeitet sie jährlich ein Stück in Eigenregie aus, das im Sommer aufgeführt wird. Das heißt für Neele noch neben der Schule drei Stunden in der Woche mit ihrer Gruppe die Szenen auszuarbeiten, sich Schauspielübungen zu unterziehen und in den Ferien an Theaterfahrten teilzunehmen. Hauptsächlich erproben sich die Jugendlichen dabei in der Improvisation von Dialogen. „Es muss nicht immer lustig sein,“ meint Neele „es kommt viel mehr darauf an, dass es Sinn ergibt und überzeugen kann.“ Durch die verschiedensten Situationen lernen die angehenden Schauspieler aus sich herauszukommen und nichts peinlich zu finden.
Bisher hatte Neele immer Glück mit ihren Rollen und durfte stets wichtige Personen in den Jugenclubstücken spielen, was sicherlich auf ihr ausgeprägtes Talent zurückzuführen ist. Sie schaffte es sogar, den Leiter des Schauspiels „Zugvögel“, das 2008 im Oldenburger Schloss aufgeführt wurde, so sehr von sich zu überzeugen, dass sie spontan noch mit in das Stück über die Oldenburger Bürger eingebaut wurde. Diese Erfahrung, vor allem der Applaus des Publikums, ist Neeles schönstes Erlebnis seit Beginn ihrer Karriere, obwohl oder gerade weil sie dafür ihre gesamten Sommerferien opferte.
Zwischendurch tritt sie hier und da auch noch bei anderen Veranstaltungen auf, z.B. in der EWE-Arena für die Oldenburger Kinderuni, und hilft sogar ehrenamtlich in ihrer Gemeinde, das weihnachtliche Krippenspiel zu perfektionieren.

Nach ihrem Abi will Neele anfangen Schauspieleinzelunterricht zu nehmen und sich an Schauspielschulen zu bewerben. Ihr großes Ziel ist es, einmal eine erfolgreiche Filmschauspielerin in deutschen Produktionen zu sein und damit ihr Hobby zum Beruf zu machen. Auch wenn sie weiß, dass die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch sein mag, sie lebt ihren Traum und will sich nicht so schnell unterkriegen lassen.


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