„Was will ich später einmal werden?“ – es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich das nicht irgendwann in seinem Leben fragt oder gefragt hat. Da sind – vor allem auf Grund der hohen Spezialisierung einzelner Berufszweige – heutzutage Entscheidungshilfen willkommen. Das Programm MINToring, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) ins Leben gerufen wurde, soll Schülerinnen und Schüler, die sich für Naturwissenschaften interessieren, zu einem Studium in den MINT(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)- Fächern motivieren und die Studienentscheidung unterstützen.
Das Programm beginnt zwei Jahre vor dem Abitur und endet nach dem ersten Studienjahr. Es richtet sich vor allem an unentschlossene angehende Abiturientinnen und Abiturienten. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden dabei so genannten MINToren zugeteilt – Studenten aus den MINT–Fächern, die den Schülerinnen und Schülern Frage und Antwort stehen und lokale Programmaspekte organisieren. Dazu gehören Unternehmensbesichtigungen (z. B. bei der EADS) und auch die Anmeldung bei Vorträgen, beispielsweise im Rahmen von „Physics in the City“, die in der Universität oder in der Stadt stattfinden. Im jetzigen 12. Jahrgang der Projektbeteiligten von MINToring in Oldenburg ist jeder MINTor für sechs oder sieben Schülerinnen und Schüler zuständig. Unabhängig davon organisieren die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung so genannte „Camps“, in denen den Schülerinnen und Schüler bestimmte MINT-bezogene Themen nahe gebracht werden sollen. Im März dieses Jahres fand zum Beispiel ein „Camp“ zum Thema Küstenschutz statt.
Die Laufzeit des Projekts geht vom 01. September 2007 bis zum 31. August 2012. In dieser Zeit sollen in jeder der sieben teilnehmenden Städte Dresden, Karlsruhe, Kiel, Saarbrücken, Siegen, Stuttgart und Oldenburg in drei Jahrgängen dreißig Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Dabei wird die SDW jeweils von einem lokalen Partner unterstützt; in Oldenburg ist dieses Unternehmen die EWE Aktiengesellschaft.
Momentan nehmen in Oldenburg 63 Schüler aus zwei Jahrgängen am Projekt teil, bundesweit sind es 369. Abgesehen von den drei vom Alten Gymnasium – Norman Caspari, Felix Maischner und Friederike Schulze – gibt es in Oldenburg auch Projektbeteiligte an der Cäcilienschule, der Graf-Anton-Günther-Schule, dem Gymnasium Eversten, der Helene-Lange-Schule, dem Herbartgymnasium, der IGS Flötenteich, der KGS Rastede, der Liebfrauenschule und am Neuen Gymnasium. Das Mädchen-Jungen-Verhältnis ist in Oldenburg etwa ausgeglichen, im Schnitt liegt es jedoch bei eins zu zwei.
Das Projekt ist offizieller Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung „Aufstieg durch Bildung“.
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