Altes Gymnasium Oldenburg

Deine Ideen verändern

Deine Erfindungen können anderen Menschen helfen, sie können Neugierde an der Wissenschaft wecken und sie können Menschen dazu bringen, anderen ebenfalls das Leben leichter machen zu wollen.

Unter diesem Motto öffnete auch dieses Jahr wieder die Ideen-Expo ihre Pforten und motivierte die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs Rastertunnelmikroskopie dazu, sich mit ihrem selbst gebauten Mikroskop als Aussteller zu bewerben.

Knapp an der Teilnahme vorbei geschrammt, gewann der Kurs jedoch einen Besuch der Expo, wo sich die Werke der Mitstreiter und die neusten Technologien niedersächsischer Institutionen in fünf verschiedenen Themenbereichen bewundern ließen.

Kaum angekommen, wurde das Seminarfach, begleitet von seiner Lehrerin Frau Beckhaus und Herrn Deckarm, sowie drei naturwissenschaftlich begeisterten Schülerinnen aus der Mittelstufe, sofort freundlich begrüßt und auf eine Führung über das Messegelände eingeladen. Doch selbstverständlich nicht, ohne vorher mit leckeren Lunchpaketen versorgt zu werden und ein Foto der Gruppe zu machen.

Gestartet wurde im Bereich Energie. Von den aktuellsten Erfindungen im Bereich Solar- und Windenergie, zum Beispiel verschiedenste Turbinenalternativen, über ein Modell zur Erdgasförderung bis hin zur Kernkraft, ließ sich hier alles finden. Dabei ging es vor allem darum, wie sich die Energie, die uns zur Verfügung steht, noch effizienter nutzen lässt. Den Besuchern war es dabei unter anderem möglich, eigene Energiekonzepte zu erstellen und zu überprüfen oder an einem Miniaturmodell nach Erdöl zu bohren. Außerdem konnte man sich einen Schlüsselanhänger in Form eines Windkraftsflügel bauen. Dazu wurde GFK bereitgestellt, aus dem auch die richtigen Flügel produziert werden.

Weiter ging es in den Bereich Kommunikation. Dort zog vor allem ein original Tonstudio die Zuschauer an. Wer mochte, konnte hier unter Anleitung von professionellen Musikproduzenten mit seiner Gruppe einen eigenen Song komponieren, mischen und am Ende auf einem USB-Stick überspielen lassen.Genauso anziehend war die Bluebox, mit der sich der Besucher als Fernsehmoderator probieren konnten und einmal am eigenen Leib erfuhren, wie schwierig es ist, sich einem virtuellen Hintergrund anzupassen. Außerdem ließ sich dort ein von Schülern selbst entwickeltes Modell für Blinkanlagen beim Roller finden. Der Blinker und der Rest des Rollers „kommunizieren“ dabei wie bei einem Auto miteinander und sorgen dafür, dass sich der Blinker von alleine nach dem Abbiegen ausschalten kann.

Im Bereich Mobilität ließen sich vor allem die neusten Erfindungen für Automobile entdecken. Darunter auch das Intelligente Verkehrssystem des oldenburger OFFIS, bei dem das Auto selbst auf die Umwelt und mögliche Gefahrensituationen reagiert, um den Fahrer in unübersichtlichen Lagen zu unterstützen. Schlangen bildeten sich bei diesem Themenbereich vor allem bei einem Rennspiel, bei dem das Auto nicht, wie zu Hause üblich, mit Tastatur oder Joystick gesteuert wurde, sondern der Fahrer in einem richtigen Fahrzeug saß und dieses auch originalgetreu bedienen musste. Besonders faszinierend war auch ein Roboter, der sich synchron zu dem Menschen bewegt, der ihn steuert. Möglich gemacht wird dies nur durch einen speziellen Anzug, den die Person trägt. Um auch Besuchern dieses Erlebnis zu ermöglichen, wurde ein Armaufsatz produziert, der sich leichter anlegen ließ.

Leben und Umwelt hieß die nächste Abteilung. Dort wurde die Gruppe zu einem Magnetresonanztomographen geführt, der mit Hilfe von Magnetfeldern detailreiche 3D-Aufnahmen des Körperinneren machen kann, sowie zu den neusten Ultraschallgeräten, die der Betrachter selbst anhand von verschiedenen Beispielen ausprobieren konnte. Daneben ließen sich noch weitere medizinische und umweltschonende Ideen finden, wie zum Beispiel Kohlefilter für verschmutztes Wasser oder Hybridtechnologien. Dabei fiel vor allem eine Idee für künstliche Lungen, die die Zeit bis zu einer Lungentransplantation überbrücken sollen, ins Auge. Diese soll mit Endothelzellen bestückt werden, die dem Körper vorspielen, es handele sich um einen Teil von ihm und so eine Blutgerinnung, die sonst bei künstlichen Stoffen ausgelöst wird, verhindern.

Der letzte Bereich war die Produktion. Kaum zu übersehen war dort, das lebensgroße Modell eines Autos, wie es sich auch in einem Entwicklungsbereich jedes Fahrzeugherstellers finden ließe. Live wurde dieses ausgebessert und verfeinert, während an einem Tisch daneben, professionelle Zeichner Skizzen für weitere Autos entworfen und den Zuschauern vorstellten. Sonst ließen sich viele Stände zum Thema Stahlproduktion finden. Es wurde zum Beispiel gezeigt, wie verformbar und recycelbar das Material ist und wie es verarbeitet werden kann. Passend dazu eröffnete sich den Besuchern die Möglichkeit, einen Schmetterling aus dem beliebten Material zu formen oder sich in Löt- und Schweißarbeiten zu erproben. Zwischen dem Metall stach die Idee von leuchtenden Textilien hervor. Dabei war es unter Anleitung möglich, selbst Lichtleitfasern in Textilstücke zu weben und so Kreativität und Geschick unter Beweis zu stellen.

Nach der Führung hatte die Gruppe noch genügend Zeit, sich selbst ausführlich auf dem Messegelände umzuschauen und sich an den Ständen über mögliche berufliche Chancen zu informieren. Sowohl die Vertreter der Universitäten als auch der Ausbildungsbetriebe standen bereit, jegliche Fragen zu beantworten und die Schülerinnen und Schüler mit Informationsmaterial über Studiengänge oder Ausbildungswege zu versorgen. Wem das noch nicht reichte, dem bot sich auch noch die Möglichkeit, Reden von Professoren, Ingenieuren oder anderen Vertretern wissenschaftlicher Berufe an der Vision-Zukunft-Bühne zu lauschen.

Wer mehr auf Unterhaltung aus war, fand sich schnell bei der Showbühne wieder, auf der live Experimente vorgeführt wurden oder unterschiedliche Firmen weitere Projekte und Ideen vorstellten.

Alles in allem war für jeden Besucher etwas dabei und der Ausflug für die Schülerinnen und Schüler ein großer Erfolg, vor allem im Hinblick auf die nach dem Abitur anstehende Berufswahl.


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