Altes Gymnasium Oldenburg

Präsenztag – gut besuchte oder halb leere Schule?

War der 1. BOGn-Präsenztag ein Erfolg? Diese Frage kann man gerne mit Ja beantworten. Schon allein im Anbetracht der Unklarheiten, die am 04. Februar herrschten, und der Tatsache, dass immerhin, nach und nach, über die Hälfte der Schüler den Weg zur Außenstelle Osternburg gefunden hat.
Um 6 Uhr hieß bei dem einen oder anderen Radiosender und NWZ online, Stadt Oldenburg hätte schulfrei. Doch der Schuldezernent Martin Schumacher entscheidet sich gegen den Rat der Polizei. So steht um 7 Uhr fest: Der Unterricht an der GAG fällt aus, beim Rest nicht. Und schon entsteht ein wundervolles Bild – Schule findet statt, Schule ist leer. Diese Erfahrung machte auch das Alte Gymnasium. Mit anfänglichen 30 anwesenden Zehntklässlern war die Veranstaltung außergewöhnlich gut bedient, da die Medien dem Verlauf der Entscheidungen nicht schnell genug folgen konnten. Chaos pur.

Schnell reagierten aber die Mitarbeiter des Institutes für Ökonomische Bildung (IÖB), die das Programm vorbereitet hatten. Die Präsenzveranstaltung wird eben gekürzt: Aktion, Reaktion! Dann wird einfach bei den nächsten Veranstaltungen das Weggefallene nachgearbeitet.

An sich war das Programm differenziert gestaltet: erst Einführung in das Thema Berufsorientierung durch eine Mitarbeiterin der Arbeitsagentur, dann Projektvorstellung, gefolgt von der Analyse der Ergebnisse eines Kompetenztestes und schließlich die Auswertung von Stellenanzeigen. Die Klassen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die 21 Schüler aus 10C als eine Gruppe und die 26 aus den beiden anderen Klassen als die andere. In diesen Aufteilungen wurde später nach der zweistündigen gemeinsamen Einführung gearbeitet.

Das BOGn-Projekt (Berufsorientierung an allgemeinbildenden Gymnasien in Oldenburg) läuft am AGO bereits zum zweiten Mal. Den ersten Jahrgang bildeten die jetzigen elften Klassen. Dazu gehören neben drei Präsenzveranstaltungen auch die KODE-Analyse und der berühmte geva-Test. Das Ziel, die Idee dieses Konzeptes ist die Berufsorientierung. Im Idealfall bedeute es, man wüsste Bescheid, welchen Weg man einschlagen wird und wie er zu beschreiten ist. Angeregt durch den Doppelabiturjahrgang 2011 und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Stellensuche am Arbeitsmarkt entschied sich die Arbeitsagentur freundlicherweise, die künftigen Schulabgänger unter ihre Fittiche zu nehmen; im Klartext steht das für die Finanzierung des geva-Testes und einen Teil des restlichen Rahmenprogramms. Nach positiven Rückmeldungen fiel die Entscheidung über die Fortsetzung des Projektes auch bei den diesjährigen 10 Klassen.


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