Altes Gymnasium Oldenburg

„Mädchen und Technik? JA!“– 2. Präsenztag des BOGn-Projekts im 10. Jahrgang

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„Frauen und Technik – das kann doch nicht passen!“ Das ist eins von vielen Klischees, mit denen sich die 10. Klassen heute in einem Gastvortrag unter anderem auseinandersetzten. Im Großen und Ganzen ging es eigentlich um berufliche Perspektiven und die Erkennung der Anforderungen von Berufschancen; auch der ausgewertete geva-Test sollte kurz besprochen werden. Dies fand am Dienstagvormittag für den ganzen Jahrgang im Rahmen des BOGn-Projekts statt (Berufsorientierung an Gymnasien).

Los ging es mit ein paar sehr konkreten Ratschlägen in Sachen Berufserkundung und –findung. Diverse Internetportale wurden kurz besprochen und eine Liste mit nützlichen Links an uns ausgeteilt.

Schon folgte auch der genannte Gastvortrag von Frau Loers (Agentur für Arbeit Oldenburg) zum Thema „Alles Frau? Oder Mann? Oder was?“ oder auch in anderen Worten: „Berufsorientierung unter geschlechtsspezifischen und arbeitsmarktlichen Gesichtspunkten”. Der Vortrag beschäftigte sich mit der klischeehafte Einordnung der „Frau“ als Kindergärtnerin, warnte jedoch eindringlich vor solchen falschen Zwängen der Gesellschaft. Schließlich kamen wir zu dem Ergebnis, dass die meisten sich doch noch nicht allzu sehr von diesen Vorurteilen überzeugen lassen.

Um die veralteten Bilder noch ein wenig rostiger aussehen zu lassen, sahen wir ein kurzes Interview mit dem berühmten Zukunftsforscher Matthias Horx, der keinen Megatrend in einer exakten Branche voraussah, aber viele Fähigkeiten des futuristischen Arbeiters und Entwicklungen des allgemeinen Arbeitsmarktes kundgab. Wichtig waren hier vor allem die oft gepriesenen „sozialen Kompetenzen“ (Teamfähigkeit, Flexibilität etc.) und die neue Arbeitsorganisation (Mobilität; Freizeit und Arbeit verschwimmen mehr und mehr).

Um anscheinend gleich ein bisschen zu üben, fingen wir nach einer Pause an, in Gruppen Informationen zu bestimmten Branchen, die in unserem Interessengebiet lagen, zu erarbeiten, von einer  Präsentation gefolgt.

Schließlich gab es noch ein paar kurze Informationen zu den verschiedenen Angeboten, die Abiturienten mehr oder weniger zu Füßen liegen. Eine gewisse Vielfalt erstaunte uns alle, da die meisten sich noch nicht eindeutig sicher waren, wie die große Frage „Wie geht es weiter?“ zu beantworten sei.

Und, ja, da war auch der geva-Test, den wir kurz besprachen und Feedback äußerten. Die meisten schienen sich jedoch entweder bestätigt zu fühlen oder in der Tat neue, eher unbekannte Ausbildungs- oder Studienplätze entdeckt zu haben.

Nach einer kurzen Kritikrunde des Tages war die Veranstaltung, zumindest für Dienstag, abgeschlossen, doch am 5. Oktober wird der 3. Präsenztag folgen, der durch eine Vorstellung des  Hochschulauswahlverfahrens und weiteren studienspezifischen Aspekten zum Thema Studium (und Finanzierung etc.) weitere Informationen bereithält.

Das BOGn-Projekt schließt aber auch eine Berufserkundung ein, die für alle Zehntklässler verpflichtend ist. Mehr Informationen hierzu und zu dem Projekt generell gibt es hier: www.berufsorientierung-gymnasium.de

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