Ein Jahr lang haben die Schüler des WP-Kurses Jahrgang 9 Physik/Chemie unter der Leitung von Frau Beckhaus fächerübergreifend als “AGO-Energiesparfüchse” gearbeitet. Das heißt, sie waren Energielecks auf der Spur und sind der Frage nachgegangen: Wo könnte Energie am AGO eingespart werden?. Dazu wurde z.B. mit Hilfe eines Energiesparkoffers, der durch den RWE Wettbewerb “Pack’s an!” zur ständigen Ausleihe zur Verfügung gestellt wurde, der Verbrauch von elektronischen Geräten, z.B. beim Schulassistenten, gemessen, mit einer Wärmebildkamera das Schulgebäude in der Roonstraße in Augenschein genommen, die Kohlenstoffdioxidkonzentration in Klassenräumen mittels einer neu angeschafften Lüftungsampel geprüft und auch eine kostengünstigere Alternative für die Aulabeleuchtung ausfindig gemacht.
Die Ergebnisse mit einer Handlungsempfehlung wurden der Schulleitung, den AGO-Schülern und Lehrern, dem Hausmeister und Gästen aus der UNI Oldenburg und anderen Schulen Oldenburgs und Delmenhorsts am 29.04.2010 an einem Präsentationstag und der Schulverwaltung am 03.06.2010 vorgelegt.
Für die Erkundung des Energieverbrauchs und das Überlegen von Verbesserungsmaßnahmen wurde der Kurs in verschiedene Gruppen eingeteilt.
Gruppe Biologieräume: Die Gruppe hat sich vor allem mit dem Temperaturproblem in den Biologieräumen beschäftigt, die sich im Sommer auf über 30°C erhitzen. Die erste Lösung der Gruppe war eine Wasserkühlung auf dem Dach, die nach unserem Präsentationstag durch die Besucher schnell ausgebaut wurde. Vorschlagen wurde zum Beispiel der Aufbau von Solarzellen auf dem Dach, die somit eine Wasserpumpe antreiben könnten.
Gruppe Verwaltung: Diese Gruppe hat sich mit der Energieeffizienz der elektrischen Geräte in der Verwaltung beschäftigt, insbesondere im Büro des Schulassistenten. Sie sind zu folgenden Ergebnissen gekommen: Die Heizung des Schulassistenten wird nicht benutzt, da die Geräte (zwei Kopierer, ein Drucker, etc.), wenn sie in Betrieb sind, genügend Wärme abgeben. Durch einen Vergleich der Anlaufenergie und des „Energieverbrauchs“ der Geräte im Standby und ‚An’-Modus ist die Gruppe dazu gekommen, dass es sich lohnt, den Standby-Modus zu vermeiden und die Geräte jedes mal neu hochzufahren, wenn man sie braucht.
Gruppe Klassenräume: Mit der eigens angeschafften CO2-Ampel, wurde von der Gruppe der CO2-Gehalt in Räumen gemessen und überprüft ob der vom Gesundheitsamt festgelegte Grenzwert erreicht bzw. überschritten wird. Da der Grenzwert oft schon während einer Unterrichtsstunde überschritten wird, haben sie sich überlegt, wie das Problem gelöst werden könnte. Die Ampel wurde wöchentlich an verschiedene Klassen zu verliehen, damit Schüler und Lehrer in einen Rhythmus kommen und ungefähr wissen, wann sie lüften müssen. Die beste Variante ist das Querlüften, bei dem Türen und Fenster gleichzeitig für kurze Zeit weit geöffnet werden. Durch richtiges Lüften in Klassenräumen aber wird nicht nur der Anteil der frischen Luft und damit die Leistungsfähigkeit der Schüler erhöht, sondern auch bis zu 15% Heizenergie gespart.
Gruppe Energieversorgung: Die Gruppe Energieversorgung hat mit einer Umfrage untersucht, wie viel die Schüler des AGO über Energieträger Bescheid wissen. Auf die Ergebnisse der Umfrage gestützt wurde eine Präsentation über einige Energieträger vorbereitet und von der Gruppe am 29. April im Foyer vor Schülerinnen und Schülern vorgestellt.
Gruppe Roonstraße: Der Auftrag der Gruppe bestand darin, die Energielecks im Schulgebäude an der Roonstraße zu bestimmen und Vorschläge zur Verbesserung zu finden. Durch eine thermografische Analyse, die von der EWE gesponsert wurde, konnten die Mängel erkannt werden. Zum Schluss wurden die Ergebnisse und mögliche Lösungen der Probleme in einer Präsentation zusammengefasst, die ebenfalls am Präsentationstag vorgestellt wurde.
Gruppe Mensa: Die Gruppe hatte die Aufgabe, diverse Geräte in der Mensa zu analysieren und zu versuchen, durch bestimmte Vorgänge Energie zu sparen. Es wurden die Gesamtkosten für die Zubereitung der Speisen errechnet.
Empfehlen Sie diesen Artikel weiter: