Altes Gymnasium Oldenburg

Kursfahrt in das Heilige Land

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Ein Jahr hatte der Kursleiter Herr Witte seine Schüler im Seminarfach „Israel“ auf die Reise in eben jenes Land vorbereitet. Aus diesem Grund war den Teilnehmern bereits im Vorhinein klar, dass dieKursfahrt ein Höhepunkt der Oberstufenzeit, wenn nicht sogar der gesamten Schulzeit werden sollte.

Auf dem zwölftägigen Programm stand eine Rundreise durch das ganze Land, unter anderem mit Stationen in der Hauptstadt Jerusalem und Oldenburgs Partnerlandkreis Mateh Asher. Zunächst ging es für die Gruppe, die neben Herrn Witte von Frau Genzen begleitet wurde, von Hamburg mit dem Flugzeug nach Tel Aviv. Die Mittelmeermetropole, die man umgangssprachlich auch „The Bubble“ nennt, da man hier mit den politischen Problemen Israels kaum konfrontiert wird, ist die größte Stadt des Landes und bot den Schülern ein vielfältiges Programm. Tel Aviv besitzt mit über 4000 Gebäuden im Bauhausstil das größte Ensemble dieser Art, das aus diesem Grund sogar zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden ist.

Weitere Besichtigungsziele waren der Hafen in Jaffa, einer der ältesten Handelshäfen der Welt, und der Azrieli Towers, des zweithöchsten Gebäuden Israels. Natürlich hatten auch alle die Möglichkeit, bei den heißen Temperaturen von über 30°C im Mittelmeer baden zu gehen oder sich am Sandstrand einfach nur zu sonnen. Der dreitägige Aufenthalt in Tel Aviv stand im starken Kontrast zur nächsten Station der Reise: Jerusalem.

Zwischen engen Gassen mit dem lauten Treiben der Einheimischen im Arabischen Viertel der Altstadt liegt das Österreichische Hospiz, das die nächste Herberge der Gruppe war und von dessen Dach man einen sehr schönen Blick über den gesamten alten Teil Jerusalems genießen kann. Durch die zentrale Lage konnten von hier sämtliche Sehenswürdigkeiten, wie die Klagemauer, die Grabeskirche und der Tempelberg mit der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom schnell erreicht werden.

Ein Vormittag wurde in Yad Vashem verbracht, der bedeutendsten Holocaust Gedenkstätte, wo auf einem 18 Hektar großen Gelände an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert wird. Das Ziel der nächsten Etappe war die Jugendherberge an der Quelle En Gedi am Toten Meer in der Wüste Negev. Von hier aus wurde eine Wanderung zum David Wasserfall unternommen, dessen Wasser bei den wiederum heißen Temperaturen beim Baden für Erfrischung sorgte.Im Gegensatz zum Toten Meer, das zwar aus Neugierde von keinem ausgelassen wurde, aber durch die hohe Wassertemperatur und dem hohen Salzgehalt ein eher badeunfreundliches Gewässer ist.

Für die letzten drei Tage ging es dann nach Mateh Asher, ein Landkreis im Norden Israels an der libanesischen Grenze, zu dem die Stadt Oldenburg bereits seit längerer Zeit eine Beziehung pflegt. Herr Witte hatte bereits vor der Fahrt Kontakt zur Kabri Manor Highschool im Kibbutz Kabri aufgenommen und für jeden Schüler eine Gastfamilie organisiert. Dies war eine sehr gute Gelegenheit, das israelische Leben auch einmal von innen, z. B. beim Shabbatessen, kennenzulernen. Zusammen mit den Gastgeschwistern wurden weitere Ausflüge unternommen.

Ein Ziel war unter anderem die libanesische Grenze, wo es möglich war, durch das Meer ausgespülte Höhlen in einem Kreidefelsen zu begehen. Nachdem am letzten Tag noch einmal die arabische Stadt Akko besucht wurde, musste der Kurs sich schon wieder verabschieden und den Weg Richtung Flughafen aufnehmen. Mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge konnte sich die Gruppe dann ins Flugzeug setzen, denn auf der einen Seite hatte jeder der Schüler wohl die anstrengendsten aber dafür auch abwechslungsreichten und beeindrucktesten zwölf Tage in seiner Schulzeit hinter sich.

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