Altes Gymnasium Oldenburg

10. Jahrgang simuliert EU in Wendgräben

Print Friendly

Politik einmal anders. So hieß es vom 30. Januar bis zum 2. Februar für viele Schüler aus dem zehnten und zwölften Jahrgang des Alten Gymnasiums. Obwohl es sich nicht um eine Pflichtveranstaltung  handelte, opferten 35 Schüler ihre Zeugnisferien, um das Experiment zu wagen und einmal in die Rolle von Abgeordneten oder Ministern zu schlüpfen. Möglich gemacht wurde diese Reise von der Konrad-Adenauer Stiftung, die Großteile der Organisation und Kosten übernahm.

Schon auf der Fahrt zum Hotel, einem alten Schloss in Wendgräben, 35 km östlich von Magdeburg, standen zwei spannende Highlights der Reise auf dem Programm. Der erste Halt war die Gedenkstätte Marienborn, der ehemalige Grenzübergang der DDR auf der A2. Einen Kontrast dazu stellte allerdings der zweite Zwischenstopp dar. Die individuelle Besichtigung des Magdeburger Doms war aber nicht weniger spannend.

Natürlich durfte auf einer politischen Studienfahrt die Besichtigung des Bundestages sowie des Bundesrates  auf keinen Fall fehlen. Dabei  haben alle eine Menge neuer Erkenntnisse über unser wichtigstes Staatsorgan in der Bundesrepublik  mitgenommen. Im Bundesrat durften die Teilnehmer nach einer kurzen Besichtigung  dann schon einmal in die Rolle von Ländervertretern schlüpfen und kurz über das Verbot von Alkohol für Jugendliche unter 16 debattieren.

Nach einer kurzen Einführung über die Institutionen europäischer Politik begann dann am nächsten Tag das eigentliche Planspiel. Die Schüler konnten sich aussuchen, ob sie im EU-Parlament, dem Europäischen Rat, bzw. in der Kommission sitzen, oder das ganze Geschehen als Presse kommentieren wollten. Diskutiert wurde in den einzelnen Gremien der Beitritt von Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina zur EU. Die Länder wurden ebenfalls  von je drei Schülern vertreten. Die Beitrittskandidaten stellten sich bei allen drei Gremien vor, worauf Kommission und Parlament die Chance hatten, Empfehlungen an den Rat auszusprechen, welcher am Ende die endgültige Entscheidung über den Beitritt treffen musste. Die Identifikation mit der Simulation war groß, sodass auch in den Pausen weiter diskutiert und Argumente ausgetauscht wurden. Bis  dann schließlich kurz vor der Abreise das Ergebnis verkündet wurde: Kroatien soll den Kandidatenstatus erhalten. Die beiden anderen Länder wurden auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet.

Dies könnte Sie auch noch interessieren

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter: Diesen Artikel weiterempfehlen


« Zurück zu den Artikeln