Altes Gymnasium Oldenburg

proMEM

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COMENIUS: Projekt und Ergebnis des ersten Jahres

Das erste Projektjahr des MEMORIAL PROJECT – proMEM geht zuende. In Ålesund, Norwegen wurde das Resultat vorgestellt: Ein gemeinsames Büchlein über Denkmäler an den Orten der Partnerschulen. Beteiligt waren

  • Die North Presentation Secondary School, Cork, Irland;
  • das Istituto comprensivo di Coreglia Antelminelli, Ghivizzano, Italien;
  • das Collège Michel de Montaigne, Périgueux, Frankreich;
  • die Skarbøvik Ungdomsskole, Ålesund, Norwegen;
  • das Alte Gymnasium Oldenburg, Deutschland.



proMem ist ein europäisches COMENIUS-Projekt (getragen von der EU):
Es heißt “proMEM: The memorial project”, mit dem Untertitel: “Wagen und Bewahren: Value the past – influence the future”.
Ziel ist die Erkundung und gegenseitige Präsentation von Denkmälern, die ein Stück Europa zeigen.

Das Ergebnis des ersten Jahres ist ein Buch von knapp 70 Seiten über je vier Denkmäler in jedem Partnerland:

  • eines, das eine Brücke zu einem der Partnerländer herstellt; für Oldenburg: italienische Hilfe (durch Antonio Labriola) beim Bau des Oldenburger Herbart-Denkmals;
  • einem, das europäischen Horizont zeigt; für Oldenburg: europäischer Einfluss auf Helene Lange;
  • einem, das von Unterdrückung und Geist der Menschlichkeit erzählt; für Oldenburg: der Erinnerungsgang am 10. November;
  • und einer “Kreativ-Ecke”; für Oldenburg waren das Kopien und Parodien über Horst Janssens Plakat “Knabe Oldenburg”.

Die Partnerschulen haben jeweils andere lokale Schwerpunkte gesetzt:

  • Die Irinnen berichten von Nano Nagle, der Schul- und Ordensgründen in der Zeit, als in Irland Schulunterricht verboten war.
  • Die Norweger erzählen vom großen Stadtbrand von Ålesund – und wie die Stadt mit Hilfe von Kaiser Wilhelm wieder aufgebaut wurde und ihm dafür ein Denkmal errichtete.
  • Die Franzosen erzählen von der Résistance im zweiten Weltkrieg.
  • Die Italiener erzählen von der Abschaffung der Todesstrafe durch Leopold II. im 18. Jahrhundert.

Unser “Projekt-Struktur-Plan” ist ein sogenannter “GITTERPLAN” (wir nennen es oft “gridwork”): Fünf Schulen, je vier Themen. So entsteht eine klare, einfache gemeinsame Grunstruktur, die viel Raum für die einzelnen Schulen lässt und auch nicht zerbricht, wenn eine Partnerschule es etwas anders macht.

Unsere COMENIUS-FORMEL: Es gab eine strenge Begrenzung: zu jedem ausgewählten Denkmal durfte nur eine einzige Seite geschrieben werden. Jede Seite sollte zweisprachig konzipiert werden, jeweils in der Nationalsprache und auf  englisch, das macht eine Doppelseite pro Denkmal, einschließlich Bildern. Außerdem sollte je eine Seite von der Partnerstadt handeln und eine von der Schule und der Klasse, wieder mit englischer Übersetzung.  Wenn also jede Schule vier Denkmäler behandelt und zwei Seiten über die Stadt, Schule und Klasse liefert (4+2), ergibt das mit englischer Übersetzung (x2), das ganze von 5 Schulen (x5): (4+2)x2x5=60. Dazu kommen noch Deckblatt, Innentitel und zwei Seiten Fotodokumentation, insgesamt knapp 68 Seiten. Wenn also in arbeitsteiligen Gruppen gearbeitet wurde, hatte jede Gruppe nur eine einzige Seite zu liefern – das ist nun wirklich keine Überforderung -, und doch wurde daraus ein Buch von 60 Seiten! Das ist europäischer Mehrwert!

Auf diese Weise, so hoffen wir, entsteht ein “Erzähl-Netzwerk”, in dem Schulen einander aus ihrer Geschichte berichten und voneinander lernen.

Zum Schluss:

  • Im zweiten Projektjahr soll ein gemeinsamer Film gemacht werden, genauer: eine Folge von fünf Kurzfilmen, in dem ganz kleine Denkmäler “gesetzt” werden soll – und insgesamt ein kleines europäisches Denkmal europäischer Zusammenarbeit.
  • Einige wenige Restexemplare “proMEM: Schüler machen ein europäisches Denkmals-Buch” sind im Sekretariat für 8EUR erhältlich.
  • proMEM ist das dritte COMENIUS-Projekt, das das Alte Gymnasium durchführt, das vierte, an dessen Planung das Alte Gymnasium beteiligt war. Das erste war das EURopera-Projekt / F.R.E.S.C.O. (“First Real European Students Collaborative Opera”, 1997-2000), das zweite war das Projekt “Kinder schreiben ein Händel-Buch”, 1998-2001). Ein drittes Projekt, “Waterways Connecting People”, hat das Alte Gymnasium wesentlich mit geplant, aber – der Topf war seinerzeit ausgeschöpft – keine Zulassung bekommen. Dennoch gibt es am AGO seit 1997 eine ziemlich kontinuierliche COMENIUS-Kontinuität.

 

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