Was braucht man – abgesehen von Inline-Skates –, um Oldenburg in eine dynamische Bewegung zu versetzen? Die Kunst. am Freitag, den 20. Mai, zog das Walk ´n´ Art einige tausend Oldenburger aus den Fernsehsofas und konzentrierte sie in der Peterstraße.
Das Schülerkulturfestival Walk ´n´ Art ging in die vierte Runde – wieder ein Riesenerfolg. Doch was ist eigentlich das Geheimrezept? Es werden benötigt:
- 11 Oldenburger Schulen
- 4 Standorte
- 1 große Wiese zum Zeltaufbauen
- mehrere Esslöffel engagierte Schüler
- eine gute Prise Organisatoren und Veranstalter
und zuletzt
- eimerweise Zuhörer
Dann nur noch umrühren… et voilà! Das Festival ist fertig und kann serviert werden. Am besten passen dazu Vorfreude und jede Menge Spaß; diese Extrazutaten machen das Festspiel noch schmackhafter.
Apropos servieren: Dies geschah mit drei Gängen, jeweils 30 Minuten lang. Hier präsentierten die Schulen ihre Konzerte. In den Pausen zwischen den Auftritten gab es Leichtkost, man wechselte den Standort (man „walkte“) und genoss zusätzliche Kunstdarbietungen, seien es Zirkusvorstellungen, Tanzeinlagen, Kostümpräsentationen oder weitere Musikaufführungen. Dies alles gab es in sechs verschiedenen Menüs, den so genannten „Walks“.
So entfaltete auch das AGO sein ganzes Können mit der „Mozartiade“, gleich zu Beginn in der Peterkirche. Nach einer kleinen Vorspeise, geliefert vom Oberstufenstreichorchester in Form der ersten beiden Sätze aus der „Kleinen Nachtmusik“, glänzte der Chor mit dem Hauptgericht. Die „Vesperae solennes de Confessore“ begeisterte das Publikum und ergatterte reichlich Beifall. Nach dem Auftritt ergriff der Pfarrer der Peterkirche das Wort und erfreute die Musiker mit seiner lebhaften Ansprache und motivierenden Ausrufen. Zum Schluss zitierte er Frau Möhlmanns Worte, die Musik am AGO beruhe ausschließlich auf Freiwilligkeit, und ergänzte von sich aus: „Und dies ist deutlich herübergekommen!“ Nach diesem zweifelhaften Lob verabschiedete sich das AGO und das Publikum strömte hinaus.
Walk ´n´ Art ist ein 2005 begründetes Projekt, bei dem die Oldenburger Jugend die Möglichkeit bekommt, ihre künstlerischen Seite einem breiten Publikum vorzustellen. Der Erlös geht zu 100% an die teilnehmenden Schulen.
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