Aulen voller Jugendlicher in Anzügen, viele Papiere in englischer Sprache und Sitzungen bis weit nach normalem Schulschluss sind nur einige der Merkmale der Planspielkonferenz „Oldenburg Model United Nations (OLMUN)“, die von 6. bis 9. Juni zum elften Mal in Oldenburg stattfand. Die Konferenz in diesem Jahr stand unter dem Motto „Changes and Challenges in a Globalised World“ (Veränderungen und Herausforderungen in einer globalisierten Welt).
Mit 600 Schülern aus über 15 Ländern (z. B. den USA, der Türkei, Rumänien, Russland oder Polen), die eigens zur OLMUN angereist waren und auf der Konferenz in die fiktiven Rolle eines Delegierten bei der UN schlüpften, und dem Organisationsteam brachte es die OLMUN in diesem Jahr auf insgesamt mehr als 800 Teilnehmern, die bei der Konferenz in verschiedene Tätigkeiten involviert waren, und brach somit alle Rekorde aus den Vorjahren.
Die OLMUN wurde im Jahre 2001 von Schülern des Alten Gymnasiums gegründet, nachdem diese das Berliner Pendant besucht hatten und selbst einmal eine „Model United Nations (MUN)“ ausrichten wollten. In den vergangenen Jahren ist das Alte Gymnasium immer sehr stark vertreten gewesen, was nicht zuletzt der hervorragenden Arbeit und Vorbereitung von Herrn Witte als „MUN-Director“ zu verdanken ist. Dieses Jahr war aus Sicht des AGO ein sehr besonderes, da drei Schüler als Komiteevorsitzende fungierten und zwei von vier Vorstandmitgliedern dieses Jahr am Alten Gymnasium ihr Abitur gemacht haben. Auch taten sich Schüler des AGO in der Rolle der Delegierten positiv hervor.
Jedes Jahr aufs Neue gelingt es dem Team, das die OLMUN schon viele Monate im Voraus plant, sehr viele Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren nach Oldenburg zu locken, die sich dann über relevante Themen der Weltpolitik austauschen. In acht verschiedenen Komitees wie dem Sicherheits- und dem Menschenrechtsrat wurde z.B. über Währungskriege, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft, dem Konflikt zwischen Israel und Palästina oder die Abfalllagerung von Elektroschrott diskutiert und eine Resolution zum Thema verabschiedet.
Neben der eigentlichen Konferenz bietet die OLMUN auch eine Vielzahl an Veranstaltungen, auf denen sich die Teilnehmer austauschen und von der Debatte am Tage erholen können. Dabei werden zwischen den Jugendlichen aus den vielen verschiedenen Ländern Erfahrungen ausgetauscht oder nette Gespräche geführt. So kommt auch es oft vor, dass viele Schüler auch bis weit nach der Konferenz noch in Kontakt bleiben oder sich bei anderen Planspielkonferenzen in Deutschland, Europa und der Welt wiedertreffen.
Die elfte Konferenz der Oldenburg Model United Nations war für alle Beteiligten ein großer Spaß und hat sie auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung weiter gebracht. Vielen hilft das Debattieren auf Englisch, selbstbewusster aufzutreten, sich besser zu artikulieren oder rhetorisch versierter zu sein. Die Teilnehmer der OLMUN 2011 freuen sich jetzt schon auf das nächste Jahr!
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