Altes Gymnasium Oldenburg

Die Kunst-AG stellt aus – „Nanas und mehr…“

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Viele Samstagvor- und -nachmittage hatte sich die Kunst-AG getroffen, um aus Draht und Pappmaschee große Frauenplastiken in Anlehnung an „die Nanas“ nach dem Vorbild Niki de Saint Phalles zu formen: übergroße, bunte, voluminöse, lebensfrohe, starke und selbstbewusste Frauenskulpturen.

Doch Achtung: das Motto der Kunst-AG lautete „Nanas und mehr“ und so kreierte jeder Kunst-AG-Teilnehmer seine eigene Figur, z. B. als Nana-Zitat, als Ausdruck seines eigenen Frauenbildes, oder als persönliche Darstellung einer alltäglichen Situation wie z. B. Ausgrenzung. Das heißt unsere Plastiken entsprachen zwar in der Aufbautechnik, aber nicht notwendigerweise in der äußeren Gestaltung den bekannten „Nanas“.

Die große Chance für uns, die noch „jungen Künstler“, die eigenen Plastiken öffentlich vorzustellen, bot sich in Form einer Ausstellung im Rahmen des Deutschen Präventionstages, einem Kongress, der am 30. und 31.Mai 2011 in der Weser-Ems-Halle stattfand.

Gezeigt wurden außer den Nanas auch Arbeiten aus dem Kunst-Unterricht des AGO zu den Themen „Farbe und Gefühl“, d.h. abstrakte Malerei mit Deckfarben (Klasse 5 und 6), und Kopfplastiken aus Ton (Klasse 10) zu dem Themenbereich Gewalt – in Form von Unterdrückung, Manipulation, Beeinflussung, etc.

Es stellt sich die Frage: Was haben unsere gestalteten Frauenplastiken mit Prävention zu tun? Die Nanas von Niki de Saint Phalle – und auch unsere Nanas aus der Kunst-AG – stellen eine Veränderung der traditionellen Frauenrolle dar. Diese Frauen sind lebensfroh, stark, selbstbewusst und frei. Sie weisen auf die Befreiung der Frau aus dem traditionellen Rollenbild hin und stärken das moderne Bild der Frau, das auch heute noch oft in Frage gestellt wird.

Es war interessant die Ausstellung aufzubauen, unsere Plastiken vorzustellen und interessierten Kongress-Besuchern unsere Arbeiten zu erklären. Mehrere Teilnehmer der Kunst-AG begleiteten die Ausstellung unserer Nanas persönlich.

Die Agentur Prevent belohnte die aufwendige Ausstellung der Nanas mit einem Betrag von 200,00 € für die Kunst-AG am AGO, die von Frau Geissler geleitet wird.

Zitate von Kunst-AG-Mitgliedern zu der Ausstellung:

Eva: „Mir gefällt die Ausstellung besonders gut, weil hier Gewaltprävention betrieben wird und wir gleichzeitig unsere Nanas ausstellen können. Außerdem macht es Spaß, die anderen Stände anzusehen.“

Lara: „Ich fand unserer Ausstellung sehr gelungen. Es war sehr interessant, wie viel für Gewalt- Prävention getan wird, aber leider wissen nur sehr wenige Menschen über diese Möglichkeiten Bescheid. Unsere „Nanas und mehr“ sind gut bei den Leuten angekommen und viele haben sich auch etwas mehr damit beschäftigt. Insgesamt hat mir alles sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt.“

Das war Ende Mai, und nun? Wir planen bald auch das AGO noch durch eine kurze Ausstellung im Foyer durch unsere „Nanas und mehr…“ zu erfreuen.

Flyer der Kunst-AG

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