Altes Gymnasium Oldenburg

Winken endete erst, als der Bus um die nächste Ecke gebogen war

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Austauschfahrt nach Gradignan/Bordeaux an unsere französische Partnerschule, das Lycée des Graves im Juni 2011

Aaaaa Gradignan badabmbada … Il y a tout ce que vous voulez à Gradignan… Das tönte auf der Fahrt von Oldenburg über Paris nach Gradignan durch den Bus, auch diesmal fast voll besetzt mit uns, 28 Schülern der 9.und 10. Klassen, die an dem Frankreichaustausch teilnahmen.

Nach einer relativ schlaflosen und stürmischen Nacht kamen wir in Paris an. Es regnete zwar, doch die Stadt mit ihrem Charme und kleinen Cafés bot uns dann doch noch einiges an    Sehenswürdigkeiten, Sandwiches und heißer Schokolade. Auch die kleine private Stadtführung von Max, dem Busfahrer, kam uns allen sehr zu pass,  bis der Regen wieder aufhörte.

Gegen Nachmittag ging es dann weiter. Gemischte Gefühle machten sich im Bus breit, und bei der Ankunft in Gradignan wurde jeder mit etwas Angst und gespannter Vorfreude in seine Gastfamilie entlassen.

Am nächsten Tag gingen wir mit unseren corres in die Schule, das heißt es war nicht wirklich Schule, da in Frankreich die Ferien bevorstanden; vom Unterricht haben wir deswegen leider nicht sehr viel mitbekommen. Dafür war aber später noch Zeit für einen Stadtbummel in Bordeaux mit crêpes und Eis.

Einen Tag später haben wir zusammen mit den Franzosen einen Ausflug nach St. Emilion gemacht, einem Ort, der in einer der besten Weinregionen Frankreichs liegt und in dem einer Legende nach ein Mönch in einer Höhle gewohnt haben soll: Mönch St. Emilon.

Die zweite Bordeaux- Führung bekamen wir dann am Freitag von Frau Schmücker. Unsere Tour führte uns an den  Fluss Garonne, dem miroir d’eau auf der neuen Promenade und am Place de la Bourse vorbei, danach Shoppen und die wunderbare ambiance der Stadt genießen.

Das Wochenende haben wir dann in den Familien verbracht und die Zeit genutzt, uns besser kennen zu lernen und uns in das französische Familienleben einzuleben.

Am Dienstag ging es dann. ebenfalls mit den Franzosen, nach einem Besuch  eines Austernzuchtbetriebes, auf die „Dune du pilat“ die größte Düne Europas. Wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter, denn das erste Mal seit unserer Ankunft schien endlich die Sonne und der Himmel war fast wolkenlos. Die Komposition aus grünen Pinienwäldern, fast weißem Sand und dem tiefblauen Meer war eine echte Belohnung nach dem mühsamen Aufstieg und einige von uns haben sich erst mal in die kühlenden Wogen gestürzt. An Eincremen hat natürlich fast niemand gedacht, da blieb ein Sonnenbrand schon bei dem einen oder anderen nicht ganz aus. „La mer, au ciel d’été confond, ses blancs moutons, avec les anges si purs, la mer bergère d’azur, infinie.“

Am Abend hatten wir noch kurz Zeit, uns umzuziehen. Dann sind wir mit unseren Gastfamilien zum Abschlussfest gegangen, das von den Franzosen und den deutschen Schülern gemeinsam gestaltet wurde. Es gab Salate, canapés, Kuchen und natürlich den traditionellen Wein (für die Gasteltern). Schon an diesem Abend gab es Tränen, auch der Abschied am Mittwochnachmittag fiel uns allen schwer. Als wir in den Bus stiegen, wurden noch Versprechen ausgetauscht, ein Wiedersehen zu organisieren. Abschiedsfotos wurden gemacht, und das Winken endete erst, als der Bus um die nächste Ecke gebogen war.

Die letzten eineinhalb Tage haben wir im Futuroscope in Poitiers und dem dazugehörigen Hotel verbracht. Der Park war sehr groß, und, nachdem wir zahlreiche beeindruckende Filmvorführungen in 3D oder 4D hinter uns hatten, und anschließend noch in einen nahe gelegenen supermarché eingefallen waren, fuhren wir so gegen 20 Uhr in Richtung Deutschland. Die Busfahrt war lang, anstrengend und eher schlaflos, und wir alle waren froh, endlich wieder gegen Mittag in unseren Betten zu liegen.

Ich denke, in einem sind wir uns alle einig, die Lehrer und die Schüler: Dieser Austausch war nicht nur ein Kennenlernen der Kultur und der Sprache und ein Sammeln neuer Erfahrungen, sondern auch einfach nur lustig, voller Emotionen und Musik, Kreativität und Spaß, und wir werden uns mit überwiegend sehr guten Gefühlen auch noch später an den Frankreichaustausch 2011 erinnern.

Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir so eine schöne Zeit hatten!

Marie Entzer/9c

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