Altes Gymnasium Oldenburg

Chemie in Atmosphäre

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Landesbestenseminar der IChO – Förderpreis ChemieOlympiade

Unglaublich erschien mir die Botschaft, die eine kurze Mail des Landesbeauftragten der ChemieOympiade barg: Wir (Tessa Gronemann, 11. Jahrgang, und Charlotta Lorenz, 12. Jahrgang) wurden für eine Woche zu einem Chemieseminar in Hannover eingeladen – das versprach nicht nur amüsante Chemie, sondern auch 18 andere interessierte Jugendliche, die die höchsten Punktzahlen in der 2. Runde der IChO aus den Ländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erreicht hatten.

 

Diese explosiven Ausgangsstoffe reagierten zu fortgeschrittenen naturwissenschaftlichen Diskussionen, Debatten über Gott und die Welt (von kapitalistischen Prinzipien über Bildungsformen und –reformen hatten wir fast alles abgegrast) und erinnerungsreichen Erfahrungen. Auch die Finanzierung war durchorganisiert, da die Continental AG und der VCI (Verband der chemischen Industrie Nord) unser Treffen sponserte: Am Montag und Dienstag drehten sich die Vorträge um die Firma Continental selbst und die Ausbildungs- bzw. Karrieremöglichkeiten dort, inklusive einer Experimentalvorlesung zum Thema Kunststoffchemie mit zahlreichen Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Der Wochenhöhepunkt, der sich in Form einer Preisverleihung äußerte, präsentierte sich sogleich am ersten Abend: Frau Beckhaus (Chemie und Physik) wurde der 3. Förderpreis der Continental im Wert von 500 € verliehen. Hinzukam, dass Tessa Gronemann als eine von drei Schülern des Landesbestenseminars mit hervorragender Leistung in die dritte Runde gelangte (mit ca. 60 besten Teilnehmern aus ganz Deutschland). Der landesbeste Schüler wurde mit 250 € und einem dicken Chemieschmöcker geehrt. Um für weitere Herausforderungen gewappnet zu sein, trainierten wir an einem Abend Aufgaben der bisherigen dritten Runden.

Weiter im Programm leitete uns Dienstag die Besichtigung der echten Gummimischungswerke, die einen wahrlich industriellen Eindruck hinterließen. Praktische Fragen waren also erledigt und am Mittwoch kamen wir in den Genuss der Physikalischen Chemie der Leibniz-Universität Hannover. Hier wechselten sich Führungen, Referate und Praktika ab, die von uns selbst durchgeführt oder erstellt wurden. Dabei konferierten wir in Kleingruppen in einer produktiven und erheiternden Atmosphäre unter Beaufsichtigung von Unimitarbeitern über die Schwerpunkte Reaktionsenergien und DNA-Analyse.

Hannover selbst konnten wir am Donnerstagnachmittag kurzzeitig, aber effizient erkunden, so dass unser Aufenthalt am Freitag dicht gepackt beendet wurde: Nach letzten Abschlussbesprechungen an der Uni trat die Kunststofffirma Benecke Kaliko AG auf den Plan, wo wir auch durch verschiedene wissenschaftliche Labore geschleust wurden. Und schon war diese fabulöse Woche wie vorbeigeflogen, wir verabschiedeten uns in der Hoffnung auf ein Wiedersehen bei weiteren Wettbewerbsrunden!

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