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	<title>Altes Gymnasium Oldenburg &#187; Serien</title>
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	<description>We can haz Cheezburgers!</description>
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		<title>Radeln mit den Rentieren</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 11:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Einar von Mehren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang Juni berichteten wir von dem Vorhaben dreier (ehemaliger) AGO-Schüler, 3000 Kilometer mit dem Rad durch Norwegen zu fahren. Hergen Wolf sowie Hauke und Ole Pflüger versprachen vor ihrer Abreise, auf der AGO-Homepage von ihren Abenteuern zu berichten. Hier der fünfte und letzte Bericht vom 27. Juli 2010: Bisher waren wir von der norwegischen Tierwelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Anfang Juni berichteten wir von dem Vorhaben dreier (ehemaliger) AGO-Schüler, 3000 Kilometer mit dem Rad durch Norwegen zu fahren. Hergen Wolf sowie Hauke und Ole Pflüger versprachen vor ihrer Abreise, auf der AGO-Homepage von ihren Abenteuern zu berichten.<span id="more-2868"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier der fünfte und letzte Bericht vom 27. Juli 2010:</strong></p>
<p>Bisher waren wir von der norwegischen Tierwelt ein wenig allein gelassen worden. Ein paar Fuechse, eine Menge Schafe, Kuehe und ein paar Delphine, die sich erahnen liessen.<br />
In der Fylke Finnmark sollte sich das ændern. Unmengen von Rentieren, die den hier ansæssigen Samen gehøren, sæumten Strassen und Wege. Heute Morgen erwachten wir um vier Uhr, weil sich eine Herde grasschmatzend und glockenlæutend um unser Zelt versammelt hatte. Kurzerhand entschlossen wir uns, unseren persønlichen Aufstehrekord um mehrere Stunden zu ueberbieten, nahmen um fuenf Uhr morgens unser Fruehstueck zu uns und machten uns auf die 75 Kilometer in Richtung des Dørfchens Sarnes. Unterwegs am Ufer des Porsangerfjords, durchfuhren wir immer wieder Rentierherden und verabschiedeten uns von den letzten Bæumen unserer Tour. Es erøffnete sich das tiefblaue Meer, spektakulære Schieferformationen, eine Landschaft von unendlicher Ruhe und Majestæt – bis sich schliesslich der bei Radfahrern gefuerchtete Nordkapptunnel vor uns auftat, ein schwarzes Loch in der Landschaft, dass diejenigen, die es verschluck 211 Meter unter den Meeresspiegel, unter dem Magerøysund hindurchzwingt. Wir waren alle drei erleichtert, als wir nach dieser 7 Kilometer langen Geisterbahn wieder Tageslicht erblickten.<br />
Bei Arndt Egil, unserem letzten Couchsurfinghost, gaben wir zwei österreicheichischen Radlern die Klinke in die Hand und trafen Marek. Marek umrundet die Welt wandernd und per Anhalter, hilft aber im Moment Arndt dabei, das Haus zu renovieren. Ein verruecktes Haus, in dem vier Couchsurfer auf einmal Normalitæt zu sein scheinen.<br />
Wir werden, weil es eventuell Schwierigkeiten geben wird, alle drei Fahrræder in einem Bus unterzubringen, schon heute Abend ans Nordkapp fahren (ausserdem ist das Wetter heute besser) und uns dann anderthalb Tage Zeit nehmen, um einen Weg zurueck nach Alta zu finden.<br />
Es gibt so viele Dinge zu erzæhlen, von Svein und Marit aus Bjurfjord mit dem verrueckten Hund, die uns beinahe in die Familie aufgenommen hætten und uns so sehr mit Eiern und Schinken versorgten, dass uns vor lauter erfahrener Grosszuegigkeit die Worte fehlten. Von Antonita aus Kanada und anderen Radfahrern, vielleicht auch noch vom dunkelsten Laden ganz Norwegens.<br />
Da wir all diese Geschichten aber noch ein andernmal erzæhlen kønnen, soll dies unser letzter Gruss aus Norwegen gewesen sein.</p>
<p>Wir fahren jetzt ans Nordkapp!</p>
<p><strong>Mitternachtssonne</strong></p>
<p>Ganz kurz, denn wir fahren gleich los. Die Besteigung des Hausbergs Fløyen bei leichtem Regen war ein voller Erfolg. Die Mitternachtssonne tauchte die Hauptinsel Tromsøs in ein spektakulæres Rotlicht, die Sonnenstrahlen reflektierten an den Regentropfen – ein Anblick der bleibt!</p>
<p>Beeindruckend.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier der vierte Bericht vom 20. Juli 2010:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zur Mittagsstunde zeigte das Thermometer 43,7 Grad. Es war in Svolvær, Lofoten, hunderte Kilometer nørdlich des Polarkreises. Am vergangenen Samstag. Das Thermometer war Oles schwarzer Tacho, auf den bei Windstille minutenlang die Sonne knallte.<br />
Eine derartige Hitze zu erwarten, wie sie vielleicht im Moment Deutschland heimsucht, wære ohnehin utopisch. So fielen also die gut 20 Grad, die uns die ersten drei Tage auf dem Lofoten versuessten, in die Kategorie Klassewetter. Zum Fahrradfahren hætten sie nicht besser geeignet sein kønnen. Obwohl wir die Fæhre, die drei Stunden lang in Richtung der gespenstisch aufragenden Zackenfelsen um Moskenes und Reine transportierte, erst um zwei Uhr Mittags verliessen, legten wir am selben Tag noch eine 70 Kilometer lange Etappe hin, um schliesslich von Muecken gepiesackt vor einem gigantischen Bergpanorama unser Zelt aufzuschlagen.<br />
Wir setzten unsere Fahrt durch die immer neue Kluefte schlagende Landschaft fort, bestaunten Sunde, Fjorde und Berge, um schliesslich am Abend auf die benachbarte Inselgruppe Vesterålen ueberzusetzten und dort nach weiteren 120 Kilometern unser Zelt in bei Stokmarknes aufzuschlagen. So vergingen drei herrliche Tage, die Tobias Luegen straften. Wir genossen es, unser morgendliches Muesli und die abendlichen Nudeln im Freien essen zu kønnen. Trotz einiger einladender Sandstrænde wagten wir uns aber nicht ins kalte Atlantik- oder Vestfjordwasser.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider setzte in der folgenden Nacht zum Geschrei der Møwen wieder der Regen ein, der uns auf unserer Reise ueber Andenes nach Tromsø mit unterschiedlich langen Unterbrechungen begleiten sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Am folgenden Tag erreichten wir Andenes, einen etwas grøsseren Ort an der Spitze der Vesterålen, vor allem bekannt fuer Walsafaris – aber auch mit Raketenbasis und Militærflugplatz ausgestattet. In Andenes erwischten wir wieder einmal die richtige Tuer; wir durften bei der unwahrscheinlich fuersorglichen Marit im Garten zelten und wurden sogar als Ehrengæste (mit besonderer Lust auf Torte) zur Geburtstagsfeier ihres Mannes ins Haus gebeten. Welch ein Geschlemme! Grossartig!</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Reise in Richtung Tromsø fuehrte uns am folgenden Tag ueber die Insel Senja. Eine Erfahrung, auf die wir vor allem aus finanziellen Gruenden gerne verzichtet hætten. Die Fæhre von Andenes nach Gryllfjord kostete das Doppelte des fuer derartige Verbindungen ueblichen Preises. Obendrein erdreistete sich die Fæhrgesellschaft Senjafergene als einzige aller norwegischen Fæhren, 30 Kronen Transportgebuehr fuer Fahrræder zu verlangen (ohne dass damit irgendwelche Annehmlichkeiten fuer Fahrradfahrer verbunden gewesen wæren). Wæhrend uns der Kontrolleur also die umgerechnet knapp 70 Euro fuer die anderthalbstuendige Ueberfahrt abknøpfte, erklærte er: „Das ist eine private Fæhrgesellschaft, ist bei den anderen Fæhren hier auch so teuer.“</p>
<p style="text-align: justify;">Auf Senja erwarteten uns mehrere Passtrassen auf 100-300 Metern Høhe (was hier im Norden schon oberhalb der Baumgrenze liegt). Am Scheitelpunkt der ersten Strasse klingelten wir einen britischen Radfahrer aus dem Zelt, der sichtlich dankbar und ueberrascht den Ausblick auf das Nordmeer zur Kenntnis nahm. Er hatte sein Zelt am Vorabend bei Regen und Nebel aufgestellt „so I thought there was gonna be a view, but I didn‘t know for sure. So: thanks for getting me out of the tent.“</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere leidvolle Erfahrung fuer unsere Gemeinschaftskasse war das Fehlen preiswerten Brotes auf der Insel Senja. Das sonst von uns bevorzugte Kneippbrød fuer 6-12 Kronen hatte keiner der Supermærkte vorrætig, sodass wir auf Preise deutlich oberhalb der 20-Kronen-Grenze ausweichen mussten. Zugegeben waren wir ganz dankbar fuer die damit verbundene Hebung des Brotnieveaus.<br />
Wesentlich dankbarer waren wir aber bei unserer Ankunft in Tromsø, als uns unser Gastgeber Daniel noch am Fusse der Eismeerkathedrale erøffnete, er arbeite im Lager eines Supermarktes. „Ich kann euch so viel Brot mitbringen, wie ihr wollt.“<br />
Die Brotkosten sollten sich also wieder ausgleichen.<br />
Heute lassen wir es uns in Daniels (und Stians) gemuetlicher Wohnung ruhig angehen. Gestern Abend konnten wir noch das Mitternachtslicht (leider NICHT: Sonne) geniessen und werden uns heute Nachmittag ein wenig in der Stadt umtun, Postkarten verschicken und das beruehmte Mack-Bier (nørdlichste Brauerei der Welt) verkosten. Bei gutem Wetter steht vielleicht noch eine Tour auf einen Aussichtsberg an.<br />
Ausserdem gibt es viel Kleidung und ein Zelt zu trocknen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sind guter Dinge, dass wir uns aus Alta, dem Herz der Finnmar, in 3-4 Tagen noch einmal melden kønnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ungefæhre Distanz Tromsø – Nordkapp: 550 Kilometer.<br />
Das Ziel ist schon nah!</p>
<p><strong>Hier der dritte Bericht vom 15. Juli 2010:</strong></p>
<div style="text-align: justify;">
<p>Tobias also: Wir trafen Tobias am Tage nach dem Whirpool. Er hatte sich auf einer Holzbank breitgemacht und gønnte sich eine extralange Pause. Kein Wunder, denn sein Rad litt unter einem gediegenen Platten. Wie wir von ihm erfuhren, gehørten aber weder Platten noch Fahrrad ihm. Er hatte sein eigenes Rad zwanzig Kilometer zuvior zu Schrott gefahren, seine 30 Kilo Gepæck auf die Schultern genommen und wollte von dort die 100 Kilometer nach Molde zu Fuss gehen, um sich dort ein neues Rad zu kaufen. Das Rad, auf dem er nun unterwegs war, hatte ihm ein mitleidiger Norweger geschenkt. O-Ton Tobias: „Platt? Mir doch scheissegal. Und wenn der Reifen kaputtgeht? Fahr ich halt auf der Felge weiter. Mir doch scheissegal. Das rutscht auch viel besser.“ Wir erfuhren von Tobias Lebensgeschichte. Er hatte Frau und Job verloren, konnte einen neuen erst im kommenden Januar antreten, vermietete kurzerhand sein Haus und ging auf Norwegentour mit dem Rad: „Herrlich! Hier habe ich keine Pflichten, muss mich nicht rasieren. Geil, oder?“ Er gab uns noch allerhand merkwuerdige Tipps. So sei es zum Beispiel angenehmer, die von LKWs vielbefahrene E6 in Richtung Norden zu nutzen, dort seien mehr Tankstellen unterwegs. Wir sollten uns an diesen Rat noch erinnern, als wir eines Tages 80 Kilometer durch den Regen irrten, ohne einen Supermarkt zu finden. Allerdings sollten wir uns in den Tunnels an ihn erinnern, die mit LKWs im Ruecken zu passieren sicher keine Freude gewesen wære.<br />
Tobias wusste aber noch unangenehmeres ueber unsere Reise zu berichten. Er warnte uns vor den Lofoten, dem heftigen Gegenwind und dem Niederschlag ganz besonderen Charakters: „Dort kommt der Regen von unten.“</p>
<p>Wir werden diese These morgen auf ihre Plausibilitæt ueberpruefen. Denn wir befinden uns gerade jetzt in Bodø, dem Tor zum „Luchsfuss“ (wie der Lofot auf Norwegisch heisst). Unser Gastgeber ist Jan, ein weiterer Couchsurfingkontakt, der uns Gastfreundschaft entgegenbringt.<br />
Die Reise hierher war allerdings nicht ohne Strapazen. Bis Trondheim gestaltete sich das Wetter recht annehmbar, nur wenige Regentropfen truebten die Stimmung. Und als wir uns anlæsslich des Deutschen Halbfinales gegen Spanien erstmals einen Campingplatz genehmigten, gaben uns Lausitzer Wohnmobiltouristen sogar ein Abendessen mit Bier und Wuerstchen aus der Heimat aus.<br />
Je weiter wir uns von Trondheim aus in Richtung Norden bewegten, desto unangenehmer griff aber der Regen zu. Von den vergangenen sieben Tagen durften wir nur zwei bei Sonnenschein verleben, tagelang war der Rueckenwind unsere einzige Freude und wir sahen uns zweimal genøtigt, das Zelt verpackt zu lassen und an Haustueren um eine trockene Unterkunft zu bitten. Das erste Mal sprang dabei eine Garage fuer uns heraus, gestern abend hatten wir aber das Glueck, von Solveig und ihrem Mann in eine kleine Huette gelassen zu werden, wo wir Kleidung und Zelt trocknen konnten, bevor wir am heutigen morgen, nach drei tristen, kalten (8 Grad) Tagen, von der Sonne erløst wurden und mit Begeisterung die verbliebenen 80 Kilometer nach Bodø antraten.<br />
Es war spannend, zu beobachten, wie sich nicht nur das Wetter, sondern auch die Landschaft bestændig ænderten, die aus den schroffen, bewaldeten Bergen des Fjordlandes seichte Tæler wurden, die sich schliesslich zu den spitzen, nackten Bergen des Nordens neu formierten, wie Schæfchenwolken Wetterwechsel ankuendigten und sich Regenwolken im Gebirge verfingen oder von Bergen herabstuerzten.<br />
Wenn wir morgen auf die vielgepriesenen Lofoten uebersetzen, wære uns ein bisschen weniger Wetter allerdings sehr lieb, sodass die Abende am Zelt bei Nudeln, Tomatensosse und Keksen und die Morgende bei Muesli wieder ein wenig gemuetlicher werden.</p>
<p>Wir hoffen auch, auf den Lofoten weitere nette Bekanntschaften mit Radwanderern zu machen, die mit uns entlang des verregneten Riksvei 17 eine Leidensgemeinschaft gebildet haben. Eine alleinreisende Frau trafen wir zum ersten Mal wenige Kilometer hinter Trondheim, heute kam sie uns in Bodø entgegengefahren. Und auch die Fæhranleger, wo man mit Pech schon mal zwei Stunden auf eine Ueberfahrt warten darf (wenn eine Faehre gestrichen wird), sind geradezu eine Sammelbecken dieser ganz besonderen Touristenspezies.</p>
<p>Eine Statistik gibt es heute nicht. Wir muessen morgen frueh raus. Soviel sei verraten: Die 2000-Kilometer-Marke ist nur noch anderthalb Tage entfernt.</p>
<p>Wir melden uns in 5-6 Tagen aus Tromsø wieder – hoffentlich.</p>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier der zweite Bericht vom 6. Juli 2010:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">An unseren Aufenthalt bei Per und Inger schlossen sich fuenf Tage auf dem Fahrrad und unterwegs an. Die erste Etappe fuehrte uns bei bewølktem Wetter zurueck nach Bergen und von dort aus in Richtung Nordhordland. Der Ruhetag bei Per und Inger hatte uns zwar trocken aber ein bisschen lahm in Beinen und Køpfen gemacht, sodass es ein bisschen anstrengend war, entlang der vielbefahrenen Hauptstrassen in Gang zu kommen.<br />
Abends erreichten wir einen Bauernhof auf der Insel Radøy und fragten den dort anwesenden Sohn des Hauses, ob wir unser Zelt im Garten aufstellen duerften. Er schien ein bisschen ueberrascht von der Frage, parierte: ”Ich muss meine Mutter anrufen”, und verschwand wieder ins Haus. Wenige Minuten spæter erschien er wieder in der Tuer: ”Ich soll Opa fragen, dem gehørt das hier.”<br />
Opa schien in der Zwischenzeit aber nicht erreichbar, sodass wir unser Zelt schliesslich auch ohne offizielle Genehmigung aufstellen durften. Opa schaute in der Nacht noch einmal kurz vorbei – ohne uns einen Platzverweis zu erteilen.<br />
Eine weitere Etappe fuehrte uns ueber die ersten kleineren Berge, durch verlassene Tæler, bis wir schliesslich aus einer Høhe von 250 Metern auf die Muendung des Sognefjords herabblickten. Nach Nacht im Zelt – direkt am Ufer der Sognefjords – machten wir uns schliesslich auf den Weg in Richtung Fjellnorwegen. In der gleichen Weise wie der Schlaf im Zelt besser wurden, unsere Tagesablæufe organisierter, wurde auf die Landschaft spektakulærer. In Førde entdeckten wir sensationell guenstige Schokoladenkekse (11 Kronen), die unsere Laune unvermittelt hoben uns die 200 Høhenmeter hinauf zum Jølstravatne im Sturm erklimmen liessen. Wir passierten diesen 20 Kilometer langen See und erfreuten uns am ersten wirklich flachen Wegstueck des Tages.</p>
<p style="text-align: justify;">So erreichten wir schliesslich die Siedlung Klagegg und damit einen wirklichen Gluecksfall fuer uns. Im Garten ihres Hauses sass Erna Klagegg, eine æltere Bauersfrau, die ihr Leben auf dem Norwegischen Land verbracht hatte und kaum ein Wort Englisch sprach. Eine solche Gastfreundlichkeit wie von ihr und ihrem Mann war uns noch nicht entgegengebracht worden. Nachdem wir unser Zelt auf dem einzigen flachen Stueck Land des Grundstuecks aufgeschlagen hatten und sich Regen andeutete, bat Erna uns zu Kaffee und Keksen auf die ueberdachte Verande, bot uns Dusche und Toilette an und tat alles dafuer, dass wir uns auf dem Hofe unglaublich wohl fuehlten. Am næchsten Morgen spendierte sie uns sogar ein Fruehstueck, dass sich im Vergleich zu unseren Muesli-Sessions in der Luxusklasse befand und beobachtete zusammen mit Birger anschliessend interessiert, wie wir unsere Fahrraeder wieder beluden.<br />
Am folgenden Tag schufteten wir unsere Ræder zunæchst auf ueber 600 Meter Høhe um nach einer herrlichen Serpentinenabfahrt eine grøsstenteils flache Etappe zu absolvieren. Auf einer unserer Pausen wurden wir leider von einem Bus voll deutscher Touristen ueberrumpelt, die alle das gleiche assen (Wuerstchen mit Kartoffelsalat), alle das gleiche tranken (Bier) und uns alle die gleichen Fragen stellten. Bei 85 Kilometern legten wir eine længere Pause ein, um das deutsche Viertelfinalspiel gegen Argentinien zu geniessen. Gemeinsam mit einem Deutschen, der das Spiel ”frei von jedem Nationalismus” verfolgte und sich sehr engagiert ueber ”Gutmenschen auf Farræhdern” – besonders in Freiburg – ausliess, genossen wir den ueberraschenden 4-0-Sieg. Mit dabei waren ebenfalls zwei Hollænder, die nicht nur vom deutlichen deutschen Sieg, sondern auch davon ernuechtert waren, dass der Campingplatz am Vortag das Beachvolleyballspiel Brasilien-Norwegen dem Niederlændischen Viertelfinale vorgezogen hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Gestern war der bisher hærteste Tag unserer Tour. Gleich zu beginn des Tages erwartete uns der Pass ueber das Strynefjell: Eine schmale Strasse auf bis zu 1200 Metern Høhe, die schliesslich zu einem Sommerskigebiet fuehrt. Sie wurde geprægt von grossartigen blicken ueber das Tal und die Dæcher Norwegens, vor allem aber von franzøsischen Wohnmobilkolonnen die sich wie klobige Elefantenherden die Serpentinen auf- und abschlængelten. Oben empfing unse in eisiger Wind, sodass wir froh waren, als wir im Windschatten der Felswænde die lange Abfahrt nach Geiranger antraten.<br />
Die Beschreibung des Geirangerfjords sparen wir uns. Er ist schøn. Das ist bekannt. Sehr schøn.<br />
Am Abend erreichten wir endlich unsere næchste Couchsurfingstation. Stian Olsen aus Valldal, der das Haus, in dem wir uns nun befinden, von seinem Vater geerbt hat und hier in den Sommermonaten verweilt. Es gab unmengen von Fleisch (3 kg) zu essen und wir erlebten einen wunderschønen Grillabend in einer der Erdbeerreichsten Regionen Norwegens.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleich geht es weiter in Richtung Trollestigen. Wir werden diesen Text mi tein wenig Verspætung verøffentlichen, weil uns im Moment leider das Internet dazu fehlt-</p>
<p style="text-align: justify;">Distanzen:<br />
3. Etappe (Blomvåg-Radøy): 105 km<br />
4. Etappe: (Radøy-Rå): 95 km<br />
5. Etappe: (Rå-Klagegg) 105 km<br />
6. Etappe: (Klagegg-Hjelle) 106 km<br />
7. Etappe: (Hjelle-Valldal) 115 km</p>
<p style="text-align: justify;">Gesamtstrecke: 810 km</p>
<p style="text-align: justify;">Nachtrag: Unsere letzten Gastgeber liessen uns gestern ganze drei Stunden in einem Whirlpool mit Blick auf den Fjord entspannen. Dieser Bericht geht aus einer Taxizentrale in Sunndalsøra online.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Erster Bericht vom 29.10.2010 Extreme Wetter und schræge Typen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Hinter uns liegen vier Tage, in denen viel passiert ist. Puenktlich um 9 Uhr 9 verliessen wir am vergangenen Freitag den Oldenburger Hauptbahnhof in Richtung der dænischen Grenze. Die Schaffnerin in der Regionalbahn riet uns zunæchst, das muehsam auf den Gepæcktrægern angebrachte Gepæck wieder abzunehmen. Schliesslich drængte sie uns dazu: „In Hude steigen oft ganz viele Radfahrer zu!“, sodass wir ihrer Bitte murrend nachkamen. In Hude stieg dann niemand zu – der Metronom-Zug von Bremen nach Hamburg war dann umso mehr mit Fahrrædern vollgestopft.<br />
In Hamburg konnten wir 59 Minuten Umsteigezeit zum Regionalexpress nach Padborg nutzen, um uns in der HafenCity im Schatten der Elbphilharmonie ein wenig warmzuradeln. Der længer werdende Tag zollte schliesslich seinen Tribut sodass uns zunæchst nur die Dænische Statsbahn vom Einschlafen abhalten konnte. Deren Zuege fuhren so unregelmæssig an, dass wir meist den Eindruck hatten, der ersten Fahrstunde eines Fuehrerscheinkandidaten beizusitzen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Hirtshals empfing uns dann ein hartnæckiger Westwind. Er erschwerte uns den Weg zum Campingplatz und peitsche gewaltige Brecher auf den Strand und an die Mole.<br />
Er sollte uns auch am næchsten Tag begleiten, auf der etwas langwierigen Ueberfahrt an Bord der MS Bergensfjord. Bevor wir am Abend mit einer halben Stunde Verspætung Stavanger erreichten konnten wir noch mit zwei hollændischen LKW-Fahrern in der „Cargo-Lounge“ ein WM-Achtelfinalspiel geniessen.<br />
„Stavanger“ nennt die FjordLine allerdings einen Hafen ungefæhr zehn Kilometer ausserhalb dieser Stadt – fuer uns ein wenig ueberraschend – sodass wir uns zusammen mit einigen anderen ueberrumpelten Fahrradtouristen zu unserem ersten wilden Campingplatz durchraten mussten.</p>
<p style="text-align: justify;">Der kommende Sonntag hætte schøner nicht sein kønnen. Strahlender Sonnenschein und wenig befahrene Kuestenstrassen fuehrten uns zunæchst in die Kleinstadt Haugesund, wo man uns offenbar bereits erwartet hatte. Der Dichter Alf Saltveit irrte dort in den Strassen umher und schenkte uns ein von ihm verfasstes Buch, „Stimmbruch, Lieder und Gedichte“.<br />
Signiert fuer: „Ole, Engel, Hauke, Engel, Hergen, Engel.“ Møglicherweise sah er in uns tatsæchlich eine Art Engel, denn in einem seiner Gedichte heisst es: „Der Engel Wilhelm kam mir auf dem Fahrrad entgegen: jung, frisch und schnell wie der Blitz!“</p>
<p style="text-align: justify;">Doch unsere Schnelligkeit schmolz im Laufe des Tages dahin, die Etappe in Richtung des Ortes Leirvik sollte sich mit 130 Kilometern als etwas længer als erwartet und etwas zu lang erweisen. Fuer Heiterkeit sorgte allerdings ein radelnder Australier, dessen Name uns leider fehlt. Nennen wir ihn Dave.<br />
Dave war von Australien nach Europa geflogen um dort die Nordsee auf dem Fahrrad zu umrunden. In einer gelben Jacke. Je længer der Nachmittag wurde, desto mehr beschlich uns aber das Gefuehl, er wuerde vor allem uns umrunden. Immer wieder liessen wir ihn hinter uns, dass erste Mal, als er uns nach fuenfzehn Kilometern Rad- und einer halben Stunde Fæhrfahrt pløtzlich abhanden kam, ein bisschen zurueckfiel und nicht mehr auftauchte. Wir bedauerten, ihn nicht verabschiedet zu haben.<br />
Eine Stunde spæter stand Dave an einer Bushaltestelle, die wir gerade passierten: „Hei Jungs, ich kann nicht mehr, ich nehm den Bus.“ Wir wuenschten einander eine gute Reise.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir setzten unsere mittlerweile als ueberlang empfundene Etappe fort und liessen uns von kurzen, giftigen Anstiegen piesacken, und schafften es, uns kurz vor dem Ziel noch einmal gruendlich zu verfahren. Schliesslich erbettelten wir uns an einer Tankstelle eine neue Fuellung fuer unseren Wasservorrat (leichtes Benzinaroma), denn an Einkaufen (preisguenstiges sowieso) war an einem Sonntag nicht zu denken. Auf der Suche nach einem geeignete Zeltplatz fuhren wir den erstbesten Schotterwaldweg hinein. Leider stellten sich alle Plætze als zu uneben, zu nass, zu steinig oder zu klein heraus, sodass wir nach einem weiteren Nudelabendessen beschlossen, um Erlaubnis nach Gartencamping zu fragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Kaum hatten wir den Wald verlassen, da blinkte uns von rechts Daves gelbe Jacke entgegen, drei Stunden, nachdem wir ihn das letzte Mal gesehen hatten. „Ich fahre jetzt einfach weiter, vielleicht auch bis Bergen.“<br />
Wir sagten: „Bis morgen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Der næchste Morgen begann mit einem Donnerschlag. Gewitter und Platzregen verleideten uns den Morgen im Garten der freundlichen Familie Friedland. Als wir dann in einem trockenen Moment doch unsere Sachen zusammengwurschtelt hatten und uns auf den Weg nach Norden machten, verwandelte ein Regenschauer der seltenen Sorte die Strassenseiten in reissende Bæche und durchweichte unsere Kleidung im Nu. Hagel, Blitz und Donner wueteten um uns herum – Alf Saltveits Engel hatten uns gruendlich alleine gelassen mit dem Wetterteufel. Nachdem wir uns auf der folgenden Fæhre vollstændig umgezogen hatten, liess der Regen freundlicherweise nach und wich im Laufe des Tages einer angenehmen Sonne. Mit den 260 Metern des Fanafjells stand auch der erste kleinere Berg der Tour auf dem Programm. Er verschaffte sich ordentlich Respekt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einigen Irrfahrten durch Bergen und das katastrophale Netz von Radwegen in dessen Vororten gelang uns schliesslich der Durchbruch nach Øygarden, wo am Abend Per und Inger mit einem herrlichen Essen auf uns warteten.<br />
Wir sahen noch viele gelbe Jacken an diesem Tag. Auch auf Fahrrædern. Aber keine gehørte Dave.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Statistik:</em><br />
<strong><br />
Anreise, Tag 1 (Oldenburg-Hamburg-Padborg-Hirtshals, Fahrrad in Oldenburg, Hamburg und Hirtshals)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Strecke: 13,72 km<br />
Fahrzeit: 52:54 min<br />
Schnitt: 15,48 km/h<br />
max.: 30,06 km/h<br />
Høhe ueberwunden: 34 m ‘</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anreise, Tag 2 (Hirtshals-Stavanger, Schiff)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Strecke: 20,18 km<br />
Fahrzeit: 1:17:49 Stunden<br />
Schnitt: 15,56 km/h<br />
max.: 46,1 km/h<br />
Høhe ueberwunden: 160 m</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1. Tourtag (Stavanger-Leirvik)<br />
</strong><br />
Strecke: 130,29 km<br />
Fahrzeit: 6:45:05 Stunden<br />
Schnitt: 19,23 km/h<br />
max.: 61,63 km/h<br />
Høhe ueberwunden: 1.428 m</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2. Tourtag (Leirvik-Blomvåg)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Strecke: 115,36 km<br />
Fahrzeit: 6:14:12 Stunden<br />
Schnitt: 18,5 km/h<br />
max.: ? km/h<br />
Høhe ueberwunden: 1.669 m</p>
<p style="text-align: justify;">Gesamtstrecke: 279 Kilometer</p>
<p style="text-align: justify;">P.S.: Natuerlich wære es schøner mit Photos. Aus technischen und Zeitgruenden muessen die aber leider warten, bis wir wieder ankommen. Wir hoffen, sprachliche Bilder kønnen fuers erste genuegen. Gleiches gilt fuer die Rechtschreibkorrektur.</p>
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		<title>Faszination Flöte</title>
		<link>http://altesgymnasium.de/2009/02/833/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 01:49:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Einar von Mehren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer Reihe &#8220;Die stillen Stars&#8221; stellt unsere Redakteurin Cathia Göbel heute Eva Kohse vor. Um genau zu sein: Blockflöte. Die meisten von uns werden nun an die kleine Holzblockflöte aus dem Grundschulalter denken, doch weit gefehlt. Eva Kohse aus dem 13. Jahrgang spielt zwar auch seit ihrem achten Lebensjahr, doch hat ihr Instrument kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In unserer Reihe &#8220;Die stillen Stars&#8221; stellt unsere Redakteurin Cathia Göbel heute Eva Kohse vor.</em></p>
<p><img title="eva.jpg" src="http://www.ago-schule.kwe.de/joomla/images/stories/eva.jpg" alt="eva.jpg" width="200" height="252" /></p>
<p>Um genau zu sein: Blockflöte. Die meisten von uns werden nun an die kleine Holzblockflöte aus dem Grundschulalter denken, doch weit gefehlt. Eva Kohse aus dem 13. Jahrgang spielt zwar auch seit ihrem achten Lebensjahr, doch hat ihr Instrument kaum was mit dem aus Kindertagen gemein.<span id="more-833"></span></p>
<p>Damals, von ihrer Tagesschwester inspiriert, entwickelte Eva ihren Wunsch zu musizieren und begann erst im Kirchenkreis und darauf privat Unterricht zu nehmen. Ein paar Jahre später war sie von einem Konzert der Oldenburger Musikschule Heilig so angetan, dass sie sich dort bewarb und auch gleich angenommen wurde.</p>
<p>Seit diesem Moment war Evas Begeisterung nicht mehr zu bremsen und sie begann, wöchentlich ihre Technik zu verfeinern und neue Stücke zu erlernen. Schon mit 12 Jahren konnte sie als Teil eines Quartetts an &#8220;Jugend Musiziert&#8221; teilnehmen, in verschiedensten Workshops mit professionellen Musikern arbeiten und mit einer noch größeren Musiziergruppe die Internationalen Blockflötentage in Engelskirchen besuchen. 2004 erreichte Eva auf einem holländischen Wettbewerb mit ihrem Großensemble das Halbfinale und gehörte damit zu den besten 20 dort. Auch Solo startete sie viel versprechend und verpasste das Halbfinale nur um einen Punkt.</p>
<p>Nach diesem Erfolg begann das Ensemble, eigene moderne und klassische Konzerte unter den Namen en bloc zu geben und bei verschiedensten Events, wie Neujahrsempfängen, in Kirchen oder auf Geburtstagen, aufzutreten. Als dann die Idee vom Oldenburger Partnerlandkreis in Israel Matéh Ashér aufkam, doch eine Musikgruppe für ihr Renaissancefestival nach Israel zu schicken, fiel die Wahl auch gleich auf Eva, ihre Mitmusiker und noch ein paar jüngere musizierende Jugendliche der Musikschule. Als Ensemble OLegretto reisen sie nun jährlich in den Partnerlandkreis, quer durch Israel, nach Nazareth oder zum See Genezareth, und geben dort ihre Konzerte.</p>
<p>Inspiriert von einer Zeremonie zum Gedenken an ermordete Kinder und Jugendliche während des Holocaust komponierte die Gruppe ein neues Stück Lechol isch jesch schem &#8211; Jeder hat einen Namen, das sie in Israel, aber auch auf Anfrage in jüdischen Museen oder zum Gedenken in Bergen-Belsen aufführen. Es geht darum, dass die Namen der Kinder und ihre Schicksale nicht in Vergessenheit geraten. Dazu haben sich Eva und die anderen aus ihrem Ensemble als Grundlage zwei Lieder über Licht genommen und ein bezauberndes Bühnenstücke kreiert, bei dem traditionelle, jüdische Kinderlieder und Texte oder Gedichte von jüdischen Kindern aus Konzentrationslagern mit musikalischer Untermalung vorgetragen werden.</p>
<p>Mit diesem, von ihr mitentwickelten Stück schaffte Eva es als Teil von OLegretto beim regionalen &#8220;Jugend Musiziert&#8221;, den verdienten ersten Platz zu erlangen und beim Landeswettbewerb sogar auch  auf einen beachtlichen zweiten zu kommen. Eva verbindet mit diesem Stück, den Erfolgen und den aufregenden Reisen durch Israel die schönsten Erfahrungen in ihrer Musiklaufbahn. Denn egal wie stressig das ständige Proben, die dafür geopferten Wochenenden und Ferientage sein können &#8211; schließlich gilt es sich stets weiter zu verbessern und neben dem Israelprojekt auch weitere Konzerte in Deutschland zu geben &#8211; Eva sieht alles ganz gelassen und nur als ein Hobby, bei dem sie ihren Kopf frei kriegen und Spaß mit Freunden haben kann.</p>
<p>Trotz ihres Talents strebt sie nach dem Abi keine Karriere als Flötistin an, sondern will nur nebenher weiterspielen und noch viele andere Instrumente neben bereits getesteten Klavieren und Querflöten ausprobieren. Bevor Eva Oldenburg nach der Schule verlässt, wird sie mit fünf Musikern aus ihrem ersten Ensemble ein anspruchsvolles Abschiedsprogramm zusammenstellen, um mit einigen eindrucksvollen Konzerten Lebe wohl zu sagen.</p>
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		<title>Vorhang auf für Neele Müller</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 01:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Einar von Mehren</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In unserer Reihe &#8220;Die stillen Stars&#8221; stellt unsere Redakteurin Cathia Göbel heute Neele Müller vor. Wer wünscht sich nicht manchmal, reich und berühmt zu sein? Neele Müller aus dem 13. Jahrgang ist auf dem besten Weg dahin. Schon seit ihrer Kindheit ist sie begeistert von den musischen und künstlerischen Dingen, die ihr das Leben bietet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><em>In unserer Reihe &#8220;Die stillen Stars&#8221; stellt unsere Redakteurin Cathia Göbel heute Neele Müller vor.</em></div>
<div>Wer wünscht sich nicht manchmal, reich und berühmt zu sein? Neele Müller aus dem 13. Jahrgang ist auf dem besten Weg dahin. Schon seit ihrer Kindheit ist sie begeistert von den musischen und künstlerischen Dingen, die ihr das Leben bietet und stürzte sich eifrig aufs Tanzen, Geige spielen und Schauspielern. Irgendwann galt es, sich zu entscheiden, und so fasste Neele den Entschluss, sich hauptsächlich dem Jugendclub des Oldenburgischen Staatstheaters zu widmen.</div>
<div><img title="neele.jpg" src="http://www.ago-schule.kwe.de/joomla/images/stories/neele.jpg" alt="neele.jpg" width="232" height="153" />Ihr Austauschjahr in Amerika festigte nochmal ihre Ansicht, dass das Schauspiel ihre größte Leidenschaft und ihr ausgeprägtestes Talent ist. Dort nahm sie an zahlreichen Speech-Drama-Wettbewerben teil, bei denen die jugendlichen Schauspieler vor einer Jury einen Monolog vortragen und bei guten Leistungen am nächstgrößeren Turnier teilnehmen dürfen. Neele schaffte es dabei, die State-Ebene zu erreichen und gehörte damit zu den Besten in gesamt Montana.<span id="more-835"></span></div>
<div>Nach diesem Erfolg war klar, so muss es auch in Deutschland weitergehen, und das tut es genauso viel versprechend. Mit dem Jugendclub arbeitet sie jährlich ein Stück in Eigenregie aus, das im Sommer aufgeführt wird. Das heißt für Neele noch neben der Schule drei Stunden in der Woche mit ihrer Gruppe die Szenen auszuarbeiten, sich Schauspielübungen zu unterziehen und in den Ferien an Theaterfahrten teilzunehmen. Hauptsächlich erproben sich die Jugendlichen dabei in der Improvisation von Dialogen. „Es muss nicht immer lustig sein,“ meint Neele „es kommt viel mehr darauf an, dass es Sinn ergibt und überzeugen kann.“ Durch die verschiedensten Situationen lernen die angehenden Schauspieler aus sich herauszukommen und nichts peinlich zu finden.</div>
<div>Bisher hatte Neele immer Glück mit ihren Rollen und durfte stets wichtige Personen in den Jugenclubstücken spielen, was sicherlich auf ihr ausgeprägtes Talent zurückzuführen ist. Sie schaffte es sogar, den Leiter des Schauspiels „Zugvögel“, das 2008 im Oldenburger Schloss aufgeführt wurde, so sehr von sich zu überzeugen, dass sie spontan noch mit in das Stück über die Oldenburger Bürger eingebaut wurde. Diese Erfahrung, vor allem der Applaus des Publikums, ist Neeles schönstes Erlebnis seit Beginn ihrer Karriere, obwohl oder gerade weil sie dafür ihre gesamten Sommerferien opferte.</div>
<div>Zwischendurch tritt sie hier und da auch noch bei anderen Veranstaltungen auf, z.B. in der EWE-Arena für die Oldenburger Kinderuni, und hilft sogar ehrenamtlich in ihrer Gemeinde, das weihnachtliche Krippenspiel zu perfektionieren.</div>
<p>Nach ihrem Abi will Neele anfangen Schauspieleinzelunterricht zu nehmen und sich an Schauspielschulen zu bewerben. Ihr großes Ziel ist es, einmal eine erfolgreiche Filmschauspielerin in deutschen Produktionen zu sein und damit ihr Hobby zum Beruf zu machen. Auch wenn sie weiß, dass die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch sein mag, sie lebt ihren Traum und will sich nicht so schnell unterkriegen lassen.</p>
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		<title>Auch Gewürzgurken können leuchten</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 09:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Einar von Mehren</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Auch Gewürzgurken können leuchten.“ Mit unter anderem dieser Aussage sahen sich die Schüler und Schülerinnen der Klassen 10d und 11 am Donnerstag, dem 4. Dezember 2008 konfrontiert. Am „ Tag der Chemie“ in der Universität Oldenburg konnten die Schüler und Schülerinnen nach einer kurzen Begrüßung einen kurzen Vortrag über die Vorteile des Chemiestudiums anhören und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>„Auch Gewürzgurken können leuchten.“ Mit unter anderem dieser Aussage sahen sich die Schüler und Schülerinnen der Klassen 10d und 11 am Donnerstag, dem 4. Dezember 2008 konfrontiert. Am „ Tag der Chemie“ in der Universität Oldenburg konnten die Schüler und Schülerinnen nach einer kurzen Begrüßung einen kurzen Vortrag über die Vorteile des Chemiestudiums anhören und schließlich auch die Angelus Sala Preisverleihung miterleben, bei der sowohl der Schüler Jannes Stubbemann als auch die Schülerin Mailinda Uka einen Preis gewonnen haben, die beide den 10. Jahrgang am AGO besuchen.</div>
<div>Nach der Experimentalvorlesung, in der viele Versuche gezeigt wurden und den Schülern die praktische Chemie näher gebracht wurde, konnten im naturwissenschaftlichen Trakt noch an mehreren Ständen einige Versuche selbst durchgeführt werden.<span id="more-849"></span></div>
<p><em>Mailinda, im Namen der AGO-Homepage-Redaktion gratuliere ich dir zu deiner Auszeichnung im Fach Chemie, dem Angelus-Sala-Preis!</em></p>
<p>Vielen Dank.</p>
<p><em>Wie hast du erfahren, dass du dieses Jahr für den Preis nominiert bist?</em></p>
<p>Alles begann mit einem Gespräch zwischen meiner Physiklehrerin Frau Beckhaus und mir. Sie sagte, dass ich bald eine positive Nachricht per Post bekommen würde. Leider musste ich auf diesen Brief lange warten&#8230; ganze drei Wochen! Schließlich empfing ich die Nachricht von der Universität Oldenburg, dass ich am 4 Dezember dieses Jahres auf Grund meiner Leistungen in Chemie mit dem Angelus-Sala-Preis ausgezeichnet werde.</p>
<p><em>Am 4. Dezember war es auch soweit. Im Rahmen der Veranstaltung &#8220;Tag der Chemie 2008&#8243;, die in der Carl-von-Ossietzky Universität stattgefunden hat, wurdest du von den Veranstaltern, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (Ortsverband Oldenburg) und dem Institut für Reine und Angewandte Chemie mit dem Preis geehrt. Warst du nervös während der Preisverleihung?</em></p>
<p>(<em>lacht)</em> Nein, gar nicht! Dank meiner Klasse 10 d habe ich sogar darauf geachtet, dass meine Schnürsenkel nicht offen waren, um ja nicht vor den vielen Professoren, Lehrern und Schülern zu stolpern..</p>
<p><em>Was bedeutet für dich persönlich diese Auszeichnung?</em></p>
<p>(<em>rätselt</em>) In erster Hinsicht ist es eine Ehre für mich, eine Preisträgerin im Fach Chemie zu sein. Chemie interessiert mich sehr und deshalb macht es mich auch stolz, diesen Preis bekommen zu haben. Allerdings zählt für mich mehr der Spaß, den Chemie mir bereitet, als dieser Preis.</p>
<p><em>Gefiel dir die Veranstaltung im Hörsaal?</em></p>
<p>Ja, es war wirklich sehr spannend und informativ! Die Experimentalvorlesung über das Thema &#8220;Licht&#8221; hat mich sehr beeidruckt. Es war ein toller Einblick in die Chemie. Ein besonderes Hightlight für mich war das Trockeneis-Speiseeis&#8230;es war köstlich!</p>
<p><em>Mailinda, meine letzte Frage an dich: Kannst du es dir vorstellen zukünftig im Bereich Chemie zu arbeiten?</em></p>
<p>Natürlich!</p>
<p><em>Vielen Dank, dass du dir für dieses Interview Zeit genommen hast. Ich wünsche dir viel Glück und weiterhin viel Freude am Chemieunterricht!</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>&#8220;&#8230;Schule geht vor!&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 09:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Einar von Mehren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, er ist es. Ja, Jannes Stubbemann (Klasse 10b) ist ein &#8220;stiller Star&#8221; des Alten Gymnasiums Oldenburg. Nicht nur schulisch ist Jannes auf der Überholspur (Preisträger des Angelus-Sala-Preises im Fach Chemie), sondern auch sportlich läuft es für den 15-jährigen hervorragend. Er ist ein erfolgreicher Schwimmer des Wardenburger Schwimmclubs und nimmt an zahlreichen Wettbewerben teil. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, er ist es. Ja, Jannes Stubbemann (Klasse 10b) ist ein &#8220;stiller Star&#8221; des Alten Gymnasiums Oldenburg.</p>
<p>Nicht nur schulisch ist Jannes auf der Überholspur (Preisträger des Angelus-Sala-Preises im Fach Chemie), sondern auch sportlich läuft es für den 15-jährigen hervorragend. Er ist ein erfolgreicher Schwimmer des Wardenburger Schwimmclubs und nimmt an zahlreichen Wettbewerben teil.</p>
<p><span id="more-862"></span>Es war eine große Freude für mich, dieses interessante Interview mit Jannes führen zu dürfen.</p>
<p>&#8220;KONDITION Jannes Stubbemann legt beim 24-Stunden-Schwimmen 33 300 Meter im Wasser zurück&#8221; (NWZonline) oder &#8220;Jannes ist der erste Wardenburger Schwimmer seit fünf Jahren, der bei einer Deutschen Meisterschaft startet&#8221; (Sonntagszeitung Landkreis Oldenburg).</p>
<p><em>Was empfindest du wenn du diese Aussagen hörst?</em></p>
<p>Es freut mich natürlich, so etwas in der Zeitung zu lesen. Ich bin froh, dass ich einen relativ kleinen Schwimmverein wie den Wardenburger SC bei Deutschen Meisterschaften vertreten kann. Andererseits setzen einen solche Zeitungsartikel auch ein wenig unter Druck, da die Erwartungshaltung, gute Leistungen zu erbringen, durch solche Berichterstattungen steigt. Oft werde ich auch von Bekannten auf diese Artikel angesprochen, die im Landkreis Oldenburg wohnen, was mich immer sehr erfreut. Von Bäcker Bruno habe ich letztens sogar wegen eines Artikel einen Gutschein von über 30 Euro bekommen.</p>
<p><em>Seit wann übst du diesen Sport aus und wie oft tranierst du in der Woche?</em></p>
<p>Im Verein schwimme ich seit dem ich acht bin. Mit dem Schwimmen als Leistungssport habe ich dann mit zehn angefangen. Im Moment trainiere ich &#8220;nur&#8221; 5- 6 Mal in der Woche, weil ich mehr wegen der hohen Schulbelastung nicht schaffe. Früher habe ich bis zu acht mal in der Woche trainiert.</p>
<p><em>Was war dein bislang größter sportlicher Erfolg?</em></p>
<p>Ich würde sagen, dass war letztes Jahr der 11. Platz in meinem Jahrgang bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften über 200m Rücken. Diese Platzierung ist für mich mehr Wert als ein Landestitel.</p>
<p><em>Bist du nervös vor solchen Events?</em></p>
<p>Ja, auf jeden Fall! Es passiert auch öfter mal, dass ich vor kleineren Events ziemlich nervös bin. Aber unmittelbar vor einem Start bei den Deutschen Meisterschaften bin ich immer sehr nervös.</p>
<p><em>Du hast gerade die schulische Belastung angesprochen. Sowohl die Schule zu meistern (zu Zeiten des Turboabiturs), als auch Hochleistungssport zu praktizieren ist für viele eine schier unmögliche Kombination. Wie verbindest du diese beiden sehr anspruchsvollen und zeitaufwendigen Beschäftigungen?</em></p>
<p>Das ist wirklich nicht leicht. Donnerstags habe ich bis viertel nach fünf Schule, da ist Training unmöglich. Die Trainingseinheiten liegen immer ungefähr zwischen 17:00 und 20:00. An den anderen Tagen, an denen ich lange Unterricht habe, bin ich dann immer etwas über eine Stunde zuhause, bis ich zum Training muss. Hausaufgaben erledige ich dann nach dem Training und wenn Klausuren anstehen, schaffe ich es an dem Tag davor meistens nicht mehr zum Training.</p>
<p><em>Dein Zeitmanagement beweist, dass du auch in der Schule sehr erfolgreich bist. Am 4. Dezember hast du den Angelus-Sala-Preis für Chemie erhalten. Ist dir Schule wichtiger als das Schwimmen?</em></p>
<p>Ja, Schwimmen ist mir schon sehr wichtig. Aber Schule geht vor!</p>
<p><em>Jannes, eine letzte Frage, die ich dir gerne stellen würde: Viele Schüler und Schülerinnen beneiden dein Multitalent. Verrätst du ihnen dein Geheimnis, wie du das alles unter einen Hut bekommst?</em></p>
<p>Ich weiß nicht, ob es viele beneiden. Wie ich das unter einen Hut bekomme? Kann ich dir nicht sagen, ich habe kein Geheimnis. Ich denke, man braucht nur den Willen dazu und natürlich ein bisschen Ehrgeiz, das auch durchzuziehen.</p>
<p><em>Im Namen der AGO-Homepage-Redaktion bedanke ich mich bei dir für dieses aufschlussreiche Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg (sei es in der Schule oder im Schwimmbecken)!</em></p>
<p>(Dieses Interview führte unser Redakteur Mario Debiec am 17.12.2008)</p>
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		<title>Jana Wolgast: Ein Beispiel für Andere!</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 09:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Einar von Mehren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer neuen Reihe &#8220;Die stillen Stars&#8221; stellt unser Redakteur Ansgar Nehls heute Jana Wolgast (Jg. 12) vor. Sport! Freunde! Party! Musik! Dies sind wahrscheinlich die Aktivitäten, der die meisten Jugendlichen in ihrer Freizeit nachgehen. Auch Jana Wolgast macht Sport und trifft sich mit Freunden. Umso bemerkenswerter ist deshalb, dass sie noch Zeit findet sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In unserer neuen Reihe &#8220;Die stillen Stars&#8221; stellt unser Redakteur Ansgar Nehls heute Jana Wolgast (Jg. 12) vor.</strong></p>
<p><img title="jana.jpg" src="http://www.ago-schule.kwe.de/joomla/images/stories/jana.jpg" alt="jana.jpg" width="151" height="154" /></p>
<p>Sport! Freunde! Party! Musik! Dies sind wahrscheinlich die Aktivitäten, der die meisten Jugendlichen in ihrer Freizeit nachgehen. Auch Jana Wolgast macht Sport und trifft sich mit Freunden. Umso bemerkenswerter ist deshalb, dass sie noch Zeit findet sich wohltätig zu betätigen. <em>„Ich kenne eigentlich Keinen in meinem Alter, der sich diesbezüglich engagiert.“</em>, sagt sie selber und kann dabei schon auf fünf Jahre Erfahrung bei drei verschiedenen Organisationen zurückblicken.<span id="more-875"></span></p>
<p>Begonnen hat Jana bei Care, einer weltweiten Organisation zur globalen Armutsminderung. Sie wurde dazu maßgeblich von dem Familienurlaub in Marokko, Ägypten und Algerien inspiriert.Dort bekam sie extreme Armut zu Gesicht. Unter anderem musste sie mit ansehen, wie ein Friedhof als Massenwohnstätte genutzt werden musste.</p>
<p>Später wechselte die AGO-Schülerin der 12. Klasse zu Unicef, um als Jugendbotschafterin zu fungieren. Sie organisierte Aktionstage und Projekte, wie einen Malwettbewerb mit Kindern zum Thema Afrika. Doch auch Geld sammeln oder Informationen verteilen gehört zu den Aufgaben einer Jugendbotschafterin. Über ihre einzelnen Projekte und Themen, wie Aidswaisen in Afrika schrieb Jana Wolgast Arbeiten, die sie bei Unicef Wettbewerben einreichte. Dabei schaffte sie es auch einmal, unter die ersten zwanzig zu gelangen. Mit 18 Jahren kam dann der Wechsel hin zu Terre des Hommes, denn wer volljährig wird, muss sein Amt als Jugendbotschafter ablegen.</p>
<p>Doch Jana schlägt auch kritische Töne gegenüber Unicef an, die sie dazu bewegt haben, die Organisation erneut zu wechseln. <em>„Bei Unicef bin ich damals ausgestiegen, da es mir vorkam, dass die Organisation zu groß wird und es Vorwürfe gegeben hat, dass Gelder veruntreut worden waren.“</em> Bei Terre des Hommes vermittelt Jana nun Patenschaften und plant auch eigene Projekte.</p>
<p>Dabei kommt es manchmal dazu, dass ihre Arbeit recht zeitintensiv ist und sie viel zu Hause arbeiten muss. <em>„Doch dies passiert meist nur vor größeren Projekten wie dem Weltkindertag.“</em> Der Regelfall ist, dass sie ihre Gruppe zweimal im Monat trifft. Daher kann Jana nicht verstehen, warum sich so wenige Jugendliche mit diesem Thema beschäftigen. <em>„Ich finde es schade, dass es wenige Leute in meinem Alter gibt, die sich engagieren. Meiner Meinung nach wird auch zu wenig Werbung gemacht.“</em></p>
<p>Auch später will Jana sich mit wohltätiger Arbeit beschäftigen. Doch soll es noch immer die indirekte Hilfe bleiben, die Hilfe zur Selbsthilfe. Denn: <em>„Ich glaube nicht, dass ich es in Krisengebieten aushalten würde.“</em> Am liebsten will sie später beruflich Projekte organisieren. Hoffentlich schafft sie es dann auch, mehr Jugendliche für den Kampf gegen die globale Armut zu gewinnen.</p>
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