Ab in den Wald! Bio - Leistungskurs wechselt das Klassenzimmer

Ab in den Wald! Bio - Leistungskurs wechselt das Klassenzimmer

Am Freitag, dem 17. Juni, hatte der Biologie-Leistungskurs von Frau Brockmann die Möglichkeit an einer Waldexkursion in Kooperation mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) teilzunehmen.
Vor dem Wildenloh wurden wir herzlich von Edgar Knapp, Geograph und Experte für nachhaltige Entwicklung der Stadt Oldenburg empfangen.
Mit allerlei Utensilien zur Beobachtung und Analyse des Ökosystems Wald ausgestattet, starteten wir nach einer kurzen Einführung mit der Vegetationsaufnahme. Hierzu wurden möglichst vielfältige Abschnitte des Waldes genauer unter die Lupe genommen:
Mithilfe von Vorwissen und Lexika konnten wir dabei verschiedene Vegetationsformen in den für Wälder typischen Stockwerken erkennen. In der Krautschicht konnten beispielsweise das Kleine Springkraut oder verschiedene Farnenarten ausgemacht werden, in der Strauchschicht das Buschwindröschen oder die Brombeere und in der Baumschicht die Hainbuche oder die Rotbuche. Auch lernten wir hierbei die Höhe von Bäumen mit einfachen Hilfsmitteln besser abzuschätzen.

Nach einer kurzen Pause ging es dann mit der Stationsarbeit weiter. Diese bestand aus einer Bodenanalyse, Temperatur- und Lichtmessung sowie einer Untersuchung der organischen Bodenauflage und Bodenfauna.
Bei der Bodenanalyse entnahmen wir mithilfe eines Bohrstocks eine Bodenprobe. Hierbei wurden auf eindrückliche Weise die verschiedenen Bodenhorizonte, das heißt die verschiedenen Schichten des Bodens deutlich. Herr Knapp konnte uns erklären, wie sich diese Bodenzusammensetzung unter dem Einfluss verschiedener Eiszeiten im Laufe der Jahre entwickelt hat.


Mithilfe eines Luxmeters und eines Thermometers wurden anschließend Licht und Temperatur gemessen. Wir waren alle erstaunt, dass die Temperatur- und Lichtverhältnisse innerhalb des Waldes so stark variieren. Dies erklärt jedoch das unterschiedliche Vorkommen diverser Pflanzenarten im Wald.
Besonders interessant war aber vor allem die Untersuchung der Fauna in der organischen Auflage. In den kleinsten Abschnitten konnten zahlreiche Tierarten ausgemacht werden. Wir fanden unter anderem Regenwürmer, Nacktschnecken, Hundert- und Tausendfüßler, Asseln, Käfer und Spinnen. All diese Organismen spielen im Wald eine wichtige Rolle, denn hier fällt durch Laub, Bruchholz und Kot stets eine Menge an „Abfällen“ an. Die Destruenten sind in der Lage, dieses organische Material zu sogenanntem Humus zu zersetzen. Wichtige Mineralstoffe werden den Produzenten so wieder zugänglich gemacht.


Wir möchten uns abschließend gerne bei Frau Brockmann und Herrn Knapp für die Möglichkeit bedanken, ökologische Grundlagen mit viel Freude und bei Sonnenschein außerhalb des Klassenraums erlernen und vertiefen zu dürfen.

Bericht und Fotos: Gero J. und Lara T.