Am Ende der Welt? - Austauschfahrt in die Bretagne

Dass es am Ende der Welt so schön werden könnte, hatte sich vielleicht keiner von uns erträumt. Am 21. September machten wir uns mit 26 Zehntklässlern, Frau Klostermann und Frau Pollock wortwörtlich auf zum Ende der Welt, denn unsere Austauschfahrt ging nach Quimperlé im westlichsten Département Frankreichs, dem Finistère (von lat. finis terrae, das Ende der Welt). Nach einem Zwischenstopp in Paris erwarteten uns unsere Partnerschüler des Lycée de Kerneuzec mit einem sehr abwechslungsreichen Programm für die kommende Woche. Vormittags wurde zunächst in französisch-deutschen Gruppen an kleinen Filmprojekten gearbeitet, ein kurzer Bretonisch-Kurs absolviert oder in echten französischen Schulunterricht hineingeschnuppert. Nach getaner Arbeit ging es dann in die Umgebung. Zuerst erkundeten wir Quimperlé, eine reizvolle Kleinstadt gelegen am Zusammenfluss der Isole und der Ellé. In Vannes und Quimper galt es, anhand von Bildern die Orte zu erkunden. In einer ‘biscuiterie’ im malerischen Künstlerort Pont-Aven erfuhren wir, wie viel Butter wirklich in den leckeren bretonischen Keksen steckt und durften sie dann auch probieren. Nach 307 (!) Stufen genossen wir die Aussicht vom Leuchtturm von Eckmühl, und auf der kleinen Insel Labor-Baden im Golf von Morbihan besichtigten wir ein über 6000 Jahre altes Hünengrab. Aber auch sportliche Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Gleich am zweiten Tag paddelten wir mit unseren Austauschpartnern auf der Laita in Richtung Meer. Der Höhepunkt der Austauschfahrt war aber für viele der Surfkurs bei Le Pouldu. Bei schönstem Sonnenschein spülten die Wellen die Surfbretter (mit oder ohne Wellenreiter) immer wieder an den Sandstrand. Die Wochenenden standen zur freien Verfügung, so dass alle etwas anderes in ihren Familien erlebten. Die bretonische Herzlichkeit und Gastfreundschaft zeigten sich dann nicht zuletzt daran, dass wir mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Geschenken als Souvenirs die Heimreise antraten. Hinter uns lag eine gute Woche voller neuer Eindrücke mit köstlichen Crêpes, viel Französisch und dem Beginn hoffentlich lang anhaltender deutsch-französischer Freundschaften. Vive l’amitié franco-allemande!

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