Aufbruch vom Leben - "Plötzlich ist alles anders"

Aufbruch vom Leben - "Plötzlich ist alles anders"

Vor einiger Zeit berichteten wir von dem Projekt „Aufbruch vom Leben“, an dem ein Kurs unseres 10. Jahrganges teilnahm (siehe Bericht 11.05.2020). Inzwischen gibt es beeindruckende und zum Teil auch sehr nahegehende Ergebnisse. Eines davon, das sich mit den Trauerphasen im Kindesalter beschäftigt, dürfen wir mit netter Genehmigung  der Verfasserin hier veröffentlichen.

 

 „Ist es für Mama im Grab nicht viel zu kalt?“ – Umgang mit Tod und Trauer bei Kindern verschiedener Altersstufen

Und plötzlich ist alles anders:

An einem Sonntag fand in unserem Stadtteil ein Straßenfest statt. Eigentlich hatte ich keine große Lust darauf, aber letztlich bin ich dann doch mit meinen Eltern hingegangen. Am Waffelstand trafen wir einen Kollegen meiner Mutter mit seiner Frau und ihren beiden Söhnen. Der kleinere war gerade drei Jahre alt geworden, der ältere war acht und ging in die dritte Klasse. Während sich die Erwachsenen unterhielten, spielte ich ein wenig mit den beiden Jungen, denn sie hatten am Glücksrad einen Ball und eine Frisbee gewonnen. Der Dreijährige erzählte mir stolz, dass er bald in den Kindergarten kommen würde und der Große freute sich schon sehr auf einen Ausflug in den Freizeitpark, den die Eltern den Jungen versprochen hatten. Nach einiger Zeit verabschiedeten sich die Erwachsenen und ich war froh, dass das Fest bald beendet war. Die beiden Jungen hatte ich schon nach wenigen Tagen fast wieder vergessen.

Zwei Wochen später kam meine Mutter blass und mit traurigem Gesicht von der Arbeit. Sie erzählte mir mit zitternder Stimme, dass die Frau des Arbeitskollegen, den wir auf dem Fest getroffen hatten, am Vortag bei einem schlimmen Autounfall ums Leben gekommen war. Ich war total geschockt und wusste gar nicht, was ich sagen sollte.

Zuerst dachte ich nur an die arme Frau, die so plötzlich verstorben war, die vielleicht schlimme Schmerzen ertragen musste, die noch so viele Pläne und Wünsche gehabt hatte und sich nun nicht mal von ihrer Familie verabschieden konnte. Dann fiel mir der Ehemann der Verstorbenen ein, der ohne Vorwarnung die Frau verloren hatte, die er liebte. Ich konnte mich wieder erinnern, dass er seinen Arm bei dem Fest liebevoll um sie gelegt und sich mit ihr einen Kaffee geteilt hatte. Ich dachte daran, dass er jetzt plötzlich ganz allein mit allem klarkommen musste, vor allem mit den beiden Kindern.

Die Kinder! Plötzlich erinnerte ich mich wieder genau an die beiden Jungen, mit denen ich gespielt und rumgealbert hatte und ich bekam auf einmal einen riesigen Kloß im Hals. Mir wurde ganz schlecht bei dem Gedanken, dass diese beiden fröhlichen Kinder gerade ihre Mutter verloren hatten.  Mir fiel wieder ein, wie der kleine Junge auf dem Fest beim Ballspielen hingefallen war. Er hatte sich sofort in die schützenden Arme der Mutter geflüchtet und diese wusste ganz genau, wie sie ihren Sohn trösten und aufheitern konnte. Und als der Ältere über Halsschmerzen klagte, zauberte die Mama mit einem Lächeln die Lieblingshustenbonbons aus ihrer großen Handtasche hervor. Beide hatten sich wie selbstverständlich darauf verlassen, dass die Mutter immer für sie da war und ihnen in jeder Situation helfen würde. Und nun plötzlich war sie gestorben.

Wie muss sich das für so kleine Kinder anfühlen, wenn die Mutter plötzlich nicht mehr nach Hause zurückkommt? Können sie das überhaupt verstehen? Welche Vorstellung haben sie in ihrem Alter vom Tod? Wie kann man Kindern in verschiedenen Altersstufen so etwas Trauriges erklären? Kann der Glaube in einer solchen Situation helfen? Wie wird ihr Leben von nun an aussehen und wer kann in einer solchen Situation helfen? So viele Fragen gingen mir durch den Kopf…

Und natürlich gab es da auch noch diese eine zusätzliche Frage, die ich am liebsten einfach verdrängen wollte, die sich aber immer wieder in meine Gedanken schlich. Wie wäre es für mich, wenn mir das passiert wäre? Als Teenager denkt man zwar oft, dass man die Eltern eigentlich kaum noch braucht, aber trotzdem fühlte sich dieser Gedanke alles andere als gut an.

An diesem Abend konnte ich sehr lange nicht einschlafen und nach einiger Zeit habe ich begonnen, mit meinem Handy im Internet nach Antworten auf diese Fragen zu suchen. Schnell fand ich heraus, dass das Alter neben einigen anderen Faktoren einen großen Einfluss darauf hat, wie Kinder mit dem Tod eines nahen Angehörigen und der Trauer umgehen:

Trauer im Kindergarten- und Vorschulalter:

Ganz kleine Kinder bis etwa 5 Jahren können die Endgültigkeit des Todes noch gar nicht begreifen, da sie noch kein ausgeprägtes Verständnis für Zeit und Dauer haben. Sie stellen sich den Tod eher wie einen langen Schlaf vor und erwarten, dass der Verstorbene irgendwann zurückkommt. Das kann dazu führen, dass ein Kind immer wieder intensiv nach der Person sucht oder zornig auf den Verstorbenen wird, weil es nicht verstehen kann, warum dieser nicht zu ihm zurückkehrt. Auch kommt es häufig vor, dass Vorschulkinder ganz praktische Fragen stellen, wie z. B.: „Ist es für Mama im Grab nicht viel zu kalt und was isst sie dort eigentlich?“.  Auch wenn die Kinder den Tod nicht wirklich verstehen können, nehmen Sie die damit verbundenen Veränderungen in der Familie und dem Verhalten der Erwachsenen sehr deutlich war. Sie reagieren darauf oft mit deutlichen Verhaltensveränderungen wie z. B. bei Schlaf- und Essgewohnheiten. Oft erfolgt hier eine Regression in der Entwicklung, d. h. Kinder nässen plötzlich wieder ein, nuckeln wieder am Finger oder verfallen wieder in die Babysprache.

Gerade die ganz kleinen Kinder trauern in der Regel nur in kleinen Portionen, d.h. es ist völlig normal, dass sich Phasen großer Traurigkeit mit Zeiten von fröhlichem Spiel abwechseln. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Schutzmechanismus, d.h. die Kinder lassen nur so viel Trauer zu, wie sie gerade verarbeiten können. Auch plötzliche Wutausbrüche sind häufig, da die Kinder noch nicht in der Lage sind, die eigenen Gefühle und die Trauer mit Worten auszudrücken.

Im Umgang mit trauernden Vorschulkindern ist es besonders wichtig, den Tod und die Endgültigkeit immer wieder eindeutig zu benennen und kindgerecht zu erklären. Dabei sollte man auf jeden Fall Umschreibungen für den Tod vermeiden, da diese zu wörtlich verstanden werden. Wenn man sagt, die Mama sei „eingeschlafen“, kann das leicht zu Schlafstörungen und Ängsten führen, da das Kind fürchtet, es selbst oder andere könnten sterben, wenn sie abends einschlafen. 

In diesem Alter sollte man auch sehr vorsichtig sein, wenn man in diesem Zusammenhang über Gott und den Himmel spricht. Die Vorstellung, dass die Mama das Kind aus dem Himmel beobachtet, kann zu Wut auf die Mutter führen, da diese scheinbar nur zuschaut und nicht zurückkommt. Auch die Formulierung „Gott nimmt immer die besten Menschen zu sich“ kann zu Wut auf Gott führen oder dazu, dass das Kind sich bewusst schlecht benimmt, um nicht auch in den Himmel geholt zu werden. Tröstlicher ist die Aussage, dass man die verstorbene Person sehr vermisst, es aber gut zu wissen ist, dass diese nun bei Gott ist und ihr nichts mehr weh tut.

Trauer im Grundschulalter:

Kinder ab dem Grundschulalter können hingegen in der Regel verstehen, dass der Tod endgültig ist. Allerdings können sie diesen trotzdem nicht wirklich begreifen, es vermischt sich oft Realität und Phantasie. Der Tod wird manchmal personifiziert oder als Bestrafung empfunden. Langsam wird den Kindern bewusst, dass nicht nur Freunde und Verwandte vom Tod betroffen sein können, sondern dass auch sie selbst sterben können und eines Tages sterben werden. Das alles führt sehr oft zu Trennungsängsten, Angst vor dem Verlassenwerden und einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis.  Generell kann sich die Trauer in ganz unterschiedlichen Formen zeigen. Manche reagieren mit Alpträumen, Wut und Aggressionen, andere ziehen sich eher zurück und zeigen deutlich weniger sichtbare Reaktionen. Aber gerade diese Kinder, die scheinbar leichter mit der Trauer zurechtkommen, erfahren dadurch oft zu wenig Unterstützung. Hier ist es besonders wichtig, dass die Umgebung des Kindes trotzdem nicht aus den Augen verliert, dass das Kind einen schweren Verlust erlitten hat und daher besonders viel Sicherheit, Unterstützung und Möglichkeiten zum Reden und Fragen benötigt. Vieles zeigt sich auch nicht direkt nach dem Todesfall, sondern tritt erst viel später auf, z. B. in Form von einbrechenden Leistungen in der Schule. Generell gibt es für betroffene Kinder sehr viele Situationen, in denen die Trauer plötzlich wieder aufbricht. Gerade bei besonderen Anlässen wie Feiertagen oder Schulfesten wird den Kindern wieder schmerzhaft bewusst, dass eine wichtige Person fehlt. Hinzu kommt in diesem Alter oft noch die Befürchtung vieler betroffener Kinder, dass ihre Freunde sie für „anders“ halten und nicht mehr akzeptieren könnten. Gleichzeitig haben viele dieser trauernden Kinder die Sorge, den Verstorbenen evtl. zu vergessen. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, mit den Kindern möglichst oft über die verstorbene Person zu sprechen, gemeinsam Fotos anzusehen oder gemeinsame Rituale zur Erinnerung zu entwickeln. Hierzu kann z. B. auch der regelmäßige Besuch des Friedhofs, das Anzünden einer Kerze oder das Einbeziehen der verstorbenen Person ins tägliche Gebet gehören. Auf diese Weise kann die Religion bei Kindern ab dem Grundschulalter eine wichtige Rolle im Umgang mit Tod und Trauer einnehmen. Auch gibt es viele Bibelgeschichten, die für diese Altersstufe gut verständlich und tröstlich sein können. So vermittelt beispielsweise die Ostergeschichte den Wandel von der Trauer über den Tod Jesu am Kreuz hin zur Gewissheit auf ein Leben nach dem Tod. Auch das Gleichnis vom Weizenkorn verdeutlicht den Prozess von Sterben und Auferstehen.

Trauer bei Teenagern und Jugendlichen:

Jugendliche haben meist dieselben Vorstellungen vom Tod wie Erwachsene. Ab diesem Alter tauchen oft zusätzlich die Sinnfragen auf: „Welchen Sinn hat das Leben?“ oder „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“.  Zur Pubertät gehören ohnehin bei jedem Jugendlichen Stimmungsschwankungen, Gefühlschaos und die Suche nach der eigenen Identität. Wenn dann der Tod eines nahestehenden Menschen hinzukommt, verstärken sich mit der Trauer vorhandene Ängste und Unsicherheiten. Dennoch wollen trauernde Teenager oftmals von anderen nicht mit diesen Gefühlen konfrontiert werden und nicht mit Verwandten oder Freunden darüber sprechen. Die ambivalenten und heftigen Gefühle zeigen sich meist auch in der Trauer. Viele ziehen sich phasenweise stark zurück, vernachlässigen bisherige Hobbies und vergraben sich tagelang im Bett. Dann plötzlich kommt es aber auch zu heftigen Reaktionen wie Türenknallen, extrem lauter Musik und Flucht aus dem Elternhaus.  Trotzdem sehnen sich die Betroffenen meist nach einer Person, der sie sich anvertrauen können und die einfach mal zuhört. In diesem Alter suchen sich die Jugendlichen dafür aber häufiger außenstehende Personen, das können z. B. Nachbarn, Paten, Vertrauenslehrer oder andere Betroffene sein. Ohnehin schon bei vielen Teenagern vorhandene Zukunftsängste können sich deutlich verstärken und so dazu führen, dass die Loslösung vom Elternhaus unterbrochen wird. Oftmals fühlen sich Jugendliche dafür verantwortlich, die Aufgaben oder die Rolle des Verstorbenen in der Familie zu übernehmen oder die anderen trauernden Familienmitglieder zu schützen und zu unterstützen. Insbesondere, wenn noch jüngere Geschwister vorhanden sind, werden die älteren Kinder manchmal unbewusst durch das Umfeld in diese Rolle gedrängt. Das kann schnell zu Überforderungen führen und die Jugendlichen in Ihrer natürlichen Entwicklung, Trauer und Abnabelung von der Familie behindern. Gelegentlich kommen Schuldgefühle dazu, weil sie dem Verstorbenen nicht helfen konnten und die Jugendlichen beschäftigen sich viel mit der Frage, warum gerade ihnen und ihrer Familie dieser Schicksalsschlag passiert ist. In diesem Zusammenhang kann dann die Religion und Spiritualität eine wichtige Rolle einnehmen. So können sich im Glauben Antworten auf die drängenden Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem eigenen Schicksal, dem Umgang mit Leid und der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit dem Verstorbenen finden. Oftmals haben die Jugendlichen bereits im Rahmen von Konfirmations- oder Firmvorbereitungen, Jugendfreizeiten oder Gruppentreffen Kontakte zu Mitarbeitern der Kirche geknüpft, die nun zu wichtigen Ansprechpartnern und Wegbegleitern werden können. Aber auch außerhalb der Kirchengemeinde gibt es viele Angebote.

Hilfe für trauernde Kinder und Jugendliche:

In vielen Städten gibt es Trauergruppen oder professionelle Trauerunterstützung nicht nur für Erwachsene, sondern auch speziell für trauernde Kinder verschiedener Altersstufen. Anbieter sind oft Vereine, aber auch Kirchengemeinden oder Sozialverbände. Hier bekommen Trauernde die Möglichkeit, sich in Gruppen mit gleichaltrigen Betroffenen unter professioneller Anleitung zu treffen und auszutauschen. Den Kindern wird ein geschützter Rahmen geboten, in dem sie sich mit der eigenen Trauer auseinandersetzen können und wieder Kraft und Zuversicht finden können. Es wird ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen und es werden altersgemäße Angebote zum Umgang mit der Trauer gemacht. Das können z. B. Mal- oder Bastelarbeiten sein, gemeinsames Singen und Musizieren, Rollenspiele, Tanz oder Geschichten. Die Kinder und Jugendlichen empfinden es oft als sehr angenehm, hier auf andere zu treffen, die in der gleichen Situation sind wie sie selbst. Sie erkennen, dass auch andere schlimme Verluste erlitten haben und dennoch Wege zurück in ein zufriedenes Leben finden können. Sie müssen sich hier nicht verstellen und nichts erklären, hier werden sie so akzeptiert wie sie sind. Es können alle Fragen gestellt werden und für Wut oder Tränen muss sich hier niemand schämen. Im Austausch mit Gleichaltrigen mit ähnlichen Erfahrungen trauen sich viele offener über Gefühle und Ängste zu sprechen. Die professionellen Fachkräfte begleiten dabei einfühlsam die trauernden Kinder und haben ein sehr gutes Gespür dafür, was diese gerade besonders bewegt und wie sie unterstützt werden können. Durch die Aufteilung auf die verschiedenen Altersgruppen kann ganz gezielt auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der Trauer jeder Altersklasse eingegangen werden.

Das Leben geht weiter:

Wie ich erst später erfahren habe, gehen auch die beiden Jungen, die ich beim Straßenfest kennengelernt hatte, in eine Trauergruppe. Außerdem zeigten sie bei ihrer Trauer tatsächlich einige der Reaktionen, die ich im Internet recherchiert hatte. In den ersten Wochen nach dem Unfall hörte meine Mutter jedoch zunächst nicht mehr viel von ihrem Kollegen. Er wurde vom Betrieb in einen bezahlten Urlaub geschickt, um sich um alles Organisatorische und natürlich um die Kinder kümmern zu können. Er hatte sich anfangs sehr zurückgezogen und angebotene Hilfe nur aus der engsten Verwandtschaft angenommen. Von allen übrigen Bekannten wünschte er sich vor allem Verständnis dafür, dass er sich in der ersten Zeit nicht weiter melden würde. Aus diesem Grund wussten wir lange nicht, wie es ihm und den Kindern gerade ging. Ich musste allerdings sehr oft an diese Familie und die beiden netten Jungen denken und hoffte, dass sie viel Unterstützung bekommen würden. Nach einiger Zeit fing der Kollege wieder an, in Teilzeit zu arbeiten. Glücklicherweise wohnen die Großeltern der Kinder ganz in der Nähe und kümmern sich nun viel um die beiden Jungen. Nun erfuhr ich, dass es ihnen allen inzwischen wieder einigermaßen gut geht und nicht nur die Kinder, sondern auch der Vater regelmäßig ihre individuellen Trauergruppen besuchen.

Der Kleine hatte tatsächlich anfangs die Situation nicht verstehen können und lange verzweifelt auf die Rückkehr der Mutter gewartet. Noch immer stellt er oft die Frage, wo die Mama ist und warum sie nicht zurückkommen kann. Für ihn ist die Oma schnell zu einer sehr wichtigen Bezugsperson geworden, bei der er zu Beginn auch nochmal in ein Babyverhalten zurückgefallen war und sich wieder füttern und auf den Arm nehmen ließ. Inzwischen hat sogar die Eingewöhnung im Kindergarten recht gut geklappt. Allerdings ist er hier anfangs oft traurig und wütend gewesen, wenn die anderen Kinder gefragt haben, warum er denn nie von seiner Mama abgeholt wird.  Aus diesem Grund geht er sehr gerne zu seiner Trauergruppe, weil er dort nie solche Fragen beantworten muss.

Der ältere Junge hat auf den Tod der Mutter mit sehr großen Trennungsängsten reagiert. Er möchte nicht mehr bei den Großeltern oder Freunden übernachten und hat große Angst davor, im Sommer auf Klassenfahrt zu fahren und dann in einer Jugendherberge übernachten zu müssen. Er hat aber in seiner Trauergruppe einen Jungen kennengelernt, mit dem er sich sehr gut versteht und auch in der Freizeit gerne etwas unternimmt. Gemeinsam mit der Familie dieses neuen Freundes hat neulich auch der Ausflug in den Freizeitpark stattgefunden, den ursprünglich die Eltern kurz vor dem tragischen Tod der Mutter den beiden Jungen versprochen hatten. Dieser Tag war für alle ein besonderes Erlebnis. Zum einen wurde allen nochmal ganz deutlich, dass die Mutter fehlt und für immer eine große Lücke hinterlassen hat. Gleichzeitig war es aber auch eine Art Aufbruch in eine neue gemeinsame Zukunft mit neuer Hoffnung, Zuversicht und einem starken familiären Zusammenhalt.

von Saskia Diebels, Klasse 10a

 

Verwendete Quellen (Stand: 31.03.2020):

https://www.evangelischekirchehochdahl.de/2017/01/wenn-kinder-trauern/

https://www.caritas.de/magazin/zeitschriften/sozialcourage/eichstaett/trauer-im-glauben-bewaeltigen

https://www.sueddeutsche.de/leben/hilfe-fuer-trauernde-kinder-der-papa-fehlt-1.938841-2

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/tod_und_trauer/sterben/pwiediesichtderkinderaufdentod100.html

http://www.trauer-bei-familie-und-kindern.de/trauer/-bei-kindern/

https://www.trauerundgedenken.de/mobil/trauer-und-trost/trauerhilfeundsterbebegleitung/trauer-bei-jugendlichen

https://www.traudichtrauern.de/was-ist-trauer/jugendliche.html

https://www.trauerland.org/unsere-angebote/fuer-kinder/

https://www.familie.de/kleinkind/tod-sterben-kindern-erkaeren/

https://www.babycenter.de/a27706/wie-spreche-ich-mit-einem-kind-im-kindergartenalter-über-den-tod

https://www.rainbows.at/tipps-tod-trauer/