Seminarfach berichtet von Erlebnissen in China

 


Von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in China haben die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs „China verstehen“ am vergangenen Donnerstagabend in der Aula berichtet. Im September hatte die Schülergruppe die Städte Shanghai, Xi‘an und Peking besucht. Durch kurze Vorträge zu verschiedenen Themen erhielten die rund 150 Gäste einen lebhaften Eindruck von den Höhepunkten der Seminarfahrt. Ob zu typischen chinesischen Speisen, den kulturellen Aspekten, dem chinesischen Schönheitsbild oder dem typischen Alltag einer chinesischen Familie – hautnah konnten die Schülerinnen und Schüler berichten, da sie während des Aufenthalts in Xi’an einige Tage in einer Familie zu Gast waren und dort auch die Xi’an Middle School Nr. 89 besuchten. Mit einem großen Applaus bedankte sich die Gruppe bei Seminarfachleiter Ludger Hillmann, der die Reise in das Reich der Mitte organisiert hatte. Im Anschluss konnten die Gäste bei Frühlingsrollen, Teigtaschen und anderen chinesischen Spezialitäten auch weitere individuelle Eindrücke erfahren.

Text und Fotos: Hauke-Christian Dittrich

Einen ausführlichen Bericht zur Seminarfahrt nach China gibt es hier.

L’HOMME ET LA MER / Der Mensch und das Meer

– ein ganz besonderes Austauschprojekt mit dem Lycée de Kerneuzec –

Unser Frankreichaustausch 2017 war ein ganz besonderer….  Das lag nicht nur an einer ganz besonders netten, gut harmonisierenden deutsch-französischen Austauschgruppe, die auch bei den aus Schülersicht sicherlich manchmal verrücktesten Ideen ihrer von einer Fortbildung inspirierten Lehrer (z.B. WortschatzARBEIT, Teletandem- und TandemARBEIT, An der Nordseeküste/C’est pas l’homme qui prend la mer 😉) mit Spaß dabei waren, sondern auch an unserem diesjährigen Austauschprojekt L’Homme et la Mer/Der Mensch und das Meer.

Vor den Herbstferien brachen 28 AGOnauten zusammen mit Frau Klostermann und Frau Osthövener an das bretonische Ende der Welt, le Finistère, auf. Neben Erkundungen der Bretagne z.B. mit Besuchen im Océanopolis in Brest, in Concarneau, Pont Aven, Quimper, in einer Cidrerie, einer Biscuiterie und einer Austernzucht und gemeinsamen sportlichen Aktivitäten beim Kayak de mer inmitten einer Kegelrobbenkolonie, beim Surfkurs oder bei bretonischen Tänzen standen wie schon beim Besuch der Franzosen in Oldenburg wieder Berufserkundungen in verschiedenen Betrieben auf dem Programm.

Die Bandbreite der bretonischen Interviewpartner reichte dabei von Surf- und Tauchlehrern über Fischer und Austernzüchter bis hin zu Pädagogen, Meeresbiologen und maritimen Forschern an der Universität von Lorient. Sie lieferten unseren AGOnauten interessante Einblicke in die maritime Berufswelt der Bretagne.

Ein Zwischenstopp in Paris auf dem Rückweg, der unter dem beleuchteten Eiffelturm endete, rundete die Fahrt gelungen ab.

Ein Lob für ihre guten Sprachkenntnisse erhielten die Teilnehmer nicht nur von ihren französischen Gasteltern, sondern auch von Besuchern der Vernissage (Eltern, französische Kollegen) für die Präsentationen ihrer Berufserkundungen.

Dass unser insgesamt einjähriges Austauschprojekt ein ganz besonderes war, fand auch die Jury des Deutsch-Französischen Jugendwerkes, die das Projekt gleich doppelt ausgezeichnet hat, zum einen als besonders förderungswürdiges

  • IN-Projekt 2017 (IN steht dabei für ein innovatives, interdisziplinäres und interkulturelles deutsch-französisches Austauschprojekt) und zum anderen
  • als Gewinnerprojekt des mit 1000 € dotierten Teletandem-Förderpreises 2017.

Das ist auch für uns als betreuende Lehrkräfte eine erfreuliche Anerkennung unserer Arbeit, die uns darin bestärkt, auch bei zukünftigen Austauschprogrammen die intensive sprachliche Arbeit in deutsch-französischen Tandems fortzusetzen.

Ebenso freuen wir uns über unsere sechs(!) Schülerinnen, die die Chance der Austausch-verlängerung in Form des dreimonatigen Brigitte-Sauzay-Aufenthaltes genutzt haben und mit hervorragenden Französischkenntnissen wieder zu uns stoßen werden, und natürlich über die Tatsache, dass bei einigen Austauschteilnehmern die Vorbereitungen für weitere Besuche in der Bretagne bzw. Oldenburg schon laufen.

Beendet ist das Austauschprojekt noch nicht. Eine gemeinsame Feier des Förderpreises per Videokonferenz und ein vorweihnachtliches Teletandem-Projekt sind bereits in Planung.

Einige Zitate unserer Austauschteilnehmer/innen (anonyme Umfrage):

AUSFLÜGE

  • Der Austausch war super. Wir alle waren im Austauschfieber, sogar die Busfahrer beim Singen im Bus!
  • Die Ausflüge fand ich sehr schön, das Meer ist noch viel schöner als ich dachte.
  • Das Programm fand ich sehr abwechslungsreich und gut strukturiert. Wir haben sehr viel von der wunderschönen Bretagne gesehen.
  • Ich hätte gern noch mehr Freizeit (ohne Rallye) in den Städten gehabt.
  • Bei einigen Ausflügen hätten wir mehr Zeit gebraucht. Pont-Aven, Concarneau, Quimper waren tolle Orte, wo man gern mehr Zeit verbracht hätte. Der Aufenthalt in Paris war ein genialer Abschluss einer tollen Zeit.
  • Die Kanutour war megaschön.
  • Die Ausflüge haben Spaß gemacht! Das Surfen war richtig gut!
  • Uns haben das Surfen und das Kajakfahren am besten gefallen. Das war sooooo cool!
  • Das Programm war sehr abwechslungsreich. Das Surfen, das Probieren der Austern und der gemeinsame bretonische Abend mit den bretonischen Tänzen haben mir sehr gefallen.
  • Die Aktivitäten des Austauschprogramms waren sowohl in Deutschland, als auch in

Frankreich abwechslungsreich und sehr interessant! Es waren Dinge dabei, die man alleine bestimmt nicht gemacht hätte. Ich fand es sehr aufregend in Frankreich die Cidrerie, die Kekserei und den Austernfischer zu besuchen. Wahrscheinlich hätte ich sonst auch keine Auster probiert. Das Wellenreiten und Kajakfahren haben besonders viel Spaß gemacht. Die vielen kleinen Städte/Orte waren auch sehr schön.

  • Paris war auch super! Die abendliche Bootstour war richtig schön. Es wäre cool gewesen, wenn wir noch länger in Paris geblieben wären.
  • Paris am Ende war soooooooooooo toll!
  • Mir haben das Surfen, der Besuch im Océanopolis in Brest und als besonderer Abschluss einer tollen Fahrt der Aufenthalt in Paris besonders gut gefallen.

GASTFAMILIE

  • Meine Gastfamilie war so toll! Sie haben mich sehr gut aufgenommen und ich fühlte mich wie zu Hause.
  • Meine Gastfamilie war super freundlich und man wurde toll aufgenommen. Ich werde die gemeinsamen Abende mit der Familie nicht vergessen HerzY.
  • Unsere Gastfamilien waren super nett und haben uns wie ein Famlienmitglied behandelt.
  • Wir haben uns super verstanden! Man konnte sich gut verständigen!
  • Mein Corres ist soooooo toll! Ein richtiger Freund!
  • Mein Verhältnis zu meiner corres und ihren Freunden war sehr herzlich (neue Freundschaften!)
  • Meine Gastfamilie war sehr nett und herzlich. Alle haben sich bemüht, dass es mir gut geht.

SPRACHKENNTNISSE

  • Meine Sprachkenntnisse haben sich verbessert.
  • Wir verstehen Französisch jetzt viel besser.
  • Ich kann mich jetzt auf jeden Fall besser auf Französisch verständigen.
  • Man hat richtig gemerkt, wie man irgendwann automatisch Französisch gesprochen und gedacht hat.

TELETANDEM-/TANDEMARBEIT

  • Die Berufserkundungen waren sehr interessant.
  • Die Interviews waren beide Male richtig gut. Das hat mir wirklich viel Spaß gemacht.
  • Es war spannend Berufe zu entdecken, von denen man vorher noch nicht viel gehört hatte. Der Erlebnisbericht dazu war allerdings sehr zeitaufwendig, weil man nach den langen Tagen doch oft sehr müde war. Gerne hätte man auch mehr Zeit mit der Familie verbracht. Die Tage sind einfach sehr schnell vergangen!
  • Die Tandemarbeit war hilfreich. Es wäre schön, wenn man sie an schöneren Orten (z.B. draußen auf dem Schulhof, am Strand….) machen könnte.
  • Durch die Partnerarbeit mit dem eigenen und auch anderen Austauschschülern ist man sich näher gekommen und hat die eigenen Sprachkenntnisse verbessert und Mut zum Sprechen bekommen.
  • Die Tandem-Arbeit ist super. Sie bringt einem das Land und die Sprache näher. Ich fand es gut, dass die Partner häufig gewechselt wurden. So lernt man auch die anderen besser kennen.
  • Die Aufgaben und Themen, die wir in der Schule bearbeitet haben, waren gut, da man viel über persönliche Dinge und auch landestypische Einstellungen erfahren hat. Am besten haben mir die Berufserkundungen gefallen. Ich war überrascht, dass ich viel von den Antworten unseres französischen Interviewpartners verstanden habe. Beim Schreiben des Berichtes haben wir uns gegenseitig geholfen.

 

BEGLEITPERSONEN

  • Unser Busfahrer ist cool!
  • Die Lehrer waren super drauf und haben sich immer gleich um alles gekümmert.
  • VIELEN DANK an unsere Lehrer für die tollen Erfahrungen, die wir alle machen durften!
  • Toll, dass sich die Lehrer so super um alles gekümmert haben! Der Austausch hat echt Spaß gemacht!

SCHÖNSTER AUSTAUSCHMOMENT

  • Der beste Austauschmoment war für mich der Abschluss am beleuchteten Eiffelturm.
  • Mein schönster Austauschmoment war die Bootstour in der Dämmerung mit Blick auf den Eiffelturm. Ich finde die Stadt wunderschön!
  • Die Kajaktour!
  • Die ganze Fahrt!

LUSTIGSTER AUSTAUSCHMOMENT:

  • Am Lustigsten fand ich den Moment, als viele von uns zum ersten Mal eine Auster probiert und dann gemerkt haben wie, nun ja, gewöhnungsbedürftig die schmeckt.
  • Wenn man auf Französisch etwas im Speedtempo gefragt wurde, es nicht richtig verstanden und dann einfach „Ja“ gesagt hat, was dann manchmal lustige Folgen hatte (So wurde ich beispielsweise zur Vegetarierin!).
  • Das Singen im Bus!

BLÖDESTER AUSTAUSCHMOMENT:

  • Der Moment des Abschieds (4x)

 

AGOnauten reisen wieder nach Andalusien


Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b, Herr Eilts und Frau Bentlage machten sich vor den Herbstferien auf den Weg zur spanischen Austauschschule in Andalusien.

Die AGOnauten wurden – wie auch in den vergangenen Jahren – von ihren Gastfamilien begeistert und freundlich aufgenommen. Neben den individuellen Besonderheiten, die unsere Schülerinnen und Schüler genießen konnten, und den interessanten Erfahrungen in der spanischen Schule haben wir in diesem Jahr die ganz besonderen Highlights Andalusiens gesehen.

Wir waren nicht nur in Ronda mit der beeindruckenden Schlucht und der Stierkampfarena sowie in der Alhambra in Granada, sondern haben auch die Wiege der Hispanomusulmanischen Kultur in Córdoba gesehen, wo wir die Mezquita (die 1200 Jahre alte Moschee) besucht haben. Außerdem gab es bei einer angenehmen Lufttemperatur von über 30°C erfrischenden Wassersport an der Costa del Sol. In den Bergen waren wir bei kühleren Temperaturen wandern.
Wir freuen uns schon auf den Rückbesuch und das Wiedersehen ‚unserer Spanier‘ im Mai nächsten Jahres, wenn wir ihnen einige Attraktionen und Spezialitäten Norddeutschlands zeigen dürfen.

Es begann am AGO

Am 19. Oktober 2017 feierte das Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an Gymnasien in der Aula des Alten Gymnasiums sein 125-jähriges Seminarjubiläum mit Gästen aus Seminaren, Ausbildungsschulen, Hochschulen und Schulverwaltung.

Dass das Seminarjubiläum in der AGO-Aula gefeiert wurde, ist kein Zufall. Als das Großherzogtum Oldenburg 1892 nach preußischem Vorbild den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien einführte, wurde das AGO, das damals noch nicht das „Alte“ Gymnasium war, sondern als das Gymnasium schlechthin galt, zum ersten Standort des Studienseminars.

Ulrich Klügel hat sich in dem jüngst veröffentlichten Buch „Das Studienseminar Oldenburg 1892 – 1983. Der lange Weg zur Professionalisierung der Lehrerausbildung an höheren Schulen.“ facettenreich mit der Geschichte des Studienseminars auseinandergesetzt.

Ehemalige, Aktive und Zukünftige aus dem Umfeld des Studienseminares blickten bei der Festveranstaltung zurück auf eine pädagogische Erfolgsgeschichte, zogen Bilanz und planten für die Zukunft. Neben einem Festvortrag, den Professor Josef Leisen (Koblenz) unter dem Titel „Wie gelingt Lernen im Rahmen der Lehrerbildung? Vom handelnden Umgang mit Wissen und Werten.“ hielt, gab es Musik aus den Fachseminaren Musik unter der Leitung von Ralf Beiderwieden und Johannes Möller.  An einer Podiumsdiskussion nahmen Prof. Leisen, Prof. Dr. Sabine Döring (C.v.O.-Universität Oldenburg), Friedrich-Wilhelm Kahre (Studienseminar Hannover) und Diedrich Smidt (ehem. Leiter der Helene-Lange-Schule Oldenburg) unter der Moderation von Dr. Karl-Josef Burkard (Oldenburg) teil. Deutlich wurde, dass Lehrerausbildung ein komplexes Unterfangen ist, an deren Gelingen viele beteiligt sind. Viele Faktoren fordern die Beteiligten zu steter Reflexion und Weiterentwicklung heraus. Jedoch konnte herausgestellt werden, dass am Standort Oldenburg die Lehrerausbildung bislang positiv vorangetrieben worden sei.

Der kommunikative Austausch unter den Gästen ließ die Festveranstaltung zudem zu einem geselligen Come-Together werden.

 

Fotos: A. Feldhege

China erleben

AGOnauten haben Chinesische Kultur hautnah entdeckt

(Fotos: Hauke-Christian Dittrich)

Chinesische Oberstufenschüler marschieren mit roten Flaggen unter Aufsicht eines Militärs im Gleichschritt auf der Tartanbahn des Sportplatzes, während eine hundertköpfige Mädchengruppe die aufwendige Choreographie einer sich öffnenden Blume einstudiert. Eine solche Parade hatten die 20 Schülerinnen und Schüler vom Alten Gymnasium Oldenburg beim Besuch ihrer Partnerschule in Xi’an nicht erwartet. Übungen wie diese sind Bestandteil der Vorbereitungen für ein anstehendes Sportfest. Sie nehmen zwar täglich mehrere Stunden in Anspruch, stellen bei einem Schultag von sieben bis 19 Uhr allerdings nur einen kleinen Teil des Stundenplans dar.

Übertroffen wurden diese Eindrücke noch von dem überaus herzlichen und überwältigenden Empfang, den die Chinesen den deutschen Schülerinnen und Schülern bereiteten. Eine digitale Anzeige über dem Portal des Eingangs hieß die Oldenburger Schülerinnen und Schüler des Seminarfaches „China verstehen“ freundschaftlich willkommen, ehe musikalische Darbietungen folgten und die deutschen Gäste ihre späteren Gasteltern kennenlernten.

Begonnen hatte die Seminarfahrt in Shanghai mit den beeindruckenden Hochhäusern im Stadtteil Pudong. Auf dem  Programm stand unter anderem der Besuch des „German Centre Shanghai“, einer Markteintrittsplattform für mittelständische Unternehmen, die in China investieren wollen. Viele der mittlerweile mehr als 8.000 deutschen Unternehmen haben davon bisher Gebrauch gemacht. Das German Centre bietet zudem den Studentinnen und Studenten der Universitäten in Shanghai und berufserfahrenen Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Job-Messe über mögliche berufliche Perspektiven in ortsansässigen deutschen Firmen zu informieren.

Matthias Müller, Manager des „German Center“, betonte in seinem engagierten Vortrag, dass mehr als 80 Prozent der deutschen Firmen in China aus dem Mittelstand kämen. Er verwies auch darauf, dass sich die wirtschaftlichen Investitionen auf den internationalen Märkten in den letzten Jahren weltweit immer mehr in Richtung Asien verschoben hätten. Deutschland müsse sich diesen neuen Herausforderungen stellen, um Auskommen und Wohlstand zu sichern. In diesem Zusammenhang übte der seit über 20 Jahren in China lebende Deutsche auch Kritik an einem zu verkürzten Bild, das in den deutschen Medien von China immer wieder gezeichnet werde. Er ermunterte die interessiert zuhörenden Jugendlichen, sich einen eigenen Eindruck von Land und Leuten zu machen.

Diesen Ball nahm der mitfahrende Schulleiter des Alten Gymnasiums, Frank Marschhausen, auf. Er war der Einladung der Stadt Xi’an und des Schulleiters Gaoyuan Lu gefolgt, die chinesische Partnerschule, die „Xi’an Middle School Nr. 89“, zu besuchen. Vor den Schülerinnen und Schülern beider Schulen zitierte er in seiner Begrüßungsrede Zhào Chōngguó: „Einmal sehen ist besser als hundertmal hören“. Er hob hervor, dass der Besuch ein wesentlicher Bestandteil des im Jahr 2015 von den Schulleitern beider Schulen unterzeichneten Kooperationsvertrages sei (die NWZ berichtete). Die Kooperation stelle einen nicht unwesentlichen Bestandteil der 2007 ins Leben gerufenen China-Initiative der Stadt Oldenburg dar, die nach den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Austauschprojekten durch die Einbindung der „Xi’an Middle School Nr. 89“,  und des Alten Gymnasiums jetzt auch die kulturelle Bildung der Schülerinnen und Schüler erreiche. Es sei wichtig, dass die vor drei Jahren geschlossene Kooperation zwischen beiden Schulen mit Leben erfüllt werde. Er freue sich, dass durch den Schüleraustausch die Schülerinnen und Schüler beider Schulen die Möglichkeit bekämen, das jeweils andere Land nicht nur durch Medien, sondern auch durch direkte persönliche Kontakte kennenzulernen.

Die „Xi’an Middle School Nr. 89“, zählt zu den besten Schulen der Millionen-Metropole in der Provinz Shaanxi und bietet das Sprachediplom für Deutsch DSD I seit 2010 an. Bisher haben aus den ersten Jahrgängen über 130 Schüler die Sprachprüfung abgelegt, von denen mittlerweile über 30 Absolventen in Deutschland ein Studium angetreten hätten.

In den folgenden Tagen hospitierten die Oldenburger Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren mitreisenden Lehrkräften, Gert Lohmann und Ludger Hillman, im Unterricht. Die Gäste waren von der Aufgeschlossenheit und Wissbegierde der Schülerinnen und Schüler beeindruckt, die trotz eines sehr langen Schultages und Klassengrößen über 60 Schüler unermüdlich schienen. Die chinesischen Schülerinnen und Schüler ließen keine Gelegenheit ungenutzt, um den deutschen Gästen ihre Kenntnisse zu präsentieren. Gegenseitiger Respekt und Einfühlungsvermögen prägten dabei den Unterrichtsstil.

Angesichts der geringen Freizeit der Gastgeberinnen und Gastgeber war es um so erstaunlicher, mit welch einer Herzlichkeit und mit welchem Aufwand die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland betreut wurden. Keine Familie ließ es sich nehmen, mit dem westlichen Besuch die historische Stadtmauer, den moslemischen Markt am Endpunkt der Seidenstraße und den Glockenturm zu besichtigen sowie die vielfältigen kulinarischen Einrichtungen aufzusuchen. Besonders beeindruckend empfanden die Deutschen auch den Besuch der vor 40 Jahren entdeckten Terrakotta-Armee.

Am Sonntag führte die Studienfahrt von Xi’an in die 1.300 km entfernte Hauptstadt Peking. Nur rund fünf Stunden dauerte die Fahrt mit einem der modernen Hochgeschwindigkeitszüge. Die Bahnhöfe erinnerten dabei mit ihren Kontrollen und der Sauberkeit eher an westliche Flughäfen. In Peking standen der Besuch der „Großen Mauer“, der Künstlerkolonie „798-Art-Zone“, die auf einem stillgelegten militärischen Fabrikgelände aus den 50er-Jahren eine einzigartige Kunstszene etablieren konnte, des Himmels- und des Lama-Tempels sowie des Konfuziusmuseums auf dem Programm.

Da in der ersten Oktoberwoche in China die „goldene Woche“ gefeiert wird, war die Stadt besonders stark besucht. Zu spüren bekamen die deutschen Schülerinnen und Schüler dies auf dem Platz des Himmlischen Friedens, wo im gleichen Jahr, als in Deutschland die Mauer fiel, tausende chinesische Studentinnen und Studenten für demokratische Reformen eintraten.

Der Spagat zwischen historischer Kultur und moderner Entwicklung hat die Reisegruppe sehr beeindruckt. „Das enorme Wachstum des Landes ist an vielen Stellen sichtbar“ sagt Schüler Jasper Siegert. Auch mit der kulturellen Vielfalt in den historischen Stadtvierteln der drei Metropolen hatte er nicht gerechnet. Magdalena Berlemann ist die chinesische Handwerkskunst in Erinnerung geblieben: „Die Herstellung verschiedener Produkte aus Seide und die chinesische Töpferkunst war für mich faszinierend.“

Die Schülerinnen und Schüler laden für den Donnerstag, 16. November um 20:00 Uhr zu einem China-Abend in der Aula des Alten Gymnasiums ein, um von ihren Erfahrungen zu berichten.

Die NWZ hat am 19.10.2017 berichtet.

Einen Filmbeitrag gibt es auf NWZtv.

Musizierstunde im Herbst

Die Herbst-Musizierstunde war das 2. Konzert des Schuljahres.


Die Klasse 5a sang mit ihrem Lehrer, Herrn Eicke, „Was wären wir ohne Musik?“. Junge Spielerinnen und Spieler erprobten ihr Talent zum Vorspiel, darunter Nejla auf der Gitarre,  ein Duett aus Oboe und Geige (Fiona und Victoria) und einen Solo-Rock für Cello. Es gab auch weiter fortgeschrittene Beiträge aus höheren Jahrgängen, darunter ein Trio vom japanischen Komponisten Hisaishi (Max, Janne und Katharina) und ein von zwei Geigen zugleich gespieltes Rieding-Violinkonzert mit Klavierbegleitung (Malin und Katharina) aus dem Jugend-musiziert-Programm. Zudem präsentierte Mai Linh große Filmmusik auf dem Klavier und zum Schluss zeigte Martin eine mitreißende Jazz-Improvisation.

Fotos: Ralf Beiderwieden

Eine Reise ins Mittelalter

Die Klasse 6 a unternahm am 14. September eine Exkursion zum Castrum Vechtense – ins Burgmuseum Vechta. 

Die Fahrt fand im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Thema Mittelalter statt und wurde von einem Studenten der Universität Oldenburg, Mario Wingbermühlen, wissenschaftlich begleitet. Herr Wingbermühlen hat im Rahmen seiner Masterarbeit ein museumspädagogisches Konzept entwickelt, das er mit dieser Klasse ausprobiert hat und anschließend evaluieren wird. Der junge Wissenschaftler untersucht, ob die Schüler an mehreren Lernstationen (Ernährung, Kleidung, Handwerk, Verteidigung), die von Mittelalter-Schauspielern geleitet wurden, ihr Bild vom Mittelalter erweitern. Den Schülern der Klasse 6 a hat das aktive Lernen jedenfalls viel Freude gemacht und es scheint, dass die museumspädagogische Aktivität ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand unterstützt. Begleitet wurde die Exkursion von Herrn Müsker und Herrn Dr. Drüding.


Fotos: Dr. Drüding

Konzert der Streicherklassenkooperation mit Stade

Foto: Lennart Kappei

Mit einem Mini-Konzert der vereinigten Streicherklassen des Alten Gymnasiums und der Streicherklasse 6 des Gymnasiums Athenaeum Stade begann das musikalische Schuljahr: Es war eine richtig kleine musikalische Begegnung. Beide Streicherklassen 6 des AGO und die Gäste aus Stade nutzten die Gelegenheit, ausgiebig zusammen zu proben und zu spielen. Übernachtet wurde in Familien, Freundschaften entstanden, Whatsapp-Adressen wechselten das Smartphone.
Im Mini-Konzert begannen die Spielerinnen und Spieler der Klasse 5. „Es ist der früheste Auftritt, den jemals eine Streicherklasse 5 hinlegt“, kündigte Fachobfrau Mechthild Möhlmann an, „nach gerade mal sechs Streicher-Doppelstunden.“ Danach spielte jede der Streicherklassen 6, Gastgeber und Gäste, ihr kleines Programm. Und am Ende sangen und spielten 100 Streicherkinder „My Heart Will Go On“ aus dem Film „Titanic“. Das war schon ein etwas ergreifender Augenblick. Lennart Kappei (6. Klasse) hat ihn in seinem Foto festgehalten.

(Text: Ralf Beiderwieden)

7. Klassen ‚entern‘ „Cyrano“

Klasse 7 a vor der Exerzierhalle; Foto: A. Feldhege

Im Rahmen des ENTER-Projektes, das das Staatstheater Oldenburg für Schulen anbietet und Schülerinnen und Schülern den preiswerten Eintritt zu ausgewählten Stücken seines aktuellen Programms ermöglicht, haben sich die Klassen 7 a und 7 b die Aufführung „Cyrano“ angesehen.

Erik Hülsebus (7 a) beschreibt den Theaterbesuch so:

„Wir waren am Montag im Theater: Als erstes sind wir mit der ganzen Klasse zum Theater gelaufen! Dort waren auch noch andere Klassen von anderen Schulen. In dem Stück geht es um 3 Männer, die alle in dieselbe Frau verliebt sind. Der eine ist reich, der andere schön und die Hauptperson kann nicht nur gut fechten, sondern hat auch eine Begabung Gefühle in schönen Worten ausdrücken, findet sich aber sehr hässlich. – Ich fand das Stück sehr schön, da es witzig und interessant gemacht war, obwohl die Geschichte eigentlich eher langweilig war und es nur vier Schauspieler gab. Es wurde nur mit einem Bühnenbild gearbeitet, aber dafür auch mit viel Rauch und mit viel Scheinwerferlicht.“
Von der Aufführung waren alle Schülerinnen und Schüler begeistert. Insbesondere die Zweikämpfe und die häufig der Jugendsprache entliehenen Dialoge gefielen. Besonders gewürdigt wurden auch die schauspielerische Leistung der vier Darsteller, die in eine Vielzahl von Rollen schlüpften, sowie die Nutzung des eher schlicht gestalteten Bühnenbildes.

 

Nico Paradies wird mit 1. Platz belohnt

Nico Paradies mit dem AFM – Modell im NanOLabor des AGO; Foto: Silvia Beckhaus

Nico Paradies aus dem Seminarfach „NanoScience“, das von Silvia Beckhaus geleitet wird, hat den 1.Platz im Facharbeitenwettbewerb der Dr. Hans Riegel Stiftung im Bereich Physik erhalten. In seiner Facharbeit hat sich Nico  mit  dem „AFM-Modell – ein experimenteller Zugang zum Themenfeld Struktur der Materie“ beschäftigt.

Nicos herausragende Leistung wird mit einem Geldpreis in Höhe von 600,00 € belohnt. Das AGO als betreuende Schule eines Erstplatzierten erhält zudem 250,00 €. Nico hat den Preis am letzten Freitag in Begleitung seiner Familie und des Schulleiters, Frank Marschhausen, entgegengenommen.
Mehr dazu unter folgendem Link.
Die NWZ hat am 07.09.2017 berichtet.
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