Kunstkurse besuchen „Bildhauerinnen“

Die beiden Kunstkurse des 11. Jahrgangs, die von Nele Ellinghusen-Cappelmann und Angelika Feldhege betreut werden, haben gemeinsam eine Exkursion nach Bremen unternommen. Im Gerhard-Marcks-Haus und in den Museen Böttcherstraße wurden Ausstellungen gezeigt, die ihr Augenmerk auf Bildhauerinnen richten.


Die Kuratorin der Ausstellung, Mirjam Verhey, erläuterte, dass Frauen in der Bildenden Kunst lange nicht präsent gewesen sind, da sie kein Kunststudium absolvieren durften und es für Frauen als verpönt galt, mit schweren Materialien zu arbeiten. Frau Verhey führte die Gruppe nicht nur durch die Ausstellung im Gerhard-Marcks-Haus, sondern berichtete auch von ihrer Tätigkeit und der Geschichte dieser Ausstellung. So habe sie in Archiven regelrecht nach Arbeiten von Bildhauerinnen suchen müssen. Dabei hat sie beeindruckende Kunstwerke entdeckt, hinter deren Entstehung häufig interessante Biografien stehen. So haben einige Künstlerinnen sich beispielsweise heimlich getroffen, um gemeinsam zu arbeiten. Andere Frauen haben ihre Arbeiten unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht. Käthe Kollwitz, die schon zu Lebzeiten als Grafikerin und Bildhauerin Anerkennung genoss, habe sich ein soziales Netzwerk aufgebaut, das ihr zu Präsentationsmöglichkeiten verhalf. Die Ausstellungen in beiden Museen gaben aber auch einen Ausblick auf die Werke zeitgenössischer Künstlerinnen wie Rebecca Horn oder Isa Genzken, die mit neuen Materialien und Darstellungsformen, wie Performance und Videoinstallation, künstlerisch tätig sein können.


Neben dem Besuch der Ausstellungen genoss die große Gruppe vom AGO bei herrlich sonnigem Wetter auch den Bremer Bürgerpark und das UNESCO-Welterbe in der Bremer Innenstadt.

So gab die Exkursion reichlich Gelegenheit, Kunst und Kultur ‚live und in Farbe‘ zu erleben.

Fotos: Nele Ellinghusen-Cappelmann

6d besucht die MS Wissenschaft


Am vergangenen Freitag besuchte die Klasse 6d das Forschungsschiff MS Wissenschaft, was für ein paar Tage im Oldenburger Hafen festgemacht hat. Auf der MS Wissenschaft, welches durch Forscher des Fraunhofer-Institut geleitet und betreut wird, erhielten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in das Thema Künstliche Intelligenz. So konnten die SuS hautnah erleben, wie ein selbstverfahrendes Auto funktioniert, wie Computer Gesichter erkennen und zuordnen können und wie Sprachassistenten wie Siri, Alexa und Co funktionieren. Für die Schülerinnen und Schüler war dies sicher eine lehrreiche Zeit an Bord, da die Klasse 6d kommendes Schuljahr die neue iPad-Klasse wird.

Text und Fotos: Sönke Kühling

Sina Mandok und Linette Mesenz deutsche Meisterinnen in der Showakrobatik

Bundesfinale Tuju-Stars 2019:

Am Pfingstwochenende fand in Sandkrug die deutsche Meisterschaft der Showakrobatik für Jugendliche (Bundesfinale Tuju-Stars) statt. Mit dabei waren auch die beiden AGOnautinnen Sina Mandok (8c) und Linette Mesenz (5c) mit ihrer Showakrobatikgruppe Green Spirits von der TSG Hatten-Sandkrug. Mit ihren Choreografie „Osenzwergs Heimat“ (in Anlehnung an die Sage der Sandkruger Osenzwerge) konnten die Green Spirits die Jury überzeugen und setzten sich gegen 18 Gruppen aus ganz Deutschland durch. Für die Green Spirits war dies der insgesamt sechste deutsche Meistertitel in der fast 15 jährigen Geschichte der Gruppe. Für die Agonauten Sina und Linette war es der erste deutsche Meistertitel und das vor heimischen Publikum.

Text: Sönke Kühling

Spanienaustausch – eine wunderschöne Zeit

Im September letzten Jahres begann der Austausch mit den Schülern aus Veléz-Málaga. Nach einer erlebnisreichen Woche in Spanien kamen die Spanier nun vom 22. bis 29. Mai 2019 auch in unsere Familien.


 

Auf die emotionale Begrüßung folgte ein vielseitiges Programm rund um die Kultur und Region Oldenburgs und des Nordwestens. Die Entdeckungsreise fing mit einer Rallye durch unsere Innenstadt mitsamt ihrer bekanntesten Gebäude an. Am nächsten Tag erkundeten die Spanier das kleinste Bundesland Deutschlands, Bremen, und hielten füreinander informationsreiche Präsentationen. Obwohl der Schwerpunkt am Wochenende auf der gemeinsamen Familienzeit lag, planten wir selbstständig eine Kanutour und feierten den Sieg der EWE-Baskets. Ans Wochenende anschließend erlebten wir das Nordseegebiet, einschließlich des Watts, hautnah. Durch die viele Freizeit konnten wir viele Eindrücke auf der ostfriesischen Insel Spiekeroogs sammeln. Zum Ausklang der unvergesslichen Woche fuhren wir mit guter Laune im Gepäck nach Groningen. Der Tag wurde durch eine Grachtenfahrt durch die Gewässer der niederländischen Stadt bereichert. Zum Abschluss veranstalteten wir eine Abschiedsfeier im schönen BistrAGO.

Außerhalb des geplanten Programms trafen wir uns tagtäglich zur Abendstunde an unterschiedlichen Orten und genossen die gemeinsame Zeit.

Der tränenreiche Abschied fiel uns allen sehr schwer. Jedoch freuen wir uns auf ein wahrscheinlich baldiges Wiedersehen mit unseren liebgewonnenen spanischen Austauschschülern.

 

Text: Pia Spengemann, Gabriel Monien, Renke Hillmer, Jana Muke

Fotos: Susanne Bentlage

Eine abschließende Befragung der Spanier zeigt ein interessantes Bild ihrer Begegnungen in Deutschland:

Was hat euch an Oldenburg gefallen, was würdet ihr mitnehmen nach Spanien?

-alle fahren mit dem Rad, Omas, Opas, Kinder, Hunde im Körbchen

-die Straßen sind sehr sauber

– Sprit ist teuer, deswegen fahren die Leute mit anderen Transportmitteln

– das Umweltbewusstsein ist stark ausgeprägt, Mülltrennung, Dosen- und Flaschenpfand

– es gibt keine Geräuschbelästigung, es ist überall viel leiser, im Bus, zuhause, in der Schule, draußen, in den Restaurants.

– die Menschen sind viel unabhängiger, die Kinder haben viel mehr Freiheiten, die Leute sind individualistischer in ihrem Aussehen und ihrer Art

– keine Angst vor Diebstahl, man fühlt sich sicherer

 

Was war das Beeindruckendste am Alten Gymnasium?

– der Klingelton ist sanft

– der Unterricht ist viel effizienter ,weil er intensiver ist und die Stunden kürzer sind

– die Schule ist nicht von einem Zaun umgeben, die Schüler können gehen wann sie wollen (!)

– die Besen in den Klassen und dass die Schüler selber putzen müssen

AGOnauten erfolgreich beim 10. Brunnenlauf


Am 02. Juni nahm das AGO auch in diesem Jahr wieder erfolgreich am Brunnenlauf in Oldenburg Eversten teil.
Sonntagmorgens bei ca. 30 Grad Celsius im Schatten starteten insgesamt 26 Schülerinnen und Schüler beim 2,4 km langen Schülerlauf und 6,3km langen Firmenlauf rund um das Eversten Holz. Lautstark unterstützt von Eltern, Omas, Opas und Freunden kamen alle AGOnauten erfolgreich ins Ziel. Bei den Schülerläufen sicherte sich Ilva Marie Lemmler (Klasse 5b) einen herausragenden zweiten Platz in ihrer Jahrgangswertung, Nico Rode erlangte einen beachtlichen Rang drei (Klasse 7c). Auch beim Firmenlauf konnten sich AGO-Starter auf dem Siegertreppchen wiederfinden. So erreichte Gabriel Monien (Klasse 9c) nach nur 24:00 Min. als erster AGOnaut die Ziellinie und sicherte sich damit den zweiten Platz in seiner Altersklasse (U18). Jost Hornbostel konnte seine Altersklasse (U16) sogar überlegen gewinnen (Klasse 9c). Bei den U14-Schülerinnen sicherte sich Antonia Kummer (Klasse 7b) einen starken zweiten Platz.
Aber nicht nur der Lauf an sich zeigte sich als ein wahres Erlebnis, sondern auch die tolle Atmosphäre auf dem parallel stattfindenden Straßenfest trug zu einem gelungenen Sonntagvormittag bei.
Ein großer Dank geht an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler! Wir freuen uns auf das nächste Sportevent mit euch!

Text: Christoph Zweigert

Fotos: Matthias Lemmler und NWZ (Fotograf: Sascha Stüber, Zugriff unter <https://www.nwzonline.de/oldenburg/lokalsport/19-everstener-brunnenlauf-in-oldenburg_g_50,4,3819186728.html>).

Skifahrt 2019 – Tradition hält an!

Am Freitagabend, dem 18.Januar2019, fuhren wir, die Schüler des 12. Jahrgangs, mit der Cäcilienschule zusammen auf Skifahrt. Betreut wurden wir in dieser Woche von Herrn Wessel, Herrn Zweigert, Frau Rose und Susanne, die eine Schwägerin von Frau Rose ist.

Zur Vorfreude von uns Schülern gesellte sich schon überraschend früh Müdigkeit und es herrschte ungewohnte Ruhe im Bus. Nach einer langen Busfahrt sind wir in Österreich, im Zillertal, angekommen, wo wir sofort unsere Skiutensilien ausgeliehen haben. Danach ging es mit unserem großen Bus auf den Gerlosberg. Auch wenn es auf dem Weg zu unserem Haus kleine Schreckensmomente gab, haben wir dennoch die tolle Aussicht auf die schneebedeckten Berge und das Tal genießen können. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten und ein leckeres Mittagsessen zu uns genommen haben, sind wir gegen 14:00 Uhr auf die Piste gegangen.

Für viele von uns war es das erste Mal auf Skiern. Zwar bestand der erste Tag nur aus kleinen Spielen und Übungen, aber so konnten wir schon erahnen, was in den nächsten Tagen auf uns zukommen sollte.

In den folgenden Tagen betreuten die Lehrer abwechselnd die Anfängergruppe, damit alle Schüler so schnell wie möglich zusammen fahren konnten. Es war anfangs vielleicht manchmal nervig, den Anfängerhügel abzufahren, aber nach einiger Überzeugungsarbeit durften die Anfänger schon ab Sonntag auf der blauen Piste, dem Plattenanger, fahren. Trotz der entspannten Stimmung und der Pausen, fielen die meisten abends erschöpft ins Bett und freuten sich auf den nächsten Tag. Ab Montag durfte die Anfängergruppe dann auch endlich mit den „Profis“ zusammen fahren, so lernten wir jeden Tag etwas Neues und Spannendes dazu und von diesem Tag an waren die Anfänger Fortgeschrittene I. Am nächsten Tag haben wir unsere bisherige Hütte, wo wir immer ein tolles Mittagessen hatten, und die bekannten Pisten verlassen und sind die Berge weiter rauf, um Neues zu lernen und zu sehen. Und so ging es auch weiter – wir lernten jeden Tag etwas dazu. Aber um unser theoretisches Wissen zu überprüfen, ließen uns die Lehrer am Mittwochabend einen Test schreiben. Nach der theoretischen kam am Donnerstag die praktische Prüfung. An diesem Abend fand für die Ski-Neulinge die Ski-Taufe statt. Das war besonders für uns Schüler sehr lustig, weil die Lehrer sich verkleidet haben, an jeden ein paar lustige Sätze gerichtet haben und jedem einen speziellen Ski-Namen gegeben haben. Es war ein sehr schöner Abend, an dem jeder viel zu lachen hatte. Freitag haben wir nochmal das gemeinsame Skifahren und die Pisten genossen, wobei wir am Freitagnachmittag direkt ins Tal gegondelt sind, um unsere Skiausrüstung zurückzugeben. Danach haben wir uns für die Abreise fertiggemacht, Koffer gepackt und ein letztes Abendessen zu uns genommen, bevor es mit dem Bus und den Schülern der Cäci wieder zurückging.

Wir hatten eine sehr schöne Zeit auf der Hütte und den Pisten. Jeden Abend haben wir von Suse ein köstliches 3-Gänge-Menu gezaubert bekommen, sodass keiner von uns hungrig ins Bett gehen musste.

Während der gesamten Reise haben wir das Bester-Freund-Spiel gespielt, hierbei hat man eine Person zugelost bekommen, ohne dass die anderen den Namen dieser Person wussten. Man sollte möglichst unauffällig für diese Person da sein und nette Dinge tun. Der eine hat etwas mehr Einsatz gezeigt als der andere, und als wir das Spiel am Ende der Skifahrt aufgelöst haben, konnten auch einige ihren besten Freund erraten.

Unsere Abende verbrachten wir mit Fachsimpeleien über den Tag, Spielen und Handball schauen, wobei hier besonders die handballbegeisterten Lehrer bei jedem Spiel mitgefiebert haben.

Auch die paar Momente, in denen wir kämpfen mussten – vor allem gegen die Skischuhe, aber auch um einen Platz im Bus auf dem Rückweg von der Piste, weil der Bus immer so voll war und um die Dusche im obersten Stock, vor der immer eine lange Schlange war – gehören unbedingt zu den Erinnerungen an unsere Reise dazu.

Natürlich gab es auch immer etwas zu lachen, beispielsweise als Erkan bereits am ersten Tag seine eigene Art Ski zu fahren erfunden hat (‚den Erkan machen‘) oder bei der Hochzeit von Arvid und Erkan.

Insgesamt war die Fahrt ein einzigartiges Erlebnis, bei dem wir jeden Moment genossen haben. Wir würden jedem Schüler der kommenden Jahrgänge empfehlen diese Chance zu nutzen und eine tolle Zeit mit Lehrern, Mitschülern und Freunden zu verbringen.

Im Namen von allen Teilnehmern des Skikurses bedanken wir uns herzlichst bei den Lehrern (und natürlich auch bei Susanne) für die schönen Tage und wünschen Mara, die sich leider verletzt hat, gute Besserung.

An alle Beteiligten vielen Dank für diese wunderbare Zeit!!!

 

Text von Hauke Riedemann, Maria Müller

Sensationeller Erfolg beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

 

Dieses Jahr konnte das Alte Gymnasium Oldenburg seine Erfolgsbilanz beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen weiter ausbauen. Auch 2019 stellte das AGO mit zwanzig Teilnehmern in den Sprachen Englisch und Französisch erfreulich viele und sehr erfolgreiche Sprachtalente. Wir sind begeistert von der Motivation unserer Schülerinnen und Schüler, die sich jedes Jahr den Herausforderungen des Bundeswettbewerbs stellen, tolle Bewerbungsvideos drehen und schneiden und sich intensiv thematisch auf den Wettbewerbstag vorbereiten. Insgesamt wurden von unserer Gruppe sechs Landespreise errungen, davon vier dritte und gleich zwei erste Plätze. Lennard Wefer, Emma Bocklage, Nele Zhang können sich erneut über dritte Landespreise freuen. Auch Hanna Noll konnte denselben Titel im ersten Versuch erringen.

Mit Isabella Meyer und Jorin Brockmann stellt das AGO zudem die beiden Gewinner des ersten Landespreises im Fach Englisch. Isabella Meyer wird als Landessiegerin außerdem das Land Niedersachsen beim Finale des Bundeswettbewerbs im September vertreten, wo die besten Teilnehmer aus allen Bundesländern den Gesamtsieger ermitteln. Ein sensationelles Ergebnis! Wir wünschen ihr jetzt schon viel Erfolg.

Das AGO hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiger Standort des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen etabliert und regelmäßig Landespreissiegerinnen und –sieger hervorgebracht. Bald kommen bereits die Themen für den Bundeswettbewerb 2020 heraus und so heißt es auch jetzt schon wieder nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Wir würden uns freuen, wenn sich wieder möglichst viele Schülerinnen und Schüler trauen, die Herausforderung anzunehmen. Interessierte können sich gerne jederzeit bei uns oder jeder anderen Sprachlehrkraft melden.

 

Text: Susanne Osthövener und Fritjof Eilts

Fotos: Gabriele Meyer

 

 

„Gehören Juden heute zu Deutschland?“

rechts: Arye Sharuz Shalicar

Diese Frage stellt Arye Sharuz Shalicar in seinem jüngsten Buch „Der neu-deutsche Antisemit“ den Schülerinnen und Schüler in der Aula des Alten Gymnasiums Oldenburg. Der Autor war der Einladung der Deutsch-Israelichen Gesellschaft gefolgt.

Arye Sharuz Shalicar wurde 1977 als Sohn jüdischer Eltern, die vor Verfolgung aus dem Iran geflohen waren, in Göttingen geboren. Er wuchs in Berlin auf. Als Schüler erlebte er dort immer wieder anti-semitische Angriffe und Diskriminierungen von muslimischen Jugendlichen. Nach dem Abitur entschloss er sich, Deutschland zu verlassen, um in Israel in Sicherheit als Jude leben zu können. Er studierte an der Hebrew University in Jerusalem Internationale Beziehungen, Nahost- und Europastudien. Von 2009 bis 2016 fungierte er als Sprecher der israelischen Armee. Seit 2017 ist er Direktor für Auswärtige Angelegenheiten im Ministerium für Nachrichtendienst im Büro des israelischen Ministerpräsidenten.

Arye Sharuz Shalicar ist weiterhin ein kritischer Beobachter der deutschen Gesellschaft und schreibt als Kritiker der deutschen Nahost-Berichterstattung regelmäßig Kolumnen für die NWZ.

Was sein Vater damals sagte, hat Shalicar 2010 in seinem Buch „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ aufgeschrieben: „Eins musst du wissen und dein ganzes Leben zumindest im Hinterkopf behalten: Du bist ein Jude, und die ganze Welt hasst dich!“

In seiner Lesung aus dem jüngsten Buch „Der neu-deutsche Antisemit“ trug Arye Sharuz Shalicar seinen Werdegang vom Sprayer aus dem Wedding zum israelischen Offizier vor. Sein Buch ist eine Abrechnung mit dem aufflammenden Antisemitismus in Deutschland – knapp 75 Jahre nach dem Ende des Holocaust

Shalicar beschreibt den alten und den neuen Antisemitismus von muslimischen Migranten, den er am eigenen Leib erfahren hat. Er beschreibt den linksradikalen und den rechtsradikalen Antisemitismus, den von Menschen, die ihren Judenhass als „Israel-Kritik“ verkleiden, den ganz alltäglichen – und auch den christlichen.

Fazit seiner „persönlichen Analyse“ (Untertitel), ob Juden heute zu Deutschland gehören, lautet: „Ja, aber“. Das „aber“ scheint aber wieder größer zu werden.

Das Alte Gymnasium pflegt seit Jahren einen regen Schüleraustausch mit dem Landkreis Mateh Asher im Norden Israels in Galiläa. Als 2006 der Bürgermeister Mateh Ashers Oldenburg besuchte, wurden AGO Schüler eingeladen, gemeinsam mit der israelischen Delegation eine Friedenseiche im Stadtwald zu pflanzen. Bei dieser Gelegenheit sprach der Bürgermeister Yehuda Shavit eine Einladung aus, die seinerzeit Jörg Witte dankend annahm. Dieses Ereignis kann als Grundstein des Israel-Projektes am AGO betrachtet werden.

Seit 2007 hat sich im Curriculum des Alten Gymnasiums das Seminarfach Israel etabliert.

In dem zweijährigen Oberstufenkurs werden wissenschaftliche Facharbeiten zum Thema Nahost und Israel geschrieben und eine zweiwöchige Studienfahrt nach Israel und in die Oldenburger Partnergemeinde Mateh Asher vorbereitet und durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler teilen sich dabei auf die palästinensische Schule al-Shaykh Danun und die israelische Partnerschule Cabri Manor High School durchgeführt. Die israelischen und palästinensischen Jugendlichen führen ihren Gegenbesuch im Rahmen des OLMUN-Projektes durch.

Text: Ludger Hillmann

Fotos: Hauke-Christian Dittrich

Die NWZ hat berichtet.

Kammerkonzert 2019

Fotografische Impressionen vom Kammerkonzert 2019:


Fotos: Lena Aden

 

Bandstand 2019

Fotografische Impressionen vom Bandstand 2019:


Fotos: Lennart Kappei


Fotos: Henrike Lichtenberg