Wirtschaftskurs besucht „Kleinen Kreis“ und trifft Udo von Kampen

Teilnehmer des Wirtschaftskurses, Udo von Kampen (Mitte) und Ludger Hillmann (rechts)

Der Wirtschaftsleistungskurs rund um Herrn Hillmann besuchte am Dienstag, dem 30.Oktober 2018, den Kleinen Kreis, einen regionalen Wirtschaftsverein.
Das Besondere an diesem Treffen war, dass Udo von Kampen, eine der journalistischen Größen Deutschlands, als Redner den Abend gestaltete.
Von Kampen war acht Jahre lang Leiter des ZDF-Studios in New York, wo er während dieser Zeit zahlreiche Prominente, darunter Donald Trump und Heidi Klum, kennenlernte.
Nach seiner USA-Tätigkeit war von Kampen Leiter des ZDF-Studios in Brüssel, berichtete also über alles, was rund um die EU und die NATO passierte.
Die Europäische Union war auch das Thema unseres Abends. Zunächst hielt von Kampen einen mitreißenden Vortrag rund um das Verhalten der EU gegenüber den USA unter Trump und über eine angemessene Politik im Rahmen der Verteidigung gegen Russlands Einfluss sowie die aktuelle Italienkrise. Anschließend durften die Teilnehmer von Kampen befragen, wovon gerne Gebrauch gemacht wurde.
Beim Buffet hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch kommen.
Am Ende appellierte von Kampen besonders an die jungen Menschen, das Konstrukt EU zu wahren,  auch wenn es manchmal etwas kompliziert erscheint.
Der Abend war insgesamt sehr interessant, unterhaltsam und somit ein voller Erfolg.

Text und Foto: Joost Fooken

 

Spanischaustausch im supersommerlichen September 2018

Vom 17.bis 25. September fand zum fünften Mal unser Spanienaustausch mit der IES Juan de la Cierva in Vélez-Málaga statt. In diesem Jahr war es noch wärmer als sonst. Als wir Lehrerinnen alle Schüler am zweiten Tag zu einer Fußgängerrallye ins Zentrum von Vélez-Málaga „zitierten“, hatten wir kurz über eine Programmänderung nachgedacht, denn die Jugendlichen hatten vorher den ganzen Morgen am Strand bei Sport und Spiel geschwitzt, und nun sollten sie bei 37°C den Burgberg erklimmen. Auf dem Plan stand die Stadterkundung in spanisch-deutschen Kleingruppen, aber schon bald schlossen sich alle zusammen und lösten die Aufgaben gemeinsam. Später gesellten sich einige Austauschschüler vom letzten Jahr dazu, und so wälzte sich ein großer Pulk laut spanglisch sprechender Jugendlicher durch den Ort. Oben auf der letzten Gerade vor der Burg lieferten sich die Halbstarken dann ein Sprintrennen bergauf, von Müdigkeit keine Spur.


So ähnlich verlief die ganze Woche in Spanien – wir haben die besonderen Kulturschätze Andalusiens in Córdoba, Málaga und Granada besucht und die Natur in El Torcal und Fuente de Piedra kennengelernt. Nach dem offiziellen Programm haben die Jugendlichen jede freie Minute miteinander verbracht, die Oldenburger haben den Andalusiern Cha-Cha-Cha beigebracht und im Gegenzug das Sevillana- bzw. Flamencotanzen gelernt oder sich gegenseitig mit spanischen und deutschen Schlagern beschallt.

Die Stimmung war sehr gut, der Abschied tränenreich und nun freuen sich alle auf den Gegenbesuch im Mai in Oldenburg.

(Text und Fotos: Susanne Bentlage)

Mehr Informationen über die Austauschprogramme gibt es HIER.

Unser Frankreichaustausch 2018 – Regard en coulisse / Blick hinter die Kulissen

 

Vom 11.09. bis zum 22.09.2018 waren 26 AGOnauten zusammen mit Frau Pollock und Frau Osthövener in Frankreich unterwegs. Passend zum diesjährigen Austauschprojekt „Un regard en coulisse / Ein Blick hinter die Kulissen“ standen nach dem Besuch der Franzosen in Oldenburg im April nun zahlreiche gemeinsame Erkundungen und sportliche Aktivitäten in der Bretagne auf dem Programm und das bei herrlichem Septemberwetter. Den krönenden Abschluss bildete unser sechstündiger Paris-Aufenthalt auf dem Rückweg.

Überschattet wurde dieser Austausch durch die Nachricht vom plötzlichen Tod unserer langjährigen Lehrerin und Französischkollegin Marie-Lyne Klostermann, die bis dahin viele unserer Austauschfahrten begleitet hat und der die deutsch-französische Freundschaft immer eine Herzensangelegenheit war.

Wir werden den Austausch in ihrem Sinne weiterführen!

 

Unser Frankreichaustausch – ein Bericht von Jenne Pruszynsiki und Ameli Joswig

Der Bus bog in die letzte Straße auf unserer Fahrt ein und das Jubeln begann. Nach langer Busfahrt hatten wir endlich unser Ziel in der Bretagne erreicht. Vor unserer Partnerschule, dem Lycée Jean Macé in Lanester, standen bereits unsere Austauschschüler mit deutschen Flaggen in der Hand, um uns in Empfang zu nehmen. Und nun folgte für uns, die Französischschüler aus dem 10. Jahrgang, ein herzliches Wiedersehen mit unseren französischen Austauschpartnern, die uns im April in Oldenburg besucht hatten. Das war der Anfang unseres tollen, achttägigen Aufenthaltes in der Bretagne mit viel Programm und sehr viel Spaß.

Diesen ersten Nachmittag verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Ausgeruht ging es dann am Donnerstag richtig los. Nach einer freundlichen Begrüßung durch die Schulleiterin und die französischen Lehrer und gestärkt durch einige Croissants ging es von der Schule aus mit einem Bus nach Pont Aven, eine malerische Kleinstadt, die für ihre Kunstgalerien bekannt ist. Dort hatten wir etwas Freizeit und konnten in einem Laden für bretonische Spezialitäten bei der Herstellung eines typisch bretonischen Kuchens, des Kouing Aman, mit viel gesalzener Butter und Unmengen an Zucker zusehen, den wir dann natürlich auch probieren durften.

Bei der anschließenden Führung im Kunstmuseum von Pont Aven erfuhren wir interessante Dinge über Paul Gauguin, einen sehr bekannten Maler, der einige Jahre in der Bretagne verbrachte. Danach zeichneten wir im Stile Gauguins, dem sogenannten Cloissonimse oder Synthétisme, selbst eine Landschaft, erst in 12 Minuten und dann in 60 Sekunden, was zu amüsanten Ergebnissen führte. Das war aber noch längst nicht alles. Nun ging es weiter nach Concarneau, wo wir die tolle Festungsaltstadt erkundeten.

Am Freitag stand ein Besuch in der Hafenstadt Lorient mit einer kleinen Rallye auf dem Programm. In zwei Gruppen aufgeteilt folgte dann das nächste Highlight: das Surfen.

Bei bestem Wetter hatten dort alle trotz des kühlen Atlantikwassers sehr viel Spaß und es war eine tolle Erfahrung. Einige von uns standen später schon auf den Brettern, zumindest kurzzeitig. Nach dem Besuch im Maison-Musée ging es wieder zurück nach Lanester.

Am Abend traf sich der Großteil der Gruppe zu einer Soirée Crêpe und am Samstagabend gab es noch eine zweite Gartenparty für die ganze Austauschgruppe bei bestem Wetter. Insgesamt verbrachten wir das Wochenende in unseren Familien, trafen uns aber auch das ein oder andere Mal, zum Beispiel zum Picknick am Strand.

Am nächsten Tag wurde die Gruppe erneut geteilt. Während die erste Gruppe zunächst eine Tandemaufgabe löste, dabei im Team eine fiktive Geschichte mit Buchcover kreierte und den Abschlussabend vorbereitete, machte sich die zweite Gruppe auf den Weg zum Kajak- und Kanufahren. Mit viel Spaß und guter Laune machten viele Austauschteilnehmer Erfahrung mit dem Blavet-Wasser.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine tauschten die Gruppen. Erschöpft aber glücklich und voller neuer Eindrücke ging auch dieser Tag für uns zu Ende.

Am Dienstag konnten wir uns den Unterricht unserer Austauschpartner anschauen und dabei feststellen, dass Schule in Deutschland sehr angenehm ist. Spannend war der anschließende Theaterunterricht zusammen mit einem Schauspieler, an dem auch zwei unserer Schülerinnen teilnahmen.

Im Anschluss wurde es wieder sportlich, denn unser nächster Programmpunkt war das Klettern an der riesigen, schuleigenen Kletterwand in der Turnhalle, Wir sicherten uns gegenseitig und der ein oder andere schaffte es dank der deutsch-französischen Anfeuerungsrufe auch bis ganz oben. Daraufhin lernten wir einen ganz anderen Aspekt der Bretagne kennen, die bretonische Sprache. Dieser Einblick in die für uns unaussprechliche Sprache sorgte für viele amüsante Anekdoten und war eine witzige Ergänzung zum normalen Schulunterricht.

An unserem letzten Tag in der Bretagne besuchten wir die wunderschöne Stadt Vannes und bestaunten bei tollem Wetter die parkähnlichen Anlagen, den Wochenmarkt und die schöne Altstadt. Das war aber noch längst nicht alles. Eine etwa vierzigminütige Busfahrt brachte uns   zu unserem nächsten Ziel, der Côte sauvage. Nach einem Strandpicknick in Quibéron, das viele von uns zum Sammeln von Muscheln und Steinen und für Strandspiele nutzten, spazierten wir an der beeindruckenden Felsküste entlang. Hoch oben entstand vor tosenden Wellen und einem großartigen Blick auf den Atlantik unser letztes gemeinsames Gruppenfoto in der Bretagne.

Zurück in Lanester folgte unser Abschlussabend, bei dem wir unsere Austauschergebnisse präsentierten, gemeinsam sangen, musizierten, tanzten und lachten. Bei einer Diashow ließen wir die vielen schönen Austauschmomente noch einmal Revue passieren. Nach einem gemeinsamen Buffet in der Mensa endete auch dieser schöne Tag. Einige von uns bedauerten spätestens jetzt, nicht noch länger bei ihren Austauschpartnern bleiben zu können und waren ein wenig neidisch auf ihre sechs Mitschülerinnen, die sich für den Sauzay-Austausch entschieden hatten.

Am nächsten Morgen folgte der tränenreiche Abschied und es wurden viele Pläne für weitere Treffen geschmiedet. Nachdem jeder jeden noch einmal umarmt hatte und wir zusammen mit dem Busfahrer unsere Lieder gesungen und getanzt hatten, schafften es Frau Pollock und Frau Osthövener nur mit Mühe uns zum Einsteigen zu bewegen.

Am Nachmittag setzte uns unser Busfahrer am Eiffelturm ab. Während unserer Tour quer durch Paris bewunderten wir den Eiffelturm, den Invalidendom, die Pont Alexandre, den Grand Palais, das Musée d’Orsay, die Académie Française, die Ile de la Cité mit Notre Dame und viele weitere Sehenswürdigkeiten auf einer Bootsfahrt auf der Seine. Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Louvre, dem ehemaligen Stadtschloss der französischen Könige und heute weltbekannten Museum.

Von dort aus kamen wir nach einem Spaziergang durch die Tuilerien und über die Place de la Concorde zur Prachtstraße, den Champs Elysées. Diese Straße führte uns direkt bis zum Triumphbogen. Nachdem wir das mit Blumen geschmückte Grab des unbekannten Soldaten angesehen hatten, genossen wir den unglaublichen Ausblick auf das nun erleuchtete Paris von oben. Es wurden natürlich unzählige Fotos gemacht. Von dort aus ging es dann für die Osti-Pollock-Boys-and-Girls mit der Métro zurück zum Eiffelturm. Hier konnten wir zur vollen Stunde noch ein letztes Mal das Glitzern des strahlenden Eiffelturms erleben, bevor wir es uns in unserem Bus gemütlich machten und am nächsten Morgen in Oldenburg wieder aufwachten.

Der Austausch war eine einmalige und wundervolle Erfahrung, die wohl niemand von uns je vergessen wird. Ein großes Merci an alle, die uns dies ermöglicht haben!

Und so denken die anderen Austauschteilnehmer über den Frankreich-Austausch 2018:

Den einen besten Austauschmoment gab es für mich beim Austausch eigentlich nicht, sondern es gab ganz viele beste Momente, z.B. wenn wir mit unseren Franzosen am Nachmittag Zeit verbracht haben, gemeinsam zum Surfen oder Schwimmen ans Meer gegangen sind.

Besonders schön waren die Momente in der Familie, wenn wir zusammen gelacht haben, z.B. wegen lustiger sprachlicher Fehler oder Missverständnisse. Wir waren immer eine große Austauschgruppe. Es gab nie jemanden, der die anderen gemieden hat. Das war toll! Schön waren auch die Einblicke in das französische Schulsystem und die anderen Unterrichtsfächer (Theaterunterricht).

Der beste Austauschmoment war für mich der Abschied am Bus, nicht weil ich nach Deutschland zurückfahren wollte, sondern weil wir gemeinsam gesungen, geweint und getanzt haben. Das war so ein liebevoller und emotionaler Moment. Die corres waren total nett!

An Frankreich fand ich die Leute am besten. Alles sind so freundlich und offen, auch meine Gastfamilie. An Oldenburg schätze ich nach dem Austausch umso mehr, dass ich im Zentrum wohne und nicht mit dem Bus zur Schule fahren muss.

Das Beste an Frankreich sind meiner Meinung nach die Franzosen selbst. Sie sind sehr freundlich, offen und herzlich. Als wir beim Unterricht in eine komplett neue Klasse gekommen sind, wurden wir direkt angesprochen und konnten uns gut verständigen. Aber auch in meiner Gastfamilie wurde ich ganz herzlich aufgenommen und habe mich sehr gut eingelebt. Was ich an Deutschland schätzen gelernt habe, sind die Schulzeiten. Ich könnte mir nur schwer vorstellen, fast jeden Tag bis 18:00 Uhr Schule zu haben. Merci für die schöne Zeit!

Ich fand den Austausch sehr schön. Bei den Ausflügen hat mir am besten das Surfen gefallen und Pont-Aven. Ich habe gute sprachliche Fortschritte gemacht und auch für das Leben gelernt. Gerade das Leben auf dem französischen Land ist sehr viel einfacher als bei uns in Oldenburg. Ich habe viele neue Freunde kennengelernt und werde auf jeden Fall weiter Kontakt halten. Ich schätze gerade jetzt manchen „Luxus“ in Deutschland bzw. weiß jetzt, wie gut es mir geht.

Mir hat die Tandemarbeit, besonders die Geschichte, viel Spaß gemacht. Da lernt man viel leichter als zu Hause mit dem Französischbuch.

Obwohl ich mich nicht so gut mit meiner Austauschpartnerin verstanden habe, finde ich, dass der Austausch eine gute und interessante Erfahrung war. Besonders gefallen haben mir Pont-Aven und die Côte sauvage. Die Bretagne ist sooooo schön!

Ich fand den Austausch klasse! Wenn man ein bisschen Französisch gesprochen hat, waren die Franzosen sofort total aufgeschlossen. Ich glaube, dass sich mein Französisch verbessert hat. Ich konnte die Franzosen am Ende viel besser verstehen und auch schnell antworten. Es gab viele schöne, unterschiedliche Landschaften und interessantes anderes Essen.

Ich fand es schön, dass wir alle zu einer Gemeinschaft in so kurzer Zeit zusammengewachsen sind. Am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, noch länger als 10 Tage zu bleiben, aber jetzt hätte ich noch monatelang bleiben können. Meine Familie war sehr freundlich. Allgemein fand ich den Austausch sehr gut und bin froh, daran teilgenommen zu haben. MERCI à nos profs!

Super Gastfreundschaft! Schöne Landschaft! Schönster Austauschmoment: Surfen, Kajak, Côte sauvage… eigentlich alles! Tolles Programm! Tolle Stimmung zwischen den Deutschen und den Franzosen! Vielen Dank für diese tolle Zeit, Frau Osthövener und Frau Pollock!

Mein Französisch ist mit Sicherheit besser geworden, weil ich versucht habe, nur Französisch in der Gastfamilie zu sprechen.

Was mich in Frankreich sehr überzeugt hat, ist die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen. Auch das Essen war sehr lecker hier. An Deutschland schätze ich das chlorfreie Wasser, das flache Land, das es mir ermöglicht mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren und die kürzere Schulzeit, da es sehr anstrengend ist, so lange in der Schule zu sitzen. Sprachlich habe ich auch Fortschritte gemacht!

Fotos: Susanne Osthövener

Mehr zu den Austauschen mit Frankreich gibt es HIER.

 

 

AGO-Schüler als Friedensbotschafter in Israel

Tiefe Einblicke in ein gespaltenes Land: 20 Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs „Israel“ am Alten Gymnasium sind mit vielen neuen Erfahrungen nach Oldenburg zurückgekehrt. Zehn Tage konnten die Jugendlichen aus dem zwölften Jahrgang in die Geschichte Israels und die Jahrhunderte alte Kultur eintauchen. Bereits seit über zehn Jahren pflegt das AGO den Austausch mit Jugendlichen in Mateh Asher, der von den teilnehmenden Schulen zugleich auch als Friedensprojekt zwischen jüdischen und arabischen Israelis und Deutschen angesehen wird. Ein Kontakt in die Region rund um die Stadt Nahariya besteht schon über 30 Jahre, begründet wurde er von ausgewanderten Oldenburgern, die sich in den Kibbuzim niedergelassen hatten.

Erstmals wird das Seminarfach von Dr. Christian Wuttke geleitet. Er folgt auf Jörg Witte, der das Projekt initiierte und die Fahrt in diesem Jahr noch beratend begleitete. „Wie in den vergangenen Jahren sollen die Jugendlichen in kurzer Zeit viele verschiedene Facetten des Landes kennenlernen“, so Dr. Wuttke. Daher wird der Austausch immer auch mit einer Reise durch die verschiedenen Landesteile Israels verbunden.

Zunächst lernte die Gruppe Tel Aviv-Jaffa kennen. Während das Zentrum der Großstadt am Mittelmeer mit den Häusern der „White City“ im Bauhaus-Stil, dem pulsierenden Leben auf den Märkten sowie am Strand der Stadt ein sehr junges Bild vermittelt, bietet schon die maritime Altstadt Jaffa einen ersten Hinweis auf die bedeutende Geschichte des Landes. Jaffa war bereits für die Römer von Bedeutung und wurde im Jahr 1799 von Napoleon Bonaparte belagert. Mehrere Tage verbrachte die Gruppe in Jerusalem und konnte so den Spagat zwischen Antike und Moderne erleben. Ob bei der Klagemauer, auf dem Tempelberg oder in der Grabeskirche – immer wieder wurde der Gruppe bewusst, dass die Stadt für viele verschiedene Glaubensrichtungen von zentraler Bedeutung ist. „Das Zentrum der Stadt ist unter muslimischen, jüdischen, christlichen sowie armenischen Bewohnern aufgeteilt“, erklärt Ludger Hillmann, der die Fahrt ebenfalls begleitete. Zu den Stadtvierteln und Sehenswürdigkeiten hatten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld Referate vorbereitet.

Gerade in Jerusalem war der Konflikt für die Schülerinnen und Schüler allgegenwärtig. „Die alltäglichen Spannungen zwischen Arabern und Juden sind dort sehr präsent“, sagt Dr. Wuttke. Das reicht von der militärischen Sicherung des Zugangs der Juden zur Klagemauer über den Besuch des umkämpften Tempelbergs bis zur Zerrissenheit innerhalb der jüdischen Gesellschaft, wie sie der Gang durch das orthodoxe Viertel Me’a Sche’arim gezeigt hat. Auch die Stadt Ramallah im Westjordanland haben sie besucht. Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung diskutierten die Schülerinnen und Schüler dort über aktuelle Entwicklungen des Konflikts.

Ergreifend war für viele der Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. „Es ist sehr wichtig, sich im Rahmen unserer Erinnerungskultur auch mit dieser Zeit auseinanderzusetzen“, sagt Dr. Wuttke. Yad Vashem gilt als bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert.

Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des Nationalparks bei Ein Gedi am Toten Meer. Die einzigartige Oase liegt rund 420 Meter unter dem Meeresspiegel in der Wüste Negev. Bei einer Wanderung entlang des Wadi David waren kleine Wasserfälle und natürliche Wasserbecken eine willkommene Abkühlung. Aber auch das erholsame Bad im Toten Meer war für die Jugendlichen ein besonderes Gefühl. „Ich hatte es mir nicht so angenehm vorgestellt“ erzählt Schüler Patrick Schreiber (18). Nur einige Kilometer weiter südlich liegt auf einem Hochplateau die ehemalige jüdische Festung Masada, deren Überreste die Schülergruppe ebenfalls besichtigte. Das archäologische Ausgrabungsgelände gehört bereits seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Reise endete mit dem Besuch in Oldenburgs Partnergemeinde Mateh Asher im Norden des Landes. Dort verbrachten die Schülerinnen und Schüler zwei Nächte in Gastfamilien und konnten dort sowohl jüdische als auch arabische Schulen und Familien kennenlernen. Gemeinsame Exkursionen führten sie in drusische und arabische Dörfer sowie eine ehemalige Festung in der Region Mateh Asher, in der nur 47 Prozent der Bevölkerung jüdisch sind. Nahe der libanesischen Grenze bewunderten die deutschen Austauschschüler mit ihren Gastgebern die bekannten Grotten von Rosch Hanikra.

Zum ersten Mal war in diesem Jahr auch Schulleiter Frank Marschhausen mit dabei. Er traf auf den Lehrer und Friedensaktivisten Arik Gutler von der Partnerschule „Cabri Manor“, der den Austausch weiterentwickelt und seit einigen Jahren auch eine arabische Schule einbezogen hat. „Ich freue mich sehr, dass der Aufenthalt unserer Gruppe auch dazu beitragen kann, dass sich jüdische und arabische Schülerinnen und Schüler treffen und annähern“, sagt Marschhausen.

Auch Christian Wuttke ist sich sicher: „Um eine Annäherung im Palästinakonflikt zu erreichen, muss in der Arbeit mit Jugendlichen begonnen werden.“ Arik Gutler verfolgt diesen Ansatz in seinen „Peaceclubs“ für jüdisch-arabische Jugendbeziehungen: „Erst wenn Jugendliche, die bisher getrennt gelebt haben, zusammen an schulischen Projekten arbeiten, wird ein Verständnis für Sprache, Kultur und Gesellschaft des Anderen erwachsen.“ Ein Gegenbesuch wird im nächsten Jahr im Rahmen der OLMUN durchgeführt, dann werden die Jugendlichen aus Mateh Asher als Delegierte an der UN-Simulation teilnehmen. „Auch darüber hinaus wird der Kontakt zu unseren Austauschpartnern sicher bestehen bleiben“, meint Schülerin Iris Kirchhofer (17).

Die Schüler laden für Donnerstag, 7. Februar 2019, um 19 Uhr zum Informationsabend „Israel erleben und verstehen“ in die Aula des Alten Gymnasiums ein, um von ihren Erfahrungen zu berichten.

Text und Fotos von Hauke-Christian Dittrich

Video auf NWZplay

Die NWZ hat berichtet.


 

 

AGOnauten auf erster Fahrt

Klasse 5 a

Auch in diesem Jahr gingen die neuen AGOnauten auf ihre erste Fahrt. Für drei Tage starteten sie in Richtung Thüle. Im Vordergrund der Kennenlernfahrt stand die Bildung einer guten Klassengemeinschaft durch gemeinsame Erlebnisse und vielfältige Spiele, wie der Kompassrallye „Thülsfelder Spürnasen“ und einer Abenteuerreise.
Bei der Abenteuerreise mussten die Schülerinnen und Schüler einen „Adler in seinem Horst suchen“, „den Kampf gegen Spinnen“ aufnehmen und „einen Tresor knacken“. Nur durch Teamgeist und Kooperation war es möglich die kniffligen Prüfungen im Wald zu bestehen und am Ende den verborgenen Schatz zu finden.
Einen weiteren Höhepunkt bildete der ausgiebige Besuch im Tierpark Thüle. Nach dem Fußmarsch von der Jugendherberge zum Tierpark wurden gemeinsamTiere bestaunt, wurde gepicknickt, das Wikingerdorf besucht und die zahlreiche Fahrgeschäfte genutzt. Ein große Überraschung für die Schülerinnen und Schüler war die Rückfahrt mit dem Planwagen, der von zwei stolzen Friesen gezogen wurde. Den Abschluss dieses Tages bildete ein gemütliches Lagerfeuer mit Stockbrot.


Am nächsten Tag hieß es dann schon Koffer packen, Zimmer aufräumen und es ging es wieder zurück zu unserem Heimathafen, dem AGO!

Diese erste gemeinsame Fahrt hat sowohl den Schülern und Schülerinnen als auch den Klassenlehrerteams große Freude bereitet und alle Beteiligten hatten die Möglichkeit sich noch besser kennenzulernen!

Text und Fotos: Maren Steinert

Die Weltraumshow

Die Weltraumshow hat in Bremen auf dem Unigelände stattgefunden. Wir, die Klasse 7a, durften zu dieser Show fahren, da wir den Nawigator-Wettbewerb innerhalb unseres Jahrgangs gewonnen hatten.
Es ging nach der 2. Stunde am Cäcilienplatz los mit der Fahrt. Als wir in Bremen angekommen waren, machten wir erst noch eine kleine Frühstückspause, bevor es dann endlich losging. Als erstes lernten wir, wer der erste Mensch im All war (Juri Gagarin), wer der erste Mensch auf dem Mond war (Neil Armstrong) und schließlich auch noch, wie weit die Erde vom Mond entfernt ist (400.000 km). Der Hauptteil der Show bezog sich auf die ISS (Internationale Raumstation). Wir konnten sogar mit Hilfe von Filmen und einer VR-Brille das Innere der Station erkunden. Außerdem lernten wir etwas über den Start einer solchen Rakete, also dass ganz viel Gas verbrannt wird und die Rakete dadurch in die Höhe steigt. Wir lernten auch, wieso es in der ISS schwerelos ist. Das ist so, weil die ISS sozusagen die ganze Zeit nur um die Erde herumfällt. Es wurden uns auch viele Experimente gezeigt, z.B. haben zwei aus unserer Klasse eine Rakete, die mit Luft fliegt, gestartet.
Insgesamt war es sehr spannend und oft auch lustig. Aber an einigen Stellen auch ein bisschen zu laut. Insgesamt war es ein sehr aufregender Ausflug.


Text: Lukas Poppe und Jakub Waschow (Klasse 7a)

Fotos: Wiebke Schulte, Silvia Beckhaus

 

Zukunftstag 2019

Am Donnerstag, dem 28. März 2019, sind Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag und Boys’Day – Jungen-Zukunftstag.

Da der Aktionstag 2019 bereits Ende März stattfindet, geht es in diesem Jahr auch schon Anfang November 2018 mit der Suche von Praktikumsplätzen los.

HIER geht es zum Anmeldezettel für den Zukunftstag.

Das AGO in bester Erinnerung

Zum 50-jährigen und 60-jährigen Abiturjubiläum hatte das AGO seine ehemaligen Schüler zu einer Ehrung und Feier in die Aula eingeladen. Der Schulleiter, Frank Marschhausen, begrüßte die Gäste herzlich und stellte ihnen das veränderte und moderne AGO vor. Schülerinnen begleiteten die Veranstaltung mit Musik. Für viele Gäste war die Feier ein erstes Wiedersehen mit Mitschülern und der Schule nach der Schulzeit und ein dazugehöriges Schwelgen in Erinnerungen.


Fotos: Henrike Lichtenberg

Pia hat besten „Durchblick“ in Wirtschaftsfragen

Die Gewinner des diesjährigen „Durchblick“-Projekts wurden am 4. September 2018 im Oldenburger Theater Laboratorium gekürt.

Im Projekt „Durchblick“ recherchieren die Schülerinnen und Schüler zu ökonomischen Themen der Region, schreiben eine Facharbeit zu einem wirtschaftlichen Thema und verfassen dazu einen journalistischen Text, der von der NWZ auf Projektseiten veröffentlicht wird.

Die diesjährige Wettbewerbssiegerin ist die AGO-Schülerin Pia Mählmeyer aus dem Wirtschaftsleistungskurs von Ludger Hillmann. In ihrer Arbeit beschäftigte sie sich mit den Folgen des Diesel-Skandals und dessen Auswirkungen auf den Absatz von Dieselfahrzeugen.  Der Jury gefiel Pias Arbeit besonders gut und honorierte sie mit dem 1. Preis. Gerhard Fiand, Vorstandsvorsitzender der LzO und Jurymitglied, stellte besonders die bemerkenswerte Ausarbeitung der recherchierten Informationen heraus. Zudem gäbe es in der Arbeit neue Erkenntnisse, z. B. dass Frauen in ihrem Kaufverhalten bei Autos anders auf diesen Skandal reagieren.

Insgesamt war das Projekt für das AGO sehr erfolgreich, so hat es mit Jan Gröblinghoff und Ina Stührenberg zwei weitere Finalisten gestellt. Abschließend bleibt noch zu sagen, dass man hoffen kann, im nächsten Jahr an die bestehenden Erfolge anzuknüpfen.

Die NWZ hat berichtet.

Text: Joost Fooken

Foto: Mählmeier

Bücher führen Geschichte vor Augen

Die Geschichte des Alten Gymnasiums Oldenburg ist mit dem Gründungsjahr 1573 verknüpft. Vor inzwischen fast 450 Jahren wurde in Oldenburg eine Lateinschule gegründet, die im weiteren Verlauf zu dem Oldenburger Gymnasium und schließlich zum Alten Gymnasium Oldenburg wurde. Auch die Geschichte des AGO hängt am Papier, wie die der Bildung überhaupt. Über die vielen Jahre ist – nicht zuletzt durch Schenkungen – eine stattliche Schulbibliothek erwachsen, in deren Bestand sich sehr wertvolle, seltene und alte Exemplare befinden.

Ein Teil des schulischen Bibliotheksbestandes wurde vor einigen Jahren – im Rahmen einer ‚Win-Win-Vereinbarung‘ der Landesbibliothek Oldenburg übergeben, die die Bücher in ihren Magazinen verwahrt, pflegt und auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.


Interessierte Lehrkräfte und Elternvertreter hatten nun nicht nur die Möglichkeit, sich von der Leiterin der Landesbibliothek, Corinna Roeder, die alten Sammlungsbestände zeigen zu lassen, sondern auch über die kostenintensive und weitgehend auf Spenden angewiesene Restauration aufklären zu lassen. In diesem Zusammenhang wurden die Besucher sowohl durch die aktuelle Ausstellung Bücherschätze bewahren!, als auch durch die Magazine geführt.

Eine so lange Schultradition zeigt in den Bibliotheksbeständen ihre Spuren, aber weckt auch Verantwortung für die Pflege ihrer Schätze. So hat beispielsweise Dr. Matthias Hengelbrock, Lehrkraft des AGO, schon mehrfach aus privaten Mitteln, aber auch durch Spendenaktionen Bücher gerettet.

Text und Fotos: Angelika Feldhege