Es begann am AGO

Am 19. Oktober 2017 feierte das Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an Gymnasien in der Aula des Alten Gymnasiums sein 125-jähriges Seminarjubiläum mit Gästen aus Seminaren, Ausbildungsschulen, Hochschulen und Schulverwaltung.

Dass das Seminarjubiläum in der AGO-Aula gefeiert wurde, ist kein Zufall. Als das Großherzogtum Oldenburg 1892 nach preußischem Vorbild den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien einführte, wurde das AGO, das damals noch nicht das „Alte“ Gymnasium war, sondern als das Gymnasium schlechthin galt, zum ersten Standort des Studienseminars.

Ulrich Klügel hat sich in dem jüngst veröffentlichten Buch „Das Studienseminar Oldenburg 1892 – 1983. Der lange Weg zur Professionalisierung der Lehrerausbildung an höheren Schulen.“ facettenreich mit der Geschichte des Studienseminars auseinandergesetzt.

Ehemalige, Aktive und Zukünftige aus dem Umfeld des Studienseminares blickten bei der Festveranstaltung zurück auf eine pädagogische Erfolgsgeschichte, zogen Bilanz und planten für die Zukunft. Neben einem Festvortrag, den Professor Josef Leisen (Koblenz) unter dem Titel „Wie gelingt Lernen im Rahmen der Lehrerbildung? Vom handelnden Umgang mit Wissen und Werten.“ hielt, gab es Musik aus den Fachseminaren Musik unter der Leitung von Ralf Beiderwieden und Johannes Möller.  An einer Podiumsdiskussion nahmen Prof. Leisen, Prof. Dr. Sabine Döring (C.v.O.-Universität Oldenburg), Friedrich-Wilhelm Kahre (Studienseminar Hannover) und Diedrich Smidt (ehem. Leiter der Helene-Lange-Schule Oldenburg) unter der Moderation von Dr. Karl-Josef Burkard (Oldenburg) teil. Deutlich wurde, dass Lehrerausbildung ein komplexes Unterfangen ist, an deren Gelingen viele beteiligt sind. Viele Faktoren fordern die Beteiligten zu steter Reflexion und Weiterentwicklung heraus. Jedoch konnte herausgestellt werden, dass am Standort Oldenburg die Lehrerausbildung bislang positiv vorangetrieben worden sei.

Der kommunikative Austausch unter den Gästen ließ die Festveranstaltung zudem zu einem geselligen Come-Together werden.

 

Fotos: A. Feldhege