Festakt zu Ehren Lothar Meyers

Festakt zu Ehren Lothar Meyers

Mit einem Festakt, zu dem Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgerschaft, geladen waren, ehrte das Alte Gymnasium am Donnerstag, dem 14. November, den in Varel geborenen Arzt und Chemiker Prof. Dr. Dr. Julius Lothar Meyer. Er hatte im Jahr 1851 am Alten Gymnasium sein Abitur bestanden, weshalb ihm zu Ehren dort im Rahmen des Festaktes eine Erinnerungstafel enthüllt wurde.

Die treibende Kraft zur Anbringung einer Erinnerungstafel, die den Mitentdecker des Periondensystems ehren soll, war Dr. D. Raschke, der mehr als 30 Jahre lang Schülerinnen und Schüler des Alten Gymnasiums in die Geheimnisse der Physik und Chemie einweihte. Unterstützt wurde er bei seiner Idee insbesondere von Herrn Dr. W. J. Hönle von der Hönle-Stiftung bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Gefördert wurde das Vorhaben zudem von der BSAF Coatings und dem Ehemaligen-Verein des Alten Gymnasiums.

Im Rahmen des Festaktes ermöglichte Herr Prof. Dr. W. Reschetilowski den Gästen einen historischen Rückblick auf 150 Jahre Periodensystem der Elemente. Lothar Meyer und der bekanntere Dimitrij Mendelejew waren nicht die eigentlichen Entdecker des Periodensystems, sie stellten die herausragenden Endglieder eine langen Kette von Forschungen dar. 1882 entschied die Royal Chemical Society in London die außergewöhnliche und jeweils eigenständige Leistung der beiden Männer mit der Davy-Medaille auszuzeichnen. Vor allem aber muss man Meyer als einen Wegbereiter der Theoretischen und Physikalischen Chemie würdigen.

Ein besonderer Dank gebührt Sophie Frank (6a) und Dorothee Haye (Stufe 12), die den Nachmittag musikalisch begleiteten und eine Kostprobe ihres beeindruckenden musikalischen Könnens an Klavier und Flöte gaben.

Als Lothar Meyer seine Abiturrede hielt, geschah dies noch nicht in der heutigen Aula und das Alte Gymnasium war lediglich das Oldenburger Gymnasium. Die Schule war damals (von 1814 bis 1878) noch im Graf-Christopher- Haus an der Mühlenstraße untergebracht, dem schönsten Renaissancebau Oldenburgs. Da dieser alte Adelshof allerdings im Jahre 1926 abgerissen werden musste, können Interessierte die Tafel, die an diesen großen Norddeutschen erinnert, nun im Vestibül unseres „neuen“ Gebäudes am Theaterwall 11 besichtigen.

Lothar Meyer liebte besonders die Alten Sprachen, begeisterte sich als Schüler aber auch schon für die Naturwissenschaften und die Mathematik. So war schon damals das Alte Gymnasium Oldenburg ein Ort, an dem sich Tradition und Moderne treffen.