Gänsehautmomente im Europaparlament

Gänsehautmomente im Europaparlament

Seite an Seite mit der Präsidentin der Europäischen Kommission. Es war ein sehr emotionaler Moment. Denn AGO-Nautinnen und AGO-Nauten verfassten die erste europäische „Erklärung der Rechte unseres Planeten und allen Lebens“. Beteiligt waren 10 Länder, 14 Klassen, 310 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa sowie 22 Lehrkräfte.

Wir, das heißt Emma, Joshua, Lea, Nina und Mattea aus der 10b sowie unsere Lehrerin Frau Osthövener, waren von der französischen Delegierten Karima Delli eingeladen worden, im Europäischen Parlament in Straßburg als eines von 10 Ländern und als Vertretung Deutschlands das Projekt „kids for planets rights“ zu präsentieren. An unserer Seite standen sechs unserer französischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler, mit denen wir uns in Straßburg getroffen hatten und mit denen wir eine spannende Zeit verbrachten.

Durch unser vom DFJW gefördertes Austauschprojekt „Um(WELT)denken – Faire AutreMonde“ war  die Journalistin und Filmproduzentin Elsa Da Costa-Grangier auf uns aufmerksam geworden, die ihrerseits das Projekt „kids for planet rights“ mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus Paris, der Lobby de Poissy, ins Leben gerufen hatte.

Unser Frankreichaustausch ermöglichte es uns, unsere französischen Partnerinnen und Partner zu treffen und gemeinsam mit ihnen intensiv zu arbeiten. Als eine 60-köpfige deutsch-französische Schülergruppe beschäftigten wir uns ausführlich mit den Themen „nachhaltige Ernährung“, „Energienutzung“ und „Abfallvermeidung“. Wir recherchierten viel und im Herbst konnten wir auf der Grundlage dieser Recherchen mehrere ausführliche Artikel verfassen. Auf diese Arbeit und die der anderen Länder stützt sich nun die erste „Europäische Erklärung der Rechte unserer Erde und allen Lebens“ (Déclaration des Droits de la Planète et du Vivant/European Declaration of planet’s rights).

Dank der Einladung Karima Dellis konnten 80 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa (darunter auch wir sechs Schülerinnen und Schüler des Alten Gymnasiums Oldenburg als einzige Vertretung Deutschlands) am 27.11.2019 das Europäische Parlament besuchen. So hatten wir die Gelegenheit, an einer besonderen Parlamentssitzung (Wahl und Bestätigung der neuen EU-Kommission) teilzunehmen und die von uns verfasste Erklärung dem EU-Parlamentspräsidenten (David Sassoli) sowie der EU-Kommissionspräsidentin (Ursula von der Leyen) persönlich zu überreichen.

Die Treffen und Fototermine mit den Politikern und die zahlreichen Interviews waren für uns sehr spannend. Entscheidender aber war, dass  wir  im Verlauf der Arbeit an dem gemeinsamen Projekt und während unseres Aufenthaltes in Straßburg zahlreiche Erfahrungen, viele Eindrücke und neues Wissen sammeln konnten.

Besonders prägend und wichtig für uns ist aber vor allem eines: das aktive, gemeinsame länderübergreifende Vorgehen gegen den Klimawandel. Es geht um unsere Zukunft. Wir müssen uns Gehör verschaffen und gegen umweltschädigendes Verhalten kämpfen. Das Erstellen und Präsentieren der „Déclaration“ vor den etwa 700 Europa-Abgeordneten war ein erster wichtiger Schritt seitens der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, auf den hoffentlich noch viele weitere folgen werden.

Weitere Eindrücke dieses beeindruckenden Projektes finden sich unter:

https://www.shz.de/regionales/kina/rechte-fuer-die-erde-id26506332.html

https://twitter.com/elsagrangier (vor allem ab dem 26.11.2019)

https://www.touteleurope.eu/actualite/il-est-temps-d-agir-le-cri-d-alarme-de-310-jeunes-aux-responsables-politiques-europeens.html

https://twitter.com/PE_FRANCE/status/1199705856188854272

https://twitter.com/euroecolos/status/1202183601313464321

https://www.lemonde.fr/planete/article/2019/11/27/nous-voulons-que-le-monde-change-des-enfants-redigent-une-declaration-europeenne-des-droits-de-la-planete_6020744_3244.html?utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1574866898

https://www.lumni.fr/video/le-lobby-de-poissy-presente-la-declaration-des-droits-de-la-planete-au-parlement-europeen

 

Fotos: Elsa Grangier, Joshua van Vliet und Susanne Osthövener