"Hier sieht es aus wie in Hogwarts"- Lea Lina Oppermann Lesung am AGO

"Hier sieht es aus wie in Hogwarts"- Lea Lina Oppermann Lesung am AGO

Lea Lina Oppermann staunte: „Eure Schule erinnert mich an Hogwarts. So schön war meine Schule nicht.“ Die Autorin las heute anlässlich der Kibum aus ihrem Buch „Was wir dachten, was wir taten“ in der Aula des Alten Gymnasiums  für die 10. Klassen vor.

Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich Abgründe auf. Fiona ist fassungslos, unfähig zu handeln, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Wut und Passivität. Bald sind die Grenzen so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt. Ein messerscharf komponiertes psychologisches Kammerspiel mit Thrillerfaktor!

Soweit der bereits vielversprechende Klappentext. Nach der Lesung, die Oppermann gekonnt immer wieder an den spannendsten Stellen pausierte, gab es nur noch eine Frage im Saal: Wie geht es weiter? Um das zu erfahren, müssen die Schülerinnen und Schüler nun allerdings selbst zum Buch greifen, aber einen kleinen Trost gab es noch. Die junge Schriftstellerin las nicht nur vor, sondern gestattete auch erfrischend ehrliche Einblicke in ihren Berufsstand und beeindruckte damit sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte gleich ein zweites Mal. Oppermann scheute dabei keine noch so direkte Frage des Publikums. „Verdient eine Autorin viel Geld? Warum brach sie ihr Studium ab? Wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass Lehrer und Schüler das eigene Buch im Deutschunterricht analysieren und interpretieren? Wie arbeitet eine Autorin?…“ Zum Schluss durfte ein Foto mit der Autorin, die es überhaupt nicht mag, gesiezt zu werden, nicht fehlen.

Diese ganze besondere Deutschstunde verflog im Nu für alle Beteiligten.

Vielen herzlichen Dank, Lina!