Kunstkurse besuchen „Bildhauerinnen“

Die beiden Kunstkurse des 11. Jahrgangs, die von Nele Ellinghusen-Cappelmann und Angelika Feldhege betreut werden, haben gemeinsam eine Exkursion nach Bremen unternommen. Im Gerhard-Marcks-Haus und in den Museen Böttcherstraße wurden Ausstellungen gezeigt, die ihr Augenmerk auf Bildhauerinnen richten.


Die Kuratorin der Ausstellung, Mirjam Verhey, erläuterte, dass Frauen in der Bildenden Kunst lange nicht präsent gewesen sind, da sie kein Kunststudium absolvieren durften und es für Frauen als verpönt galt, mit schweren Materialien zu arbeiten. Frau Verhey führte die Gruppe nicht nur durch die Ausstellung im Gerhard-Marcks-Haus, sondern berichtete auch von ihrer Tätigkeit und der Geschichte dieser Ausstellung. So habe sie in Archiven regelrecht nach Arbeiten von Bildhauerinnen suchen müssen. Dabei hat sie beeindruckende Kunstwerke entdeckt, hinter deren Entstehung häufig interessante Biografien stehen. So haben einige Künstlerinnen sich beispielsweise heimlich getroffen, um gemeinsam zu arbeiten. Andere Frauen haben ihre Arbeiten unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht. Käthe Kollwitz, die schon zu Lebzeiten als Grafikerin und Bildhauerin Anerkennung genoss, habe sich ein soziales Netzwerk aufgebaut, das ihr zu Präsentationsmöglichkeiten verhalf. Die Ausstellungen in beiden Museen gaben aber auch einen Ausblick auf die Werke zeitgenössischer Künstlerinnen wie Rebecca Horn oder Isa Genzken, die mit neuen Materialien und Darstellungsformen, wie Performance und Videoinstallation, künstlerisch tätig sein können.


Fotos oben: Henrike Lichtenberg


Neben dem Besuch der Ausstellungen genoss die große Gruppe vom AGO bei herrlich sonnigem Wetter auch den Bremer Bürgerpark und das UNESCO-Welterbe in der Bremer Innenstadt.

So gab die Exkursion reichlich Gelegenheit, Kunst und Kultur ‚live und in Farbe‘ zu erleben.

Fotos: Nele Ellinghusen-Cappelmann