COMENIUS

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proMEM: The Memorial Project 

Value the Past – Influence the Future.

Eine multilaterale COMENIUS-Schulpartnerschaft 2010-2012

 

… wagen und bewahren

Wir stellen uns den Aufgaben der Gegenwart und Zukunft.

Wir wandeln uns und bleiben unseren Werten treu:

einander verstehen, einander achten, einander helfen.

Aus den Leitlinien des Alten Gymnasiums Oldenburg

Das Memorial Project ist ein zweistufiges Projekt, auf zwei Jahre konzipiert: Das erste Jahr ist ein Forschungs-Vorhaben, das zweite Jahr ein Gestaltungs-Projekt.Im ersten Jahr geht es darum, Denkmäler um uns herum zu erforschen, die Ergebnisse den Partnerschulen in Cork (Irland), Alesund (Norwegen), Périgueux (Frankreich) und Ghivizzano (Italien) mitzuteilen. Im zweiten Jahr soll ein Memorial-Film entstehen.

Im ersten Jahr gingen die Schüler von der Frage aus, was Erinnerung, „Memory“ ist. Sie schritten fort zu der Frage, wo um uns herum Erinnerung zu lokalen Denkmälern, „Memorials“ gestaltet worden ist. Die Ergebnisse wurden zu einem Buch gestaltet.

Im zweiten Jahr gingen sie umgekehrt vom Lernen über lokale Denkmäler aus und gelangten von dort zur eigenen Gestaltung von Erinnerung zu einem eigenen Denkmal – in Form eines Films: Auch ein Film kann ein Denkmal sein.

Der Gesamt-Prozess verschränkte Phasen der Weitung (öffnen, fragen, diskutieren) und Phasen der Verdichtung (ein Buch, einen Film machen).

Im ersten Jahr begannen wir mit der „FRAGE 1: Was bedeutet Erinnerung für UNS?“ Ergebnisse wurden ausgetauscht.  Dann erforschten wir den lokale Denkmäler um uns herum. Um eine durchgehende Struktur des Buches zu erhalten, waren vier gemeinsame Aufgabenstellungen vorgegeben: (a)

Brücke zu einem der europäischen Partnerländer; (b) europäische Perspektive; (c) Unterdrückung und Geist der Menschlichkeit; (d) Kreativ-Ecke: selbst etwas gestalten.  Schließlich teilten wir im europäischen Raum unsere Ergebnisse einander mit: übersetzen, voneinander lernen, ein europäisches Erzählungs-Netz knüpfen, ein Buch zustandebringen.

Die Projekt-Formel für das Buch war: 2 Seiten pro Aufgabe, 4 Aufgaben, dazu 4 Seiten, um die Schulen und Städte vorzustellen, 5 Schulen: Macht zusammen 60 Seiten. Dazu zwei Deckblätter, also 68 Seiten insgesamt.

Das zweite Jahr setzte hier an: Jetzt wissen wir viel über die Denkmäler um uns herum. Wir greifen FRAGE 1 auf: „Was bedeutet Erinnerung für uns?“ Was für eine Erinnerung ist so wichtig, dass wir dafür ein Denkmal machen wollen? In Oldenburg haben wir uns die Zusatzaufgabe gestellt: „Welche Botschaft oder Frage wollen wir damit verbinden?“ – mit dem Zusatz: Gesucht ist ein Thema, eine Botschaft, die nicht selbstverständlich ist, sondern in der Problem steckt, über das man diskutieren kann. Die Wahl der Schüler fiel Ulrike Meinhof. „Ist Ulrike Meinhof eine skrupellose Verbrecherin? Ist sie eine Kämpferin für Freiheit und Gerechtigkeit? Ist sie vielleicht sogar Opfer einer fatalen Entwicklung? Was hat sie eigentlich verbrochen?“ Die Schüler fanden es sehr wichtig, dass dieser Frage-Charakter den ganzen (Oldenburger) Filmbeitrag prägt. Darum steht am Ende: „Ein Denkmal kann ein Frage-Mal (‚Question Mark‘) sein.“ – Jede Schule durfte 6 Minuten abliefern, dazu 30 Sekunden für eine kleine Vorstellung der Klasse und der Schule. Zuzüglich Vor- und Abspann kam ein Film heraus, der knapp eine Schulstunde lang ist (40 Minuten).

Der Gestaltungsprozess umfasste zwei Jahre und wurde von regelmäßigen Arbeitstreffen getragen:

Das vorbereitende Treffen in Italien erbrachte die Projektskizze und den Projektantrag.

Auf dem ersten Arbeitstreffen in Oldenburg, mit Schülern, wurden erste Erwartungen ausgetauscht, die Planung des Projekts wurde wesentlich verfeinert und präzisiert. Das fertige Buch wurde auf dem zweiten Arbeitstreffen in Norwegen vorgestellt.

Das Projekt Film wurde am Anfang des zweiten Projektjahres auf dem Arbeitstreffen in Irland entwickelt und präzisiert. Dazu gehörten auch Einführungen in das Filme-Machen. Die fertigen Teil-Filme wurden im Frühjahr 2012 in Italien ausgetauscht und diskutiert. Der Film war im Mai 2012 fertig montiert und wurde auf dem Abschluss-Treffen in Frankreich gezeigt und an die Schulen verteilt.

Während des Projekts hatten wir insgesamt 5 Europäische Treffen in jedem der fünf Partnerländer. Ansprechpartner für das Comenius-Projekt sind Herr Beiderwieden, Frau Klostermann und Frau Möhlmann.