Israel

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Israel-Projekt des Alten Gymnasiums

 

„Normale Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sind nicht möglich und nicht angemessen… Zwischen Deutschland und dem jüdischen Volk herrschen seit über 200 Jahren ambivalente Beziehungen, intensive, tiefe und verletzte, komplizierte und vielschichtige Beziehungen  –  keine normalen Beziehungen.”

(Amos Oz in seiner Rede bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels)

 

Erstmalig reiste 1986 eine Oldenburger Schülergruppe bestehend aus AGO-Schülern und Schülern der Graf-Anton-Günther-Schule nach Israel und knüpfte  seinerzeit Verbindungen zu Schulen und Kibbutzim des Landkreises Mateh-Asher im Norden Israels in Galiläa. Leider blieb es vorerst bei diesem einmaligen Besuch. Es sollte 20 Jahre dauern, bis die Beziehungen zu Israel wieder aufgenommen wurden.

Als 2006 der Bürgermeister Mateh Ashers Oldenburg besuchte, wurden AGO Schüler eingeladen, gemeinsam mit der israelischen Delegation eine Friedenseiche im Stadtwald zu pflanzen. Bei dieser Gelegenheit sprach der Bürgermeister Yehuda Shavit eine Einladung aus, die Jörg Witte dankend annahm. Dieses Ereignis kann als Grundstein des Israel Projektes am AGO betrachtet werden.

Seit 2007 hat sich im Curriculum des Alten Gymnasiums das Seminarfach Israel etabliert.

In dem zweijährigen Oberstufenkurs werden wissenschaftliche Facharbeiten zum Thema Nahost und Israel geschrieben und eine zweiwöchige Studienfahrt nach Israel und in die Oldenburger Partnergemeinde Mateh Asher vorbereitet und durchgeführt. Bisher haben 3 Seminarfachgruppen Israel bereist und gemeinsame Projekte mit der Partnerschule Cabri Manor High School in Mateh Asher durchgeführt.

 

Das heutige Israel Projekt besteht aus den drei Säulen: Erinnerungsarbeit, Deutsch-Jüdischen Beziehungen und Deutsch-Israelischen Beziehungen.

 

 Die Erinnerungsarbeit

Seit 1994 arbeitet die Schule an der Dokumentation der Geschichte der Juden in Oldenburg unter besonderer Berücksichtigung  der Schicksale der ehemaligen Jüdischen Schüler der Schule  während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Zum Abschluss der Dokumentation wurde 2001 ein Denkmal für die ehemaligen jüdischen Schüler der Schule eingeweiht.

im Zusammenhang mit dem Polenaustausch der Schule besucht jedes Jahr eine Oberstufengruppe Auschwitz .Das Alte Gymnasium ist Mitorganisator des jährlich im November stattfindenden  Erinnerungsgangs zum Gedenken an die Novemberpogrome im Jahr 1938.

Wiederholt wurden Veranstaltungen mit Holocaust-Überlebenden und Angehörigen der ehemaligen Jüdischen Schüler der Schule ( die u.a. aus den USA anreisten) durchgeführt.

Jährlich im Januar finden im Foyer der Schule Ausstellungen am Internationalen Holocaust Gedenktag statt.

Repräsentanten der Schule nehmen an der zweijährig stattfindenden Verleihung des Carl von Osssietzky Preises teil.

 

Die  Deutsch-Jüdischen Beziehungen

Das AGO führt regelmäßig Veranstaltungen mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit durch.

Die Schule hält enge Beziehungen zu der Jüdischen Gemeinde Oldenburgs und nimmt an deren Veranstaltungen teil. seit 2007 wurden mehrtägige Exkursionen zum Thema das Jüdische Berlin durchgeführt.

Seminarfachschüler/innen sind wiederholt von Inge Deutschkron ins Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt zum Gespräch eingeladen worden.

 

Chronologie des Israel Austausches

2006 Kontaktaufnahme zur Oldenburger Partnergemeinde Mateh Asher in Galiläa Israel

2006 1. Israelbesuch: Delegation der Schule besucht Schulen in Mateh Asher I)srael

2006 Beginn des Israel Projekts der Schule: Einrichtung des Seminarfachs Israel

2007 1. Schülergruppe besucht die Partnerschule Cabri Manor High Schule des Kibbutzes Cabri

2008 Tanzschüler des Kibbutz Gaton im Gegenbesuch in Oldenburg

Seit 2009 regelmäßige Fahrten des Seminarfaches nach Israel und Gegenbesuche aus Mathe Asher im Rahmen der OLMUN (Teilnahme des israelischen Peace-Clubs der AGO-Partnerschule)

Einen Eindruck vom Aufenthalt im Jahr 2018 ermöglicht ein Film der Reise. Siehe hier (Weiterleitung zu YouTube).

 

Aktivitäten des Israel Projektes

Wiederholte Führungen mit Schülern in Yad Vashem, Jerusalem

Wiederholte Besuche des Ghetto Fighter Museums in Nahariya, Israel

Durchführung gemeinsamer Erinnerungsprojekte mit Schülern des Kibbutz Cabri

Begegnung mit der berühmtem Begründerin der Tanzschule Gaaton Yehudith Arnon, er berichtet über Auschwitz und Mengele

Wissenschaftlichen Facharbeiten des Seminarfachs werden durch die  Deutsch-Israelische Gesellschaft  ausgezeichnet

Durchführung von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen

Vorträge des israelischen Journalisten Igal Avidan

Diskussionsveranstaltung mit dem Kulturreferenten der Israelischen Botschaft zum Thema  „ Humanitäre Situation im Gaza Streifen“

Das Alte Gymnasium ist Mitorganisator der Oldenburger Model United Nations (OLMUN)    und vertritt dabei regelmäßig das Land Israel

Einladungen an Musikensembles und Kontaktgruppen der israelischen Partnergemeinde

Wiederholter Empfang des Bürgermeisters aus Mateh Asher am Alten Gymnasium

2010: Einladung der Israelischen Botschaft zum 62. Jahrestag der Staatsgründung –  Empfang beim Botschafter Yoram Ben-Zeev

2013 Israeltag in Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg und der Israelischen Botschaft

Seitdem  regelmäßige gegenseitige Besuche

 

Das Ziel der Schule ist es, neben der Pflege der deutsch-israelischen Beziehungen das israelische Projekt des Peace-Clubs, das Schülerinnen und Schüler der jüdischen Cabri Manor School und Schülerinnen und Schüler der arabischen Sheik Danun School verbindet, zu unterstützen und dabei einen Beitrag zur Förderung des Zusammenlebens von arabischen und jüdischen Israelis zu leisten.