Fördern und Fordern

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Individualität stärken

 

Fördern und Fordern beginnt im Unterricht. — Individualisierung der Lern- und Lehrprozesse gewinnt zunehmend an Bedeutung. Den jeweiligen Bedürfnissen einer jeden Schülerinnen und eines jeden Schülers gerecht zu werden, ist Zielsetzung des Unterrichts am Alten Gymnasium und ist auch so im Schulprogramm festgehalten und damit Leitlinie der Schule.

Schaffung möglichst gleicher Startbedingungen für alle

Um den Übergang in das Gymnasium zu erleichtern bieten wir in der 5. Jahrgangsstufe sowohl eine zusätzliche Rechtschreibstunde (Ausnahme Lateinschüler ab Stufe 5) sowie Förderunterricht in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik an. Dadurch können eventuelle Defizite in diesen Bereichen durch eine zusätzliche Unterrichtsstunde in der Woche aufgefangen werden.

Unterstützung schwächerer Schülerinnen und Schüler (fördern)

Sollten im weiteren Schulverlauf Schwächen festgestellt werden, kann beispielsweise über eine Nachhilfekartei Unterstützung in Anspruch genommen werden. Die Schülervertretung vermittelt Kontakte zu geeigneten älteren Schülerinnen und Schülern, aber auch zu Studenten und Studentinnen. Natürlich gibt es (im Rahmen des Ganztages) auch Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 bis 7/8. Unabhängig davon wird ebenfalls im Rahmen der Ganztages eine Hausaufgabenbetreuung angeboten.

„Die Herstellung der Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler sowie die Förderung ihrer Leistungsfähigkeit und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit sind wesentliche bildungspolitische Anliegen der Niedersächsischen Landesregierung. Dabei geht es um die gesamte Breite und Vielfalt der individuellen Begabungen.

Begabte Schülerinnen und Schüler brauchen günstige Entwicklungsbedingungen, um ihr Begabungspotenzial entfalten zu können. Dabei ist darauf zu achten, dass der Blick nicht allein auf den kognitiven Bereich begrenzt wird. Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderer sprachlicher, mathematischer, naturwissenschaftlicher, geisteswissenschaftlicher, technischer, handwerklicher, musikalisch-künstlerischer, sportlicher sowie gesellschaftswissenschaftlicher und nicht zuletzt auch sozialer Begabung ist ebenfalls notwendig.

Bei der Förderung begabter Schülerinnen und Schüler wird von integrativen und differenzierten Formen ausgegangen. Integrationskonzepte betonen das Miteinander ganz unterschiedlicher Schülerinnen und Schüler in einer Gruppe. Die Ungleichheit wird dabei nicht als Hemmnis, sondern eher als Chance für Förderung und Entwicklung von Persönlichkeit und Begabung gesehen.“

Schülerinnen und Schüler, die eine besondere Begabung und ein außerordentliches Interesse in mehreren Unterrichtsfächern oder einer Unterrichtsdisziplin zeigen, erhalten am Alten Gymnasium Oldenburg auch besondere Möglichkeiten und individuelle Unterstützung zur Entfaltung ihrer Potenziale. In allen Lernfeldern werden diese Schülerinnen und Schüler ermutigt, ihre individuellen Fähigkeiten sowohl unterrichtlich als auch außerschulisch auszubauen und zu präsentieren. Die Lehrkräfte ermuntern die Schülerinnen und Schüler durch unterschiedliche zusätzliche Angebote, ihre Begabungen nicht nur zu erkennen, sondern sie auch als herausragende Qualität wahrzunehmen.

Zur Zeit stellt das Alte Gymnasium Oldenburg folgende Möglichkeiten der individuellen Förderung (fordern) zur Verfügung:

innenschulisch

  • Belegung eines individuellen Schwerpunktes im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes in den Stufen 8-10 (Enrichment in individuellen Schwerpunkten) – angeboten wird: Französisch als dritte Fremdsprache, Informatik/Technik, Naturwissenschaften, Wirtschaft-Umwelt, Wirtschaft-China/Einführung in die chinesische Sprache)
  • Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften; z.B. unterschiedliche Chöre und Orchester, „Nano-Labor“, Kunstprojekte in Kooperation mit regionalen kulturellen Einrichtungen, Roboter- AG, Netzwerk-AG, Teilnahme bei der Organisation der OLMUN, Jugend forscht 
  • Teilnahme an Wettbewerben; z.B. „Jugend forscht“, „MIG / Management Information Game“ in Kooperation mit PKF, Chemie-Olympiade, Känguru-Wettbewerb (Mathematik, Jahrgang 5,6), Mathematik ohne Grenzen, Mathematik-Olympiade, Bundeswettbewerb Mathematik, Planspiel Börse in Kooperation mit der LzO, Informatik-Biber, Bundeswettbewerb Fremdsprachen, Big Challenge (Wettbewerb für das Fach Englisch), Wirtschafts-Bildungsprojekt „Durchblick – Jugend und Wirtschaft im Nordwesten“, Euroscola-Wettbwerb, Bundeswettbewerb Finanzen, EWE Rowing Challenge, U-ACT-Filmwettbewerb
  • bilingualer Unterricht, Einbindung bilingualer Module im Unterricht; z.B. Bilingualer Kurs in der Oberstufe – Bilingual Geography
  • dritte Fremdsprache nicht nur im Hause, sondern auch im Kooperationsverbund
  • Zertifizierung in einer Sprache (z.B. DELF, DELE, Latinum)
  • besondere schulische Veranstaltungen; z.B. „Lange Nacht der Mathematik“, Tag des Lärms, Nawigator-Tag
  • Überspringen eines Jahrganges (Akzeleration)

außerschulisch

  • Beteiligung an Austauschprogrammen (z.B. BRIGITTE SAUZAY und VOLTAIRE)
  • Teilnahme an Schülerakademien; z.B. „Niedersächsische Juniorakademien“ in Papenburg und Loccum
  • Teilnahme an Angeboten der Forschungszentrums Nordwest für Schülerinnen und Schüler
  • Teilnahme am Projekt Intoxicating Spaces, einem einzigartigen EU-Forschungsprojekt im Bereich der Gesellschaftswissenschaften
  • Frühstudium an der Carl-von-Ossietzky-Universität, z.B. in Physik, Geschichte, Chemie.

Einige der o.g. Angebote stehen allen Schülerinnen und Schülern offen, andere werden speziell für Schülerinnen und Schüler mit besonderer Begabung eingerichtet. In diesem Fall werden die Schülerinnen und Schüler von den Fachlehrkräften für die Teilnahme vorgeschlagen. Die Ergebnisse der Förderprojekte sollen der Schulöffentlichkeit vorgestellt werden, um einerseits den begabten Schülerinnen und Schülern ein Forum zur Präsentation zu bieten und andererseits die anderen Schulmitglieder zu informieren und zur eigenen Teilnahme zu motivieren.

Die individuelle Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler hat am Alten Gymnasium Oldenburg Tradition und wird wesentlich von den Fachlehrkräften organisiert und angeleitet. Es ist geplant, die Begabungsförderung künftig so zu organisieren, dass die einzelnen Projekte und Vorhaben zu einem noch strukturierteren Förderkonzept zusammengeführt werden.