Seminarfächer

NanoScience in Europa
Theater - Darstellendes Spiel
Israel
Wien - Kulturmetropole
Rom - caput mundi
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Seminarfächer

Das Seminarfach soll in verschiedene Methoden und Arbeitsformen einführen. Zur Förderung der Wissenschaftspropädeutik, die im Seminarfach im Zentrum steht, ist eine Facharbeit zu schreiben und kann eine besondere Lernleistung auch aus dem Unterricht im Seminarfach heraus entwickelt und in die Abiturprüfung eingebracht werden. Schriftliche Leistungsfeststellungen werden neben der Facharbeit durch andere Formen wie Projekte, naturwissenschaftliche Experimente und deren Auswertung, Planung und Durchführung von Ausstellungen oder Hausarbeiten erbracht.

Die Schülerinnen und Schüler wählen aus einem Angebot an Seminarfächern, das die Schule am Ende der Einführungsphase bekannt gibt, ihr Seminarfach. Dazu wählen sie aus den von der Schule zur Wahl gestellten Angeboten aus, die rechtzeitig auf der Homepage der Schule vorgestellt werden. Ein Anspruch auf Teilnahme an einem bestimmten Seminarfach besteht nicht, die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler erfolgt nach Maßgabe der Oberstufenkoordination. Der Fachlehrer des Seminarfaches ist gleichzeitig Tutor der Schülerinnen und Schüler und für die organisatorische Unterstützung aller Beteiligten auf dem Weg zum Abitur mitverantwortlich.

Das Seminarfach ist nicht gekoppelt an einen Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau.

Das Angebot der Seminarfächer umfasst in der Regel mindestens je ein Seminarfach aus den Bereichen der sprachlich-musisch-künstlerischen, der mathematisch-naturwissenschaftlichen und der gesellschaftswissenschaftlichen Orientierung, wobei der fächerverbindende und fä- cherübergreifende Aspekt des Arbeitens im Vordergrund steht.

Die Seminarfachlehrkraft legt das Thema ihres Seminarfaches in Rücksprache mit der Ober- stufenkoordination und den Aufbau ihres Kurses vor den Wahlen zu den Seminarfächern fest, erstellt rechtzeitig vor den Wahlen ein Blatt zur Information der Schülerinnen und Schüler und ist auch dafür verantwortlich, seinen Schülerinnen und Schülern eine angemessene, wis- senschaftspropädeutisch angelegte Facharbeit zu stellen.

Achtung: Mit der neue Verordnung zur Gymnasialen Oberstufe ändert sich die Rolle des Seminar- faches als Fach der Tutorin bzw. des Tutors der Schülerinnen und Schüler mit dem Abiturjahr- gang 2021 (2016/17: Jahrgang 9). Die Schule hat bisher noch keine Entscheidung bezüglich der Konzeption des Seminarfaches getroffen.

Zeit des Seminarfaches: Das Seminarfach ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend und findet am Alten Gymnasium dienstags von 1500 – 1630 Uhr statt. Externe Termine oder Blockveran- staltungen, die ausnahmsweise zur Verlegung des Seminarfaches führen, sind der Oberstufenkoor- dination rechtzeitig mitzuteilen.

Zusammenarbeit mit der Landesbibliothek Oldenburg: Alle Seminarfächer besuchen vor Beginn der Frist zur Erstellung der Facharbeiten die Landesbibliothek Oldenburg und nehmen dort an ei- nem Aufbauseminar zur Vorbereitung der Erstellung der Facharbeiten teil. Die Termine werden zentral von der Oberstufenkoordination abgesprochen und den Lehrkräften mitgeteilt. Die Lehrkräf- te von Seminarfächern, deren Themen besser in einer anderen Bibliothek beheimatet sind, teilen dies bitte zu Beginn der Qualifikationsphase der Oberstufenkoordination mit. In diesem Fall sind die Lehrkräfte selbst dafür verantwortlich, einen verbindlichen Termin mit der dann betreffenden Bibliothek zu vereinbaren.

Studienfahrt im Seminarfach: Integraler Bestandteil der Arbeit im Seminarfach ist die Vor- bereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Studienfahrt in der Woche vor den Herbst- ferien im zweiten Jahr der Qualifikationsphase. Themen und Ziele der Seminarfahrt legt die Fachlehrkraft in der Regel vor der Wahl der Seminarfächer fest.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Seminarfahrt erst im zweiten Jahr der Qua- lifikationsphase stattfindet. An der Seminarfahrt nimmt nur teil, wer zum Zeitpunkt der Semi- narfahrt auch Schülerin bzw. Schüler des betreffenden Seminarfaches ist. Deshalb sollten alle Beteiligten eine Reiserücktrittversicherung abschließen, damit sie im Krankheitsfalle oder bei durch defizitäre Leistungen erzwungenem Rücktritt Teile der Kosten erstattet bekommen. Bei freiwilligem Rücktritt und Wiederholung des ersten Jahres der Qualifikationsphase tragen die Schülerinnen und Schüler die für die Fahrt entstehenden Kosten selbst.

Ablauf und Schwerpunkte in den Halbjahren: Im ersten Halbjahr steht neben der Erschlie- ßung des inhaltlichen Rahmens des Seminarfachthemas die formale Einführung in wissen- schaftliches Arbeiten im Zentrum. Deshalb geht es in diesem Halbjahr unter anderem um den Umgang mit Literatur, den Aufbau eines naturwissenschaftlichen Experimentes, das Anferti- gen von wissenschaftlichen Arbeiten, den korrekten Nachweis fremder Gedankengänge usw. Ein erster Nachweis erfolgt durch die Anfertigung einer ersten Hausarbeit im Umfang von 5-6 Seiten DIN A4 zu einem von den Schülerinnen und Schülern in Absprache mit der Lehrkraft selbstgewählten Thema. Diese Hausarbeit ersetzt im ersten Halbjahr die Klausur.

Im zweiten Halbjahr steht die Anfertigung der Facharbeit im Zentrum. Sie ersetzt die Klausur und geht mit 50% in die Gesamtnote ein. Teil der mündlichen Mitarbeit kann die Präsentation der Facharbeiten sein. Der Seminarfachlehrer kann in der Facharbeit eine Zusammenfassung in einer Fremdsprache verlangen, die den Umfang von einer Seite nicht überschreiten soll. Der Seminarfachlehrer bietet während der Zeit der Erarbeitung der Facharbeiten individuelle Sprechzeiten zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler an.

Im dritten Halbjahr erfolgt die Seminarfahrt, die vor den Herbstferien durchgeführt und an- schließend nachbereitet wird. Spätestens in diesem Halbjahr sind die Ergebnisse der Fachar- beiten zu präsentieren. Die Präsentation oder eine andere Form des Leistungsnachweises kann die Klausur ersetzen.

Die Wochen des vierten Halbjahres können – solange das Seminarfach nach Verordnung Pflicht ist – dazu genutzt werden, die Ergebnisse der Arbeit des Seminarfaches der Schulöf- fentlichkeit vorzustellen. Ansonsten kann hier bereits die Vorbereitung auf die Abiturprüfun- gen erfolgen. Die Klausur des Seminarfaches kann durch eine andere Art der schriftlichen Leistungsüberprüfung ersetzt werden.

Seminarfach – Hinweise für die Schulen

Die Facharbeit im Seminarfach des Alten Gymnasiums wird im zweiten Halbjahr des ersten Jahres der Qualifikationsphase noch vor Beginn der Osterferien geschrieben. Dieses (2.) Halb- jahr der Qualifikationsphase muss deshalb auch in die Abiturwertung eingebracht werden. Das Thema und die Benotung der Facharbeit erscheinen auf dem Abiturzeugnis.

Bekanntgabe der Themen und Abgabe der Facharbeiten: Der Fachlehrer gibt seinen Schü- lerinnen und Schülern an dem von der Oberstufenkoordination vorgegebenen Termin die Themen für die Facharbeiten in schriftlicher Form. Er verweist darin kurz auf wesentliche formale Angaben und teilt auch den vorgegebenen Abgabetermin für die Facharbeiten mit.

Der Seminarfachlehrer sorgt für eine einheitliche Vorgehensweise in der wissenschaftlichen Zitation und in den wissenschaftlichen Nachweisen nach den Vorgaben seiner Fachrichtungen im gesamten Kurs.

Die Schülerinnen und Schülern sind dafür verantwortlich, dass sie dem Seminarfachlehrer die Facharbeit termingerecht zukommen lassen und sich von ihm die termingerechte Abgabe be- stätigen lassen.

Es ist dem Seminarfachlehrer ein Exemplar in gedruckter Form abzugeben. Die Facharbeit ist auch als pdf-Datei termingerecht dem Fachlehrer und gleichzeitig als Kopie der Oberstufenkoordination unter der Adresse facharbeit@altesgymnasium.eu zuzuschicken. Sollte sich die Abgabe der Facharbeit – aus welchen Gründen auch immer – über den regulären Termin hin- aus verschieben, haben die Schülerinnen und Schüler die gedruckte Form der Arbeit dem zuständigen Oberstufenkoordinator abzugeben.

Formalia zur Facharbeit

Formale Vorgaben für die Facharbeit:

  • Papier: DIN A4 weiß, einseitig beschrieben, 80g/m2
  • Maschinenschrift (Times New Roman, Cambria u.ä. mit 12pt, Arial, Helvetica, Sans Serif u.ä. mit 11pt), Zeilenabstand 1 1⁄2 zeilig, Blocksatz, Silbentrennung
  • Seitenränder: oben – 2cm, unten – 2 cm, links – 4 cm, rechts – 2 cm
  • Seitenzählung in Kopf- oder Fußzeile
  • Umfang: 10-12 Seiten Text, dazu Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Quellen- und Literatur- verzeichnis, Anhänge, Selbstständigkeitserklärung
  • Gliederung der Arbeit: Deckblatt, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Textteil (mit Einleitung, Hauptteil, Schluss), Anhang/Anlagen, Literaturverzeichnis, Erklärung
    • Deckblatt: Name der Schule, Schuljahr, Kurs mit Kursnummer, Vor- und Nachname, Thema
    • Titelblatt: Name der Schule, Thema der Facharbeit, Schuljahr, Kurs mit Kursnummer, Vor- und Nachname, Lehrkraft, Termin der Ausgabe des Themas, Termin der Abgabe der Ar-beit
    • Selbstständigkeitserklärung am Ende der Arbeit in folgendem Wortlaut: „Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Facharbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt habe. Insbesondere versichere ich, dass ich alle wörtlichen und sinngemäßen Übernahmen aus anderen Quellen als solche kenntlichgemacht habe.“
    • Einverständniserklärung (freiwillig): „Ich bin damit einverstanden, dass meine Fachar- beit für den Fall, dass sie mit mindestens 10 Punkten bewertet worden ist, der Schulöffent-lichkeit zugänglich gemacht wird.“

Hilfen zur Erstellung der Facharbeiten

Mehrere Bildungseinrichtungen haben umfangreiche Hilfen zur Erstellung von Facharbeiten erarbeitet und ins Internet gestellt. Diese oder auch andere Hilfen können nach Rücksprache mit den Seminarfachlehrern verwendet werden:

http://www.oldenburg-kolleg.de/pdf/Facharbeit%20-%20Handreichungen.pdf

http://gymnasium.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/gymnasium.bildung- rp.de/mss/26_08_2011_Handreichung_Arbeitsformen_in_der_MSS.pdf

http://www4.uni-flensburg.de/fileadmin/ms2/inst/germanistik/files/dokumente/ In- fos_Studierende/Leitfaden_Wissenschaftliche_Hausarbeiten_31_10.pdf

http://gymnasium-papenburg.de/facharb_hauptteil_.pdf

Die beteiligten Lehrkräfte können über diese für alle verbindlichen Vorgaben hinaus für ihr Seminarfach weitere Vorgaben machen, sofern sie den hier genannten nicht widersprechen.

Angebot Nr. 1 

Lehrkraft : Frau Beckhaus
e-mail: silvia.beckhaus@altesgymnasium.eu

NanoScience in Europa

Bereits heute haben die Errungenschaften der Nanotechnologie Einzug in unseren Alltag gehalten. Insbesondere in den Bereichen der Materialwissenschaft und der Informations- und Kommunikationstechnologien lassen sich viele verbesserte Eigenschaften und neue Geräte aufzählen: Die Erkenntnisse der Nanotechnologie machen Farben wasser- und schmutzabweisend, Autolacke immer härter, Computer immer leistungsfähiger, Handys immer raffinierter und Optiken in Digitalkameras immer kleiner. Zukünftig erhofft man sich von Nano- Anwendungen auch eine revolutionär veränderte Medizin.

Im ersten Semester sollen mit Hilfe eines allgemeinen Überblicks zur Nanotechnologie und durch Recherche von Quellen zu Anwendungen, auch aus Bereichen der Medizin, Pharmazie und Technik, einer wissenschaftlichen Bibliothek die Grundlagen zur Erstellung einer Facharbeit gelegt werden.

Das zweite Semester dient der Erstellung der Facharbeit, die ein Experiment, ein Verfahren oder eine theoretische Betrachtung im Kontext Nanotechnologie oder des NanOLabors im AGO zum Thema hat.

Das dritte Semester dient der Vorbereitung und Nachbereitung der Studienfahrt, wobei ausgewählte Beispiele der Nanowissenschaften genauer betrachtet werden.

Themen:

Q1 1: NanoScience – Grundlagen

Q1 2: NanoScience – Untersuchungen
Q2 1: NanoScience – Forschung, Industrie und Nonprofit-Organisationen

Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, im Rahmen einer geplanten Studienfahrt verschiedene Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Nonprofit-Organisationen im europäischen Ausland zu besuchen. Ausgangspunkt kann Basel (oder ein angrenzender Ort in Deutschland) oder Genf (oder ein angrenzender Ort in Frankreich) sein.

besondere Hinweise:

 Zu den Zielen der Fahrt zählen die Schülerlabore der Unternehmen Novartis oder Hoffman La Roche in Basel und das CERN, die UN, die WHO und das Internationale Rote Kreuz in Genf. Die Nähe der beiden Standorte zu Frankreich ermöglicht zudem die Kultur und die Natur eines weiteren europäischen Landes kennenzulernen, wobei auch sportliche Aktivitäten geplant sind.

Angebot Nr. 2

Lehrkräfte: Frau Conrad, Frau Onnen

e-mail: sabine.conrad@altesgymnasium.eu, inga.onnen@altesgymnasium.eu

Theater! Darstellendes Spiel + Geschichte des Theaters

Das Schauspiel bildet seit jeher das Fühlen und Denken der Menschen ab, wobei sich Stoffe und Motive über die Jahrtausende nur wenig verändert haben. Theater erzählt Geschichten von Menschen für Menschen, über Liebe, Sehnsucht und Hass, Macht und Ruhm, Tod und Verdammnis. Wer selbst Theater spielt, kann ganz neue Erfahrungen sammeln. Er/Sie kann in andere Rollen schlüpfen, kann Dinge tun, die man sich sonst nie trauen würde, steht im Rampenlicht und kann in einer Welt agieren, in der alle Bühnenhandlungen letztlich folgenlos sind.

Dieses Seminarfach soll es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen, die Welt des Theaters zu entdecken: durch eigenes Schauspiel, durch Erarbeitung dramatischer Texte und Adaption von Texten für die Bühne, durch Regiearbeit und Auseinandersetzung mit Bühnenbild und Kostümen sowie durch den Besuch von Theateraufführungen.

Auch die Dramentheorie wird nicht zu kurz kommen. Anhand von ausgewählten kleinen Szenen soll die Geschichte des Theaters spielerisch unter die Lupe genommen werden, damit daraus eine Idee für ein eigenes Stück entwickelt werden kann. Wir werden auch englische Autoren und Stücke einbeziehen und teilweise im Original entdecken. Auf der Studienfahrt wollen wir u.a. das rekonstruierte „Globe Theatre“ Shakespeares in London besuchen.

Themen:

Q1 1: Körper, Raum und Improvisation –
erstes Herantasten an das Theaterspielen

Q1 2: Figuren und Motive –
Eintauchen in ausgewählte Szenen verschiedener Epochen

Q2 1: Dramaturgie und Inszenierung –
Ein Stück wird auf die Bühne gebracht

Die Fahrt geht nach London.

Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminarfachs wird die Bereitschaft erwartet, sich auf das Spielen auf der Bühne einzulassen. Außerdem sind abendliche Theaterbesu- che im Rahmen des Seminarfaches verpflichtend.

Angebot Nr. 3

Lehrkraft: Herr Hillmann

e-mail: ludger.hillmann@altesgymnasium.eu

Israel

Seit 2006 führt das Alte Gymnasium Oldenburg im Rahmen des Seminarfachs ein Israel Projekt durch, das auf den drei Säulen Erinnerungsarbeit, deutsch-jüdische Beziehungen und deutsch-israelische Beziehungen beruht. Das Seminarfach wird sich intensiv mit der historischen Entwicklung des Staa- tes Israel und den deutsch-israelischen Beziehungen ausein- andersetzen. Ferner wird der Kurs Kontakte zur Oldenburger Partnergemeinde Mateh Asher aufnehmen.

Im ersten Semester werden am Beispiel der Geschichte und auf der Basis wissenschaftlicher Literatur die Grundlagen so- zialwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns erarbeitet.

Im zweiten Semester wird die Facharbeit erstellt, die sich the- matisch mit der Geschichte, Politik, Wirtschaft oder Geogra- phie Israels auseinandersetzt.

Das dritte Semester dient der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Studienfahrt.

Im vierten Semester werden aktuelle Entwicklungen in Israel, der deutsch-jüdischen Beziehungen und der deutsch-israeli- schen Beziehungen thematisiert.

Themen:

Q1 1: Israel und Palästina erforschen

Q1 2: Eigene Forschung präsentieren: die Facharbeit Q2 1: Studienfahrt nach Israel

Die Fahrt umfasst mehrere Standorte in Israel.

Teilnehmer gelten als Botschafter der Stadt Oldenburg, vorbildliches Sozialverhalten wird deshalb vorausgesetzt.

Voraussetzung: gültiger Reisepass – keine Angst vor dem Fliegen – Risikobereitschaft

Erwartet wird die Teilnahme an zusätzlichen (Abend-)Veranstaltungen außer halb der Unterrichtszeit

Die Studienfahrt findet teilweise innerhalb der Herbstferien 2020 statt. Es muss mit einem erhöhten Kostenaufwand (900-1000 Euro) gerechnet werden.

Angebot Nr. 4

Lehrkraft: Frau Möhlmann

e.mail:  mechthild.moehlmann@altesgymnasium.eu

 Wien – Kulturmetropole Europas

Wien ist seit Jahrhunderten bis in die Gegenwart einesder Zentren europäischer Kultur:
Aus der Kaiserzeit stammen Schlösser und Paläste sowie wertvolle Kunstsammlungen. Kompositionen von Mozart und Beethoven waren so bedeutsam, dass die Epoche nach der Stadt Wiener Klassik benannt wurde.

Mit der Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte der Jugendstil die Stadt, gaben Komponisten wie Arnold Schönberg, Schriftsteller wie Karl Kraus oder Arthur Schnitzler, Maler wie Gustav Klimt oder Oskar Kokoschka, Architekten wie Adolf Loos über die Stadt hinaus neue Impulse. Das Hundertwasser-Haus steht als ein Beispiel für moderne Architektur und Städteplanung. Prominentester Wissenschaftler Wiens ist Sigmund Freud, der die Psychoanalyse begründete.

Und wer sich näher mit der Stadt beschäftigt, wird sicher noch auf unzählige weitere interessante Aspekte stoßen …

Themen:

Q1 1: Einführung in wissenschaftliches Arbeiten: Wien – Überblick über Geschichte und Kultur.

Q1 2: Musik, Kunst und Architektur in Wien

Q2 1: Wien – Kulturmetropole Europas.

Die Fahrt führt nach Wien.

Das Seminarfach beginnt erst um 15.15 Uhr (abweichend von der regulären Seminarfachzeit).

Teilnahmevoraussetzungen: Interesse an kulturellen The- men; Teilnahme an der Kursfahrt und weiteren Exkursionen mit kulturellem Schwerpunkt; Bereitschaft an externen Terminen und nach rechtzeitiger Absprache an einer Blockveranstaltung pro Halbjahr teilzunehmen.

Angebot Nr. 5

Lehrkraft: Herr Müsker  e-mail: ralf.muesker@altesgymnasium.eu

 Rom – Leben in der Hauptstadt der Welt

Seit jeher ist die Hauptstadt Italiens Sehnsuchtsziel vieler Reisender. Sei es des antiken Reisenden, der das forum besuchte und in Thermen badete, sei es Goethes, der ausrief „O wie fühl‘ ich in Rom mich so froh!“, sei es des heutigen Urlaubers, der die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen belagert.

Das Seminarfach widmet sich anhand zahlreicher Aspekte der Untersuchung, worin diese Sehnsucht begründet liegt.

 

Themen:

Q1 1: Einführung in wissenschaftliches Arbeiten an ausgewählten Themen der Kultur und Geschichte Roms.

Q1 2: Durchführung und Präsentation der Facharbeiten

Q2 1: Rom – Leben in der Hauptstadt der Welt.

Die Reise führt nach Rom. 

Lateinkenntnisse sind erwünscht, aber nicht zwingend erfor-derlich

Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, an der geplanten Studienfahrt teilzunehmen.

Studienfahrt des Seminarfaches „Erster Weltkrieg“ nach Frankreich

Friedensarbeit im Seminarfach „Erster Weltkrieg“ des AGO bei Verdun.

Das Seminarfach „Erster Weltkrieg“ des Alten Gymnasiums besuchte auf den Spuren des Infanterieregiments 91 wichtige Orte des Ersten Weltkriegs in dercsm_sf164_Reims_04_f737e74444 Champagne und leistete mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. einen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung. Lange hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Seminarfaches „Erster Weltkrieg“ am Alten Gymnasium in Oldenburg auf diese Kursfahrt vorbereitet. Sie hatten ihre Facharbeiten zum Thema geschrieben, sich teilweise mit der Geschichte des Oldenburger Infanterieregiments (IR) 91 beschäftigt und waren nun unterwegs, um die Orte und den Alltag kennenzulernen, an denen bzw. in dem die Soldaten an der Front und die betroffene Zivilbevölkerung in einer 700 km langen Schneise der Verwüstung leben mussten, die der Stellungskrieg im Westen in Belgien und in Frankreich hinterlassen hatte. Als Ausgangspunkt ihrer Exkursionen wählte der Kurs die alte Krönungsstadt der franzö-sischen Könige, Reims, in deren Nähe die csm_sf164_Reims_01_eaafd77d3d91er im September 1914 und noch einmal im Herbst 1917 kämpfen mussten. An vielen Stellen sind die Wunden des Krieges nach fast einhundert Jahren wieder verheilt. „Von den Stellungen und den Kämpfen um das 91er-Wäldchen nordwestlich von Reims ist nichts mehr übrig geblieben, eine Autobahn führt mitten hindurch.“, stellte Imke Napierala fest, die über das IR 91 gearbeitet und sich auf eine Führung zum 91er-Wäldchen vorbereitet hatte. Von diesem Wäldchen kündet heute nur noch ein Gedicht, das die Überlebenden in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Andenken an die Toten gedichtet hatten. Umso bewegender und eindrücklicher war die Arbeit auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Lissey, auf dem 814 deutsche und 8 österreichische Soldaten sowie 1 Askari aus Deutsch-Ostafrika begraben sind, die bei den Kämpfen um Verdun verwundet worden und in einem nahe bei csm_sf164_Reims_03_f8954065a6Lissey gelegenen Lazarett ums Leben gekommen waren. Die Schülerinnen und Schüler gingen trotz widriger Witterung ohne Verzug ans Werk, die schlichten Grabkreuze aus dunklen Granit von ihrem Moosüberzug mit Wasser und Bürste zu reinigen und sie waren stolz, als sie nach einigen Stunden tatsächlich alle Grabstellen gesäubert hatten. Anschließend legten sie zum Gedenken einen Bund mit Blumen vor dem zentralen Erinnerungsmonument ab, das Oldenburger hier in den 20er Jahren errichtet hatten. Viele Fragen zu den einzelnen Personen, zu den Dienstgraden, aber auch zu den Umständen ihres Todes tauchten dabei auf, die leider teilweise unbeantwortet bleiben mussten, so etwa nach dem Askari, der als Diener einen deutschen Offizier in den Krieg begleitet hatte und mit diesem vor Verdun fiel. „Leider kommen immer weniger Gruppen aus Deutschland, um die Grabstätten ihrer Groß- und Urgroßväter zu pflegen.“, beklagte Jean-Marie Baltzinger, der zuständige Ansprechpartner des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge vor Ort. Ähnliches berichtete im Anschluss auch Herr Lewerenz, ein ehemaliger Soldat und Fremdenführer in Verdun, der die Schülerinnen und Schüler anschließend über ausgewählte Teile des Schlachtfeldes von Verdun und ins Fort Douaumont führte, wo er den Teilnehmern des Kurses in situ verdeutlichen konnte, was für eine Art von Tragödien sich in der blutgetränkten Erde von Verdun abgespielt hatten. So finden sich in unmit-telbar nebeneinander liegenden Kasematten des Forts die verschütteten Gräber von mehreren französischen und deutschen Soldaten, an die man heute mit schmucklosen Gedenktafeln erinnert. Im Beinhaus von Verdun, wo man alle menschlichen Überreste des Schlachtfeldes bestattete, die niemandem und keiner Nation mehr zugeordnet werden konnten, fanden die Schülerinnen und Schüler auch den Namen eines bayerischen Infanteristen eingraviert, dem hier seit wenigen Jahren im Zuge der Betonung des gemeinsam erfahrenen Leides neben allen anderen ehemaligen Kriegsgegnern auch gedacht wird. Im Anschluss daran legte der Kurs einen weiteren Bund Blumen am Grab ausgewählter unbekannter französischer Soldaten von allen Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges in Verdun ab, um auch hier eine Geste der Völkerverständigung und des Friedens zu geben. Zum Abschluss der Tour besuchte der Kurs unter Leitung ihres Lehrers Uwe Roeder das neu errichtete Museum zur Alltagsgeschichte des Ersten Weltkrieges in Meaux, um hier Eindrücke und auch Anregungen zu sammeln für eine kleine Ausstellung, mit der das Seminarfach im Frühjahr seinen Abschluss finden soll.