Mit Kaugummizigaretten zu Biggie-B – Filmpreis geht an AGO-Team

Bevor für den Filmwettbewerb U_act der letzte Vorhang fiel, gab es noch eine sehr schöne Prämierungsfeier im Casablanca-Kino. Am diesjährigen Wettbewerb hatten sich vom AGO zwei Lerngruppen beteiligt, die Klasse 10 d und ein Grundkurs Kunst des 12. Jahrgangs.

Im vergangenen Halbjahr haben viele Oldenburger Schülerinnen und Schüler zur thematischen Vorgabe Paare Filmideen entwickelt, gefilmt, geschnitten und vertont. 20 einminütige Handyfilme gingen in den Wettbewerb und wurden von der Jury begutachtet. Zur Jury gehörten neben Vertretern der teilnehmenden Oldenburger Ausstellungshäuser erstmalig auch Jugendliche, die im vergangen Jahr mit ihrem Film einen Preis erzielt hatten. Vom AGO waren Angelina Kazarjan und Michelle Zaddach dabei.

Dass die Entscheidung nicht leicht gefallen sein muss, wurde deutlich, als alle eingereichten Filme auf der großen Kinoleinwand gezeigt worden waren.

Einen hervorragenden 2. Platz bekam der Film „Kaugummizigaretten“, in dem die Verwechslung zweier Jacken für zwei Jugendliche zu einem Rendesvouz führt. Zum Team gehören Katharina Bunk, Sander Hummerich, Niklas Schubert und Jan-Eike Sturm, die den 12. Jahrgang besuchen. Die Leistung wurde mit Gutscheinen für das Restaurant „Biggie B“ belohnt. Die Jury begründete ihre Entscheidung so:

„Diese Story ist filmisch in jeder Einstellung stringent zur Dramaturgie umgesetzt. Die Paarungen finden sich auf sämtlichen Ebenen wieder und die Farbwahl, der Rhythmus und die Musik des Filmes gehen hier Hand in Hand. Die gut komponierten Bilder, die fast ohne Sprache auskommen, starten vor dem Horst-Janssen-Museum und folgen den Akteuren durch die Säle des Stadtmuseums. Vom ersten Aufhänger bis zur sich anbahnenden romantischen Annäherung ist die Erzählung und die Umsetzung auf mehreren Ebenen stimmig, in guter Qualität umgesetzt und endet mit einem kleinen Witz.“


Außerdem erhielt der Film „Gedankenströme“, der von Jan Grebe und Jonathan Behrens stammt, eine lobende Erwähnung:

„Eine schöne Story, die den Alltag und die Lebenswelt der Schüler mit der Kulturgeschichte verbindet. Die Erkenntnisse und die Geschichte rund um ein Ausstellungsstück im Landesmuseum für Natur & Mensch werden in diesem Film in Gegensätzen arrangiert. Die Paarungen sind dabei vielfältig aufgegriffen worden: Geschichte & Gegenwart, analog & digital und nicht zuletzt die unterschiedlichen Haltungen der beiden Darsteller gegenüber dem Museum. Das Motiv des Rades ist filmisch gut durchdacht worden. Die Szenenauswahl, Schnitte und Überblendungen sind stimmig und knüpfen in der rhythmisch fließenden Komposition an den Titel des Films an.“


Auch wenn die anderen eingereichten Filme keine öffentliche Würdigung erhielten, sind auch sie – wie die Zuschauerreaktionen bei der Präsentation zeigten – gelungen. Die Arbeit an den Filmen hat auf jeden Fall allen Beteiligten Spaß gemacht. Um so bedauerlicher ist es, dass der Filmwettbewerb U_act nicht weiter fortgesetzt werden soll. Für Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Ausstellungshäuser war U_act insgesamt eine interessante und lohnenswerte Veranstaltung.


Mehr Informationen zu U_act gibt es HIER.