Nicht nur auf den Spuren der Römer nach Köln

Unter Begleitung der Lateinlehrkräfte Sylvia Dirksen und Ralf Müsker traten wir, die Klasse 10 a,  am Montag (11.06.18) morgens mit dem Zug vom Oldenburger Hauptbahnhof unsere ‚Lateinfahrt‘ an. Nachdem wir in Bremen umgestiegen waren, ging es weiter nach Köln. Als wir dort gegen 12:30 Uhr Uhr ankamen, gingen wir zuerst zu unserem Hostel, um dort unser Gepäck abzustellen. Von da ging es sofort weiter in die Innenstadt. Hier haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt, um uns mit einem Mittagessen für die anstehenden Erkundungen zu stärken.

Um 15 Uhr begann eine Führung durch den WDR. In zwei Stunden zeigte uns ein Mitarbeiter einige Studios, wie zum Beispiel eine „Greenbox“, in welcher unter anderem Zuschaltungen für die Tagesschau gedreht werden, das Sportschau-Studio und ein Lager, in welchem Requisiten für verschiedene Sendungen aufbewahrt werden. Außerdem wurde uns ein Raum gezeigt, der für das Aufnehmen von Hörspielen benutzt wird; in diesem Studio gab es gar keinen Hall. Insgesamt war die Führung sehr interessant, vor allem die Besichtigung des Funkhauses.

Ab 17 Uhr waren wir wieder im Hostel und konnten endlich unsere Zimmer beziehen. Um 18 Uhr gab es leckere Nudeln mit Bolognese-Soße. Danach hatten wir Freizeit und sind in Gruppen zurück in die Stadt bis zum Neumarkt gelaufen, wo sich einige noch in ein Cafe gesetzt haben. Um 22 Uhr mussten wir wieder im Hostel sein.

(Ianis Biernoth, Jannik Klußmann, Jöran Zöllner, Louisa Reinbold)


Der Dienstag fing mit einem leckeren und herzhaften  Frühstück in der Jugendherberge an. Danach machten wir uns auf den Weg zum Kölner Dom. Dort angekommen, nahmen wir an einer sehr schönen „guided“ Tour durch den  Dom teil, wo uns die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. der Dreikönigenschrein, gezeigt wurden. Danach ging es mit einer kleinen, aber dennoch aufregenden  Stadtführung weiter. Diese führte vorbei am neuen sowie alten Rathaus und endete auf dem alten Markt. Nach einer zweistündigen Mittagspause besuchten wir zuerst das Sport- und Olympiamuseum. Dort wurde unter anderem die Sportgeschichte von der Antike bis in die heutige Zeit ausgestellt. Zudem bestand die Möglichkeit, auf kurze Distanz zu sprinten und Rennrad zu fahren.

Danach besuchten wir das nahegelegene Schokoladenmuseum, in welchem man etwas über die Geschichte und die Produktion der Schokolade erfahren konnte. Dies war sehr interessant, da man hautnah erlebte, wie Schokolade hergestellt wird und genau sah, in welchen Schritten diese produziert wird. Außerdem konnte man dort auch die museumseigene Schokolade aus einem goldenen Schokoladenbrunnen probieren. Wer wollte, konnte sich auch seine eigene bunte Schokolade kreieren.

Nach den Museumsbesuchen hatten wir für den Rest des Tages frei. Einige von uns traten den Rückweg zu Fuß an, andere nahmen eine der Rikschas, welche vor dem Museum parkten. Abends trafen wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen wieder.

(Conrad, Hannes, Sönke und Bennet)

 

Am Mittwoch, dem dritten Tag der Reise, besuchten wir nach einem guten Frühstuck das Praetorium Kölns. Dort machten wir eine Führung durch das unterirdische Köln und dessen Historie.
Die Führung war in drei Teile eingeteilt: erstens der Aufbau der römischen Stadt und Geschichte der Kolonie Köln (CCAA); zweitens die römische Kanalisation, eine der eindrucksvollsten Gebilde aus der Antike, das noch erhalten ist, drittens sahen wir die Reste des Fundaments des Gebäudes des Statthalters, das nach dem Krieg beim Wiederaufbau Kölns beim Rathaus gefunden worden war. Innerhalb von nur 6 Monaten wurde es ausgegraben, da dem Archäologen Otto Doppelfeld nicht mehr Zeit gelassen wurde. Es war ein unglaubliches Gefühl etwas zu berühren, was vor ca. 2000 Jahren von Römern errichtet worden ist.
Um ca. 11.30 verließen wir das Praetoium und  die Führung  ging durch das Rathaus zum eindrucksvollen Turm am Rathaus und dann auf den Marktplatz, wo wir interessante Fakten über einige berühmte Persönlichkeiten Kölns erfuhren. Am Ende der Führung konnte man Kölsch Wasser ausprobieren. Eine Erfahrung fürs Leben.
Nach der Führung stiegen einige von uns 533 Stufen auf den Kölner Dom hinauf.
Dort haben wir bei klarem Wetter in luftiger Höhe eine fantastische, viele Kilometer weite Aussicht über ganz Köln genossen.
Den Rest des Tages hatten wir Freizeit, die individuell gestaltet worden ist. Insgesamt war es ein Tag, wie man ihn sich kaum besser wünschen kann.
(Simon Bocklage und Tizian Plesch)

 

Der Donnerstag, unser letzter Tag der Reise, begann wie immer mit einem tollen Frühstück im Hostel. Gleich danach ging es zum Römisch-Germanischen Museum. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die Innenstadt sahen wir im Eingangsbereich des Museums bereits die ersten antiken Fundstücke.

Wir schauten uns die Ausstellung an, unter anderem ein perfekt erhaltenes Mosaik aus einer römischen Villa (ca. 220 / 230 n.Chr.), Skulpturen von Politikern und Denkern, wie z.B. Kaiser Septimus Severus, übersetzten mit Herrn Müsker die Inschriften einiger Grabsteine und lernten viel über die römische Kultur.

Nach einem zweistündigen Aufenthalt im Museum machten wir eine kleine Pause, bevor wir zu einem Spaziergang am Rhein aufbrachen.

Wir haben uns die Hohenzollernbrücke mit den unendlich vielen Schlössern angeschaut und haben uns danach ans Rheinufer gesetzt und ein Gruppenfoto gemacht.

Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir noch ein Eis gegessen und das WM-Spiel Russland gegen Saudi-Arabien angesehen.

Nach dem Abendessen haben wir den letzten Abend eines rundum gelungenen Kölnaufenthaltes ausklingen lassen.

(Jenne Pruszynski)

Fotos: Conrad Bitzer, Sylvia Dirksen, Ralf Müsker

P.S. Die sogenannten „Lateinklassen“ unternehmen in der 10. Klasse eine Fahrt in eine Stadt, die unsere ‚lateinischen‘ Wurzeln repräsentiert. Üblicherweise führen die mehrtägigen Reisen nach Köln oder Trier.