Philosophie

Allgemeine Informationen

Karl Jaspers sagte:

„Philosophie heißt: auf dem Wege sein. Ihre Fragen sind wesentlicher als ihre Antworten, und jede Antwort wird zur neuen Frage.“

Philosophie ist damit nichts Abgeschlossenes und unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Fächern. Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler die jahrtausendealten Fragen der Menschheit kennen und werden zum eigenständigen und kritischen Denken angeregt.

 

„Hören wir das Wort ‚Philosophie‘, denken wir vielleicht an die großen Philosophen, an Sokrates, an Platon oder Kant, wir denken an schwierige Fragen, auf die wir nicht direkt eine Antwort zu geben vermögen, oder an den Sinn des Lebens. Zumindest war das bei mir so. Meine Vorstellung von Philosophie war also eher vage und genau könnte ich sie wahrscheinlich noch immer nicht definieren, doch durch den Unterricht in der Schule wurde uns ein Zugang zur Philosophie ermöglicht. Wir lesen Texte und besprechen deren Thesen, diskutieren darüber offen und können dabei auch unsere eigenen Ansichten erläutern, wobei wir teils zu überraschenden Ergebnissen gelangen. Dabei lernen wir Denkmuster zu erkennen und zu durchschauen, Dinge zu hinterfragen, anstatt sie einfach hinzunehmen und auch selbst konsistent zu argumentieren. So bekommen wir neue Denkanstöße, die uns auch nach der Schule noch weiterhelfen können.“ (Talina Zehny, Charlotte Kohne, Hannah Metke)

„Im Philosophieunterricht geht es besonders darum, selber zu denken. Der Unterricht hilft dabei, über das Alltägliche hinaus zu denken und alles Bekannte zu hinterfragen, um sich so eine differenzierte Position zu bilden. Man stellt sich die großen Fragen und wird ständig zum Denken angeregt: Was ist überhaupt ‚gut‘ und was ist ‚schlecht‘? Was bedeutet ‚Wahrheit‘, was ‚Wirklichkeit‘? Viele scheinen diese Fragen leicht beantworten zu können, da man diese Wörter im Alltag sehr oft benutzt, doch im Philosophieunterricht merkt man, dass sich ganze Welten dahinter verbergen. Der Unterricht bietet also sehr viele Möglichkeiten, um miteinander zu diskutieren, und ist aus diesem Grund sehr vielseitig und macht besonders Leuten Spaß, die es mögen, über ihren eigenen Horizont hinaus zu denken!“ (Naima-Xanim Tolan)

Aufsuchen außerschulischer Lernorte

Die 11. Klasse Philosophie besuchte z.B. das Karl-Jaspers-Haus. Nach einem Vortrag über Leben und Werk Jaspers von Prof. Dr. Bormuth, dem Leiter der Karl-Jaspers-Stiftung, folgte eine Führung durch das Haus und eine Fragerunde, auf die sich die SchülerInnen durch intensive Lektüre einiger einführender Texte Jaspers vorbereitet hatten.

Als weiteres Beispiel mag die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 und 12 des Alten Gymnasiums und des Neuen Gymnasiums  am Seminar „Klare Kante“ gelten. Unter Leitung von Dr. Thomas Thielen beschäftigten sie sich mit Strategien populistischer Rede und übten sich in der Diskussion. Die Veranstaltung wurde organisiert von der Konrad-Adenauer-Stiftung Niedersachsen, Dominik Hüttermann (NGO) und Paul Windfuhr (AGO).

Mehr Informationen zu dem Seminar gibt es HIER.

Mitglieder der Fachgruppe:   (PL)

Paul Windfuhr (PL, Lat, WN), Fachobmann

Alanus Kurtz (WN, PL, PoWi)

Dr. Gert Lohmann (Bio, Ek, PoWi, PL)

Sekundarstufe II

Grundkurs: 3 Wochenstunden

Leistungskurs: 5 Wochenstunden

Zugänge zur Philosophie, Qualifikationsphase. 1. Auflage, Cornelsen Verlag: Berlin 2016.

Das schulinterne Curriculum finden Sie hier

Der Philosophie-Unterricht in der Oberstufe umfasst die folgenden sechs Leitthemen:

  • Individuum und Gesellschaft
  • Religionen und Weltanschauungen
  • Anthropologie
  • Ethik
  • Wahrheit und Wirklichkeit
  • Lebensentwürfe

Leistungsfeststellung und -bewertung im Werte&Normen und Philosophie-Unterricht

Leistungsbereiche

Alle Leistungen können einem der drei Leistungsbereiche zugeordnet werden:

1. Wiedergeben und beschreiben

2. Anwenden und strukturieren

3. Transferieren und verknüpfen.

Schriftliche Mitarbeit

Bei schriftlichen Lernkontrollen liegt der Schwerpunkt üblicherweise auf den Bereichen 1. und 2.

In den Fächern WN und PL wird die mündliche Mitarbeit mit 2/3 und die schriftliche mit 1/3 gewichtet.

Mündliche Mitarbeit

Zur mündlichen Mitarbeit zählen:

– Beiträge zum Unterrichtsgespräch 

– Mündliche Überprüfungen

– Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokoll, Lernbegleitheft, Lerntagebuch, Portfolio)

– Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen

– Präsentationen, auch mediengestützt (z. B. durch Einsatz von Multi Media, Plakat, Modell)

– Ergebnisse von Partner- oder Gruppenarbeiten und deren Darstellung

– Langzeitaufgaben und Lernwerkstattprojekte

– Freie Leistungsvergleiche (z. B. Schülerwettbewerbe) 

Bei kooperativen Leistungen ist sowohl die individuelle Leistung als auch die Gesamtleistung der Gruppe in die Bewertung einzubeziehen.

Quelle: http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/wn_gym_si_kc_druck_2017.pdf 

Einschätzung einer Leistung (nach den EPA für das Fach Ethik):

Eine Leistung kann gut genannt werden, wenn die nachstehend beschriebenen Forderungen in allen Anforderungsbereichen überzeugend erbracht und grundlegende Arbeitsverfahren und Begriffe dabei in besonderem Maße nachgewiesen werden. 

– differenziertes, fachlich angemessenes und systematisches Erfassen der Vorlage, 

– Problem- und Theorieverständnis, – sachgerechtes methodisches Arbeiten,

– Klärung und Verdichtung komplexer philosophischer Sachverhalte und Argumentationsgänge, 

– aufgabenbezogene, strukturierte und zielgerichtete Argumentation,

– begründete und differenzierte Urteilsbildung,

– sachangemessene und eigenständige Gestaltung, 

– adressatenbezogene Vermittlung des eigenen Argumentationsgangs, 

– metareflexive Erläuterung der gewählten Darstellungsform. 

Eine Leistung kann ausreichend genannt werden, wenn sie zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den folgenden Anforderungen noch entspricht: 

– Erfassen der Vorlage,

– hinreichendes Text- und Theorieverständnis,

– weitgehende Widerspruchsfreiheit in der Darstellung,

– Aufnahme von Arbeitsverfahren und Ergebnissen des Unterrichts,

– aufgabenbezogene und verständliche Argumentation, bzw. Gestaltung, 

– Ansätze zu einer begründeten Urteilsbildung, 

– Ansätze zu einer Reflexion der eigenen Gestaltung ,

– Ansätze einer Bewertung bzw. Hinweise auf eine eigene Position. 

Quelle: http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/epa_11_ethik.pdf