Schulen musizieren!

Es begann mit einem Alptraum. Fünfeinhalb Stunden Busfahrt bis Celle, Stau, Pannen und zwei Vollsperrungen auf der Autobahn. Wir sollten um halb 5 Stellprobe machen, um 18 Uhr begann das Konzert, um 18.30 wären wir dran gewesen, um 19.30 kamen wir endlich an. Raus aus dem Bus, rauf auf die Bühne – und los: Mozarts Pariser Symphonie. Aber alles klappte, und es war toll! Lachend kamen hinterher viele Zuhörer nach vorne, Schülerinnen, Schüler, Lehrer; die Leute vom Fachverband, jemand vom Landesmusikrat und einer aus dem Kultusministerium (der Minister selbst hatte das Grußwort gesprochen), der Oberbürgermeister, die Schulleiter der gastgebenden Schulen. Von da an war es ein einziges Fest (schade nur, dass die Abiturienten noch am Abend wegen ihrer Noten wieder nach Oldenburg mussten).

Viele stromerten noch durch die Stadt, fanden das Aller-Ufer und wollten gar nicht in die Unterkunft zurück. Untergebracht waren wir im Katholischen Pfarrheim direkt am Franzöischen Garten, da blieb am zweiten Abend eine große Gruppe, bis die große Fontäne ausging und man nur das Quaken der Frösche hörte. Morgens mit dem Bus nach Lachendorf, zum Immanuel- Kant-Gymnasium, einer Schule auf einem ganz neuen riesigen Campus, es gibt Sportplätze, Spielplätze, Tischtennisplatten. Wir konnten unter einem mächtigen Sonnensegel frühstücken und nebenan in der Sporthalle duschen. Herrlich! Im Konzert begegneten die AGO- Symphoniker dem Lachendorfer Chor und der Big Band der KGS Stuhr-Brinkum (die in vielem ähnlich spielt wie die AGO-Big-Band). Es gab im Anschluss drei weitere Konzerte: Im „Beckmannsaal“ des Kaiserin-Auguste-Viktoria- Gymnasiums; in der Stadtkirche; aber die meisten AGOnauten zogen es vor schwimmen zu gehen oder in der Unterkunft etwas auszuspannen, so traf man sich abends beim Bandstand in der CD-Kaserne, wo es auch reichlich Pizza gab.

Am Samstag, nach ausgiebigem gechilltem Frühstück auf dem Rasen des alten Friedhofs, ging es zur Open-Air- Bühne auf dem Großen Plan und dann, nach dem Abschlussfoto (s.o.), zu Fuß zum Bahnhof – der Bus hatte Freitag die Frühfahrer vom Jugendorchester und alle Instrumente bereits nach Oldenburg befördert – aber erst nach einem gemütlichen Picknick in den weiten Grünanlagen der Bahnhofstraße. Kann denn nicht jeden Tag Landesbegegnung sein? (Allerdings gibt es nur wenige Fotos: die völlig verspätete Ankunft machte alle Fotografierpläne für das Eröffnungskonzert zunichte; von unzähligen Fotos der anderen Ensembles und Konzerte erscheinen demnächst einige auf www.landesbegegnung.de.)

(Text: Ralf Beiderwieden; Fotos: Fabian Eicke & Ralf Beiderwieden)