Theaterbesuch mit Hindernis

Theaterbesuch mit Hindernis

In normalen Zeiten ist ein Theaterbesuch mit der Oberstufe eine Selbstverständlichkeit und eine regelmäßige Bereicherung des Deutschunterrichts. So plante der Kurs Frau Steinerts auch in diesem Jahr einen Besuch des Stückes „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert.

Zu Coronazeiten stellte sich dies jedoch als ein Unterfangen mit einigen Hindernissen heraus. Impfausweis, FFP2-Maske sowie die Lucca-App und besonders die neu eingeführte „2G+“-Regel brachten Probleme mit sich, da es fast unmöglich war, Testtermine zu buchen.

Nach einem beeindruckendem Einstieg mit einer Schweigeminute für den Autor verfolgten die Kursteilnehmer gebannt die Vorführung. Durch die Verzweiflung des Protagonisten Beckmann, der nach seiner Gefangenschaft in Stalingrad zurück nach Hause kommt, durch die Heimatlosigkeit, durch den Umgang mit Verantwortung für den Tod so vieler Menschen, durch die Aufforderung, „wieder Mensch zu werden“, und durch den Vorwurf, keiner habe vor der Hölle des Krieges gewarnt, spiegelt Borchert eine Generation von Kriegsheimkehrern wider. Literarisch anknüpfend an den im Unterricht behandelten Roman „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger und an Kurzgeschichten der Nachkriegszeit erhielten die Schülerinnen und Schüler einen nachhaltigen Eindruck der Trümmerliteratur. Während ihres Besuches konnten sie zahlreiche Aspekte des Unterrichts wiederfinden.

Maren Steinert