Vernissage: „AGOnauten knacken Ölfässer und Käfige“

Die Aula des Alten Gymnasiums Oldenburg (AGO) war am vergangenen Freitag für alle Künstler und Gäste der Begrüßungsveranstaltung fast zu klein.


Der Fachbereich Kunst hatte zu einer Vernissage eingeladen, bei der die künstlerischen Ergebnisse des Projektes „AGOnauten knacken Ölfässer und Käfige“ in der gesamten Schule präsentiert wurden. Vier unterschiedliche Lerngruppen der Jahrgangsstufen 5,6,8 und 12 haben sich mit insgesamt mehr als 100 Schülern an dem Kooperationsprojekt zwischen dem AGO, dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst (ERH) und dem Oldenburger Kunstverein (OKV) beteiligt.

Die Grundlage bildete die Auseinandersetzung mit den zwei parallel gezeigten Ausstellungen von Shirin Sabahi im ERH und Michael Beutler im OKV. Die Künstler*innen beider Ausstellungen thematisierten – auf sehr unterschiedliche Weise – die Wandlungsprozesse/ Transformationen von Räumen und Dingen. Während Michael Beutler, ein gebürtiger Oldenburger, sich im OKV mit großen Holzbauten, die an Käfige erinnern, auf den Ausstellungsraum und dessen Historizität bezog, kommentierte Shirin Sabahi mit ihrer Ausstellung im ERH das aus einem riesigen Öl-Pool bestehende Kunstwerk eines anderen Künstlers.


Der Schulleiter, Frank Marschhausen, betonte in seiner Begrüßung die im Projekt verwirklichten vielfältigen gelungenen Kooperationen, an die auch das für das AGO wesentliche Prinzip der ‚Öffnung der Schule‘ geknüpft sei. Am Projekt beteiligte Schüler stellten die Vorhaben der einzelnen Lerngruppen vor und stellten heraus, dass sie am forschenden, kreativen und eigenständigen prozesshaften Arbeiten sehr viel Spaß hatten und ihre daraus entstandenen künstlerischen Ergebnisse gerne der Öffentlichkeit zeigen.


Nach der Begrüßung in der Aula strömten alle zu den Installationen, Malereien, Fotografien, Plastiken und Filmen, die an mehreren Orten der gesamten Schule präsentiert wurden. Über die Ausstellungsobjekte erwuchsen interessante Gespräche über die Kunst und das Leben. Dabei wurde auch deutlich, dass die Schülerarbeiten wegen ihrer Vielfalt und der Qualität der künstlerischen Auseinandersetzung alle Gäste überzeugte.

(Fotos von der Vernissage: Max Henschel, andere Fotos: EHC, FEL, HOR, ZLH)