Besuch beim Deutschen Auswandererhaus – zur Vorbereitung auf die USA

Am Sonntag, den 13.09., haben wir uns in Bremerhaven getroffen, um gemeinsam das Deutsche Auswandererhaus zu besuchen. Wir sind die Schülerinnen und Schüler, die bald an einem Kurzzeitaustausch nach Amerika teilnehmen werden. Auch unsere Lehrerinnen und Lehrer, die den Austausch organisiert haben beziehungsweise aktuell organisieren, waren dabei.

Das Deutsche Auswandererhaus ist kein normales Museum. Dort kann man selbst durch die Geschichte der Auswanderer gehen und an verschiedenen Stationen sehen, wie das Leben früher war. Besonders spannend fanden wir die große Auswandererhalle. Danach konnten wir uns anschauen, wie die Menschen damals mit einem Schiff nach Amerika gereist sind. Zum Schluss konnten wir sogar die Ankunft in New York miterleben.

Wir haben dabei viel darüber erfahren, warum so viele Menschen Deutschland verlassen und wie viel sie aufgegeben haben. Eine Reise nach Amerika kostete früher ein Jahresgehalt, meistens so um die vierzig Taler, und die Deutschen Auswanderer haben nicht nur lange gespart, sondern auch viel verkauft, um sich die Auswanderung leisten zu können. Es ging aber nicht nur um Zahlen und Fakten. Wir haben auch etwas über die persönlichen Geschichten der Auswanderer erfahren, zum Beispiel über ihre Hoffnungen, Ängste und Gründe für die Reise. Sie erhofften sich nämlich ein ganz neues Leben.

Besonders beeindruckt hat uns, wie detailliert das Museum aufgebaut ist. An vielen Stationen gab es alte Dokumente und Fotos. Dadurch konnte man sich viel besser vorstellen, wie es damals gewesen sein muss. Wir haben auch darüber nachgedacht, wie es sich anfühlen würde, die eigene Heimat zu verlassen und in ein völlig neues Land zu gehen. Das war für einige von uns ein etwas komisches und auch beklemmendes Gefühl, weil wir selbst bald in Amerika sein werden. Für viele löste allein schon die Vorstellung ein komisches Gefühl aus, wie die Auswanderer, ohne Familie und Freunde nach Amerika zu reisten und gar nicht zu wussten, ob man überhaupt irgendwann nochmal zurückkommt.

Der Besuch hat uns viele neue Eindrücke gegeben und uns noch einmal gezeigt, wie besonders ein Aufenthalt in einem anderen Land sein kann. Gleichzeitig freuen wir uns jetzt noch mehr auf unseren Amerika-Austausch.

Zum Schluss möchten wir uns bei unseren Lehrerinnen und Lehrern und natürlich auch bei unseren Eltern bedanken, die diesen gemeinsamen Ausflug möglich gemacht haben. Der Ausflug wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Text: H. Fockermann (9d)

Bild: redaktion