Am 28.09. ging es für unsere Peer Guides auf große Fahrt ins Anne-Frank-Haus nach Amsterdam. Diese Fahrt, die als Dank für die tolle Arbeit der Schülerinnen und Schüler während der Anne-Frank-Ausstellung am AGO gedacht war, begann um 8 Uhr mit der Abfahrt in Oldenburg. In Amsterdam machten wir uns zunächst mit der Fähre auf den Weg in die Innenstadt, um in kleinen Gruppen die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Anschließend stand um 14.30 Uhr unsere mit Spannung erwartete Führung im Anne-Frank-Haus auf dem Programm, das sich zentral in der Innenstadt befindet. Es konnte dabei schon als Glück bezeichnet werden, dass wir überhaupt ein Zeitfenster für eine Führung durch das Haus erhalten haben, das pro Tag über 4.000 Besucher zählt und in der Regel über Monate hinweg restlos ausgebucht ist.
Unsere Tour durch das Haus begann mit einem kleinen Workshop, in dem unsere Peer Guides noch einmal die Gelegenheit hatten, ihre Kenntnisse zu Anne Frank und Ihrer Familie unter Beweis zu stellen. Danach machten wir uns mit Audio-Guides auf den Weg durch die Ausstellung, die räumlich in zwei Bereiche getrennt war: Im Neu- bzw. Anbau wurde der historische Kontext ausgefaltet und insbesondere die Lebensgeschichte der Familie Frank im Zusammenhang mit der Flucht aus NS-Deutschland sowie das Leben der Familie in den Niederlanden bis zur Deportation erzählt. Der zweite Teil führte am historischen Ort durch die Räumlichkeiten des Hinterhauses bzw. des Verstecks der Familie. Hier konnten wir uns einen Eindruck von den engen, beklemmenden Raumverhältnissen machen. Am Ende der Tour stand schließlich das Tagebuch selbst im Mittelpunkt, wobei die originalen Dokumente in verschiedenen Vitrinen gezeigt wurden.
Leider hieß es schon um 17.15 Uhr Abschied nehmen von Amsterdam, wobei die Zeit während dieses Tagesausflugs natürlich wie im Fluge verging. Müde, aber um viele Erkenntnisse reicher, kamen wir schließlich um 22 Uhr wieder in Oldenburg an. Wir danken Frau Laustroer, Frau Schlegel und dem VNB für diese eindrückliche Exkursion, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Text: M. Drüding
Bild: M. Drüding




