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Zwischen Wolkenkratzern und lebensgroßen Terrakotta-Kriegern – 26 AGO-Schüler wachsen auf Chinafahrt über sich hinaus

„Das ist komplett irre, darauf komm´ ich nicht klar”, sagte einer der AGO-Schüler, während er sein Handy hochhält, um die ungefähr 300 trommelnden und tanzenden Zehntklässler zu filmen, die nach ihrem einmonatigen Training eine nahezu perfekt synchrone Performance für die Eröffnung des Sportfestes ablieferten, eine Mischung aus Tanz und Kung-Fu mit bunten Tüchern. Ein Satz, der stellvertretend für den gesamten Chinaaustausch stehen kann. Denn trotz aller Vorbereitung: China ist ein Land der Extreme – und das Ausmaß des zuvor Unvorstellbaren begreift man erst, wenn man es mit den eigenen Augen sieht.

Extreme bedeutet: Die hochmoderne Uferpromenade, auch bekannt als „Der Bund”, in Shanghai und der Besuch der Aussichtsplattform im 121. Stock des dritthöchsten Hochhauses der Welt steht den Hocktoiletten ohne Tür in Xi‘an entgegen, Roboter und Gesichtserkennung treffen auf Menschen in traditioneller Han-Kleidung auf einer rund 650 Jahre alten Stadtmauer, Verkehrschaos trifft auf Strenge und Disziplin im Klassenzimmer. Die 26 AGO-Schüler sahen sich auf ihrer Reise vom 6. bis zum 20. Oktober täglich mit neuen Überraschungen konfrontiert.

Im Rahmen des von der Stadt Oldenburg initiierten China-Programms legten sie und die zwei begleitenden Lehrkräfte, Maren Bischoff und Saskia Rolle, in zwei Wochen knapp 18.700 km mit Flugzeug, Bus und Nachtzug zurück und besuchten gleich drei bekannte Städte: Shanghai, Xi‘an und Peking. Kein Wunder, dass da das ein oder andere Gähnen auf den vielen Gruppenfotos beim spektakulären Empfang an der Partnerschule, der Mittelschule Nr.89 in Xi’an, zu erkennen war. Dort wurden wir überschwänglich begrüßt, mit Lobreden der Schulleitung und der Betonung unserer mehr als 11jährigen Freundschaft.

Es folgte eine Woche mit Touristen- und Schulprogramm. Ein Besuch bei der weltbekannten Terrakotta-Armee und im modernen Kulturzentrum der Shaanxi-Provinz, bei dem die Schüler sich das Schattentheater zur „Reise in den Westen“ ansehen und an einem Workshop zur Wassermalerei aus der Tang-Dynastie teilnehmen konnten, zählten ebenso zum Pflichtprogramm wie interkulturelle Austausch-Runden zur Diskussionsfrage „Wo siehst du dich in 10 Jahren?”. Viele fantastische Nudelgerichte und Bubble Teas wurden probiert, Kaffee mit Blutorangensaft für „untrinkbar” erklärt, Beethovens „Ode an die Freude” zweisprachig – auf Deutsch und Chinesisch – einstudiert.

Schließlich fand sich die Gruppe in einem frühwinterlichen Peking mit strahlend blauem Himmel wieder. Eine flotte Reiseleiterin mit Panda-Fahne manövrierte die 26 Jugendlichen durch die Touristenmassen. Es folgte ein Spaziergang auf der großen Mauer mit atemberaubenden Weitblick, eine rasante Sommerrodelbahnfahrt sowie die Besichtigung des 798-Künstlerviertels. Bei Sonnenuntergang durften wir den Sommerpalast erleben, wo die Gruppe die ereignis- und lehrreichen zwei Wochen am Seeufer mit vielen rückblickenden Gesprächen ausklingen ließ.

Text: S. Rolle

Bild: S. Rolle