Milano – amore a prima vista

Der inhaltliche Zusammenhang zum Kursthema „Mediale Inszenierungen von Jugendlichen“ lässt sich vielerorts herstellen, aber wohl nirgends so schön wie in Mailand. Der Kurs, der von den Lehrkräften Jens-Dieter Denkmann und Angelika Feldhege begleitet wurde, konnte sich in der Hauptstadt der Lombardei und der zweitgrößten Stadt Italiens nicht nur ein facettenreiches Bild vom – manchmal auch medial inszenierten – Leben heutiger und vergangener Jugendlicher machen. Parks, Innenstadt, Schloss, Museen, Cafés und Restaurants verführten Tag und Nacht zum Verweilen, Flanieren, Beobachten und fotografischen Dokumentieren. 

Untergebracht war unsere Gruppe in einem schönen, verkehrsgünstig gelegenen Hostel, von wo aus nicht nur eine Exkursion für ein äußerst unterhaltsames gemeinsames Picknick in einen nahegelegenen Park unternommen wurde, sondern auch Unternehmungen mit unterschiedlichen öffentlichen Verkehrsmitteln in die nahe und ferne Umgebung gemacht werden konnten. Mit der U-Bahn und der historischen Tram ging es in die Metropole, die uns am ersten Tag von einer sehr sympathischen und kompetenten Stadtführerin mit Herz und Ortskenntnis nahegebracht wurde. Auf eigene Faust ging es dann ins Künstlerviertel Noviglia, nach Chinatown und ins Breraviertel. Über allem wachte der imposante Mailänder Dom, dessen Fassade sich bei jedem Lichteinfall in einem anderen Gewand zeigte. Das Modebewusstsein der Mailänderinnen und Mailänder war omnipräsent. Modeboutiquen und Kaufhäuser inszenierten elegante und ausgefallene Stücke, die man bisweilen an Menschen im öffentlichen Raum wiederfinden konnte. Den Mailänder Modemacher Giorgio Armani, der kurz vor unserer Fahrt verstorben ist, würdigte man sowohl in den Schaufenstern des Kaufhauses Rinascente als auch in einer Ausstellung der Pinacoteca di Brera, wo seine frühen Entwürfe mit historischen Kunstwerken in einen spannenden Dialog traten. Überdies besuchten wir das Armani-Silo, ein Museum, in dem eine Auswahl von Armanis Kleidern fulminant in Szene gesetzt wurde. 

Mit dem Zug fuhren wir zudem für einen Tagesausflug an den Fuß der norditalienischen Alpen und deren Seen. Mailand ist nicht nur eine wunderbare Stadt, sondern kann auch Ausgangspunkt in die schöne Landschaft Italiens sein; gepflegte Busse und Bahnen verkehren regelmäßig, zügig und pünktlich.

Die italienische Küche überzeugte fast immer sogar in der To-Go-Variante, aber gerade in unserer geselligen großen Runde konnten bei leckerem Essen und Trinken immer wieder Erlebnisse und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Die Kursfahrt war insgesamt ein Vergnügen und das liegt nicht zuletzt an der interessanten und beeindruckenden Stadt Mailand, in die wir uns auf den ersten Blick verliebt haben.

Text und Bilder: A. Feldhege